Pokal-Krimi gewonnen und ins Viertelfinale eingezogen

Die Eulen gewinnen beim ASV Hamm-Westfalen mit 24:25 (14:13) 02.10.2019 22:42 // kk

Die Eulen Ludwigshafen ziehen in das DHB Pokal-Viertelfinale ein. Nach einem engen und umkämpften Spiel setzten sich die Eulen am Ende knapp in Hamm durch.

Das war ein hartes Stück Arbeit vor 2012 Zuschauern in der Westpress Arena in Hamm, denn der Zweitligist wehrte sich von der ersten bis zur letzten Minute nach Kräften. 

Hamm erzielte auch das erste Tor der Partie, lag nach 8 Minuten beim Stand von 5:3 mit zwei Toren vorne und zeigte gleich, dass sie dieses Spiel nicht kampflos abgeben werden. Die Eulen blieben zwar dran, gingen auch zwischenzeitlich in Führung, aber mit ihrer leidenschaftlichen Spielweise schaffte es der Zweitligist die Halle sofort hinter sich zu bringen. Genau das wollten die Eulen eigentlich vermeiden. Bis zur Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen und es blieb ein enges Spiel, in dem der Zweitligist zur Halbzeit sogar mit 14:13 führte. Verlief die erste Halbzeit schon spannend, entwickelte sich in den zweiten 30 Minuten ein echter Pokalkrimi, der alles zu bieten hatte, was sich jeder Handballfan wünscht: Kampf und Leidenschaft von beiden Mannschaften. Als die Eulen auf 14:17 davon ziehen konnten, hofften die mitgereisten Fans auf eine Vorentscheidung. Aber Hamm blieb nicht nur hartnäckig dran, sondern ging mit einem 4:0-Lauf sogar mit 18:17 in Führung. Aber jetzt zeigte sich wieder einmal die Mentalität der Eulen, die den Kampf annahmen  und sich auch vom zwischenzeitlichen 20:18 für Hamm nicht  aus der Ruhe bringen ließen und sich 8 Minuten vor Schluss beim 20:21 die Führung zurück holten. Und bis zum Schluss diese auch nicht mehr aus der Hand gaben.  Als nach 60 Minuten die Anzeigetafel das 24:25-Endergebnis zeigte, war der Jubel auf der Eulen-Bank und auch in der Fankurve aus Ludwigshafen riesengroß und allen war die Erleichterung förmlich anzumerken. Noch größer war aber die Freude über den Einzug ins DHB Pokal-Viertelfinale.

Auch wenn es der klassische „Arbeitssieg“ war, hat die Mannschaft von Trainer Ben Matschke wieder gezeigt, was sie auszeichnet und in ganz Handballdeutschland bekannt gemacht hat: Auch wenn auf der Platte nicht alles rund läuft, kann sie mit Mentalität, Wille und Leidenschaft auf der Platte bestehen und enge Partien noch drehen.

Jetzt warten alle gespannt auf den  nächsten Pokalgegner und die Eulen können mit viel Selbstvertrauen aus der heutigen Partie in das wichtige Bundesligaspiel gegen TVB Stuttgart am Samstag in der Eberthölle gehen. Das Viertelfinale wird am Donnerstag nach dem letzten Achtelfinalspiel ausgelost.

Stimmen zum Spiel:

Ben Matschke:

„Genau auf dieses Spiel waren wir vorbereitet, speziell, dass es einen engen Pokalfight gibt. Mit der 5:1-Deckung sind wir nicht gut ins Spiel gekommen, haben nicht das Matchglück  und haben da auch in der einen oder anderen Situation nicht gut verteidigt. Mit der Umstellung auf die 6:0-Abwehr lief es besser, wir werfen viele Tore und bekommen in 45 Minuten glaube ich nur 13 Gegentreffer mit einem guten Martin Tomovski hinten dran. Unabhängig vom Spielstand vorne haben wir uns dann hinten wirklich in jede Situation förmlich reingeschmissen und den Gegner gut bearbeitet. Mich freut es, dass wir mit den Drucksituationen, die es sicherlich gab, mit einer lauten Halle und allem drum und dran, gut bewältigt und Lösungen gefunden haben. Auch bei -2 haben wir weiter an uns geglaubt und unseren Matchplan verfolgt. Ich bin stolz und happy und es freut mich für meine junge Mannschaft, wie sie in ganz vielen Stresssituationen dagegen gehalten hat., denn das ist nicht selbstverständlich. Jetzt freuen wir uns auf ein schönes Viertelfinal-Los – hoffentlich zu Hause.“

Jannik Hofmann:

„Es war uns von vorne herein klar, dass das kein Spiel wird, das wir mit 3 oder 4 Toren Unterschied führen werden, auch wenn wir das zwischenzeitlich gemacht haben. Wir haben uns vor dem Spiel gesagt, Jungs, wenn es gut läuft gewinnen wir hier mit einem Tor, denn Minden wirft man nicht einfach mal so aus dem Pokal. Und es sollte ja keiner, aber auch wirklich keiner auf die Idee kommen, dass wir hier einfach so gewinnen. Zur Halbzeit sind wir mit einem Tor hinten. Wir haben in den ersten 10 Minuten zu viele Tore bekommen, dann aber unsere 6:0-Deckung stabilisiert. Am Ende haben wir mit einem Tor Unterschied gewonnen und Kleinigkeiten entscheiden so ein Spiel. Aber für uns war auch sehr wichtig, dass wir nach einer langen Durststrecke mit einem positiven Erlebnis in ein Bundesligaspiel gehen, denn die Partie am Samstag gegen Stuttgart ist extrem wichtig.“

ideenKiND