TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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Spitzenspiel gegen TuS N-Lübbecke: Wird die Mannschaft der Held sein?

Schreibt das TSG-Ensemble gegen den TuS N-Lübbecke eine neue Geschichte? (Foto: Harry Reis)

(gek) Drei Wochen sind seit dem letzten Heimspiel der Eulen gegen den starken Aufsteiger aus Hüttenberg verstrichen, das die erhoffte Wende brachte, nachdem zuvor dreimal in Folge verloren worden war. „Das war einfach nur ein Riesenkampf“, beschrieb Pascal Durak die 60 Minuten gegen die Mittelhessen. Die Mannschaft, die famos von den Rängen unterstützt wurde, brachte wieder Tugenden ein, die erforderlich sind, um erfolgreich sein zu können: Einstellung, Wille, Einsatz, Leidenschaft. „Die zwei Punkte waren extrem wichtig“, wertete Pascal Durak den 26:25-Erfolg der Rothemden.

Mit Selbstvertrauen ging es eine Woche später zum Pokalspiel nach Bietigheim. Der Tabellenführer hatte bis dahin noch keine Partie verloren und galt als Favorit. Es war ein intensives Spiel, in dem in der Abwehr den Grundstein für den Sieg und das Weiterkommen gelegt werden konnte. „Wir haben das richtig gut gemacht“, meinte Pascal Durak, der auch mit der Angriffsleistung zufrieden war: „Wir haben vorne geduldig gespielt und erst dann geworfen, wenn die Chance auf ein Tor auch sehr hoch war.“ Die Trefferausbeute von 32 Goals konnte sich wahrlich sehen lassen, so viele Gegentore hatte die SG zuvor in keinem Meisterschaftsspiel hinnehmen müssen. Der Lohn: das Viertelfinale und der Hit gegen den THW Kiel. „Ein klarer Aufwärtstrend“, stellte Regisseur Alex Feld fest.

Alex Falk: "Da kommt ein Riesengegner auf uns zu" (Foto: Harry Reis)

Drei Tage nach der Begegnung in Bietigheim folgte der Auftritt in Emsdetten. Die Mannschaft bewahrte in einer in der zweiten Halbzeit hitzigen Atmosphäre kühlen Kopf. Dass ausgerechnet Alex Feld, der anfangs der zweiten Hälfte einen Schlag ins Gesicht erhalten hatte, am Ende wieder auf die Platte kommen und die entscheidenden Tore zum Sieg erzielen konnte, ist eine der Geschichten dieses Spiels. „Wir waren auf diese Partie extrem gut vorbereitet“, verriet Pascal Durak. „Es war ein wichtiges Spiel für uns und am Ende ganz wichtige Auswärtspunkte.“ Cheftrainer Ben Matschke: „Jetzt gilt es, Konstanz reinzubekommen.“

Mit dem TuS N-Lübbecke stellt sich am Mittwoch, 9. November 2016, ein Anwärter auf den Aufstieg in die Friedrich-Ebert-Halle vor. Der Anwurf ist um 19:30 Uhr (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen). Der Kader des TuS ist nach dem Bundesligaabstieg zwar neu zusammengestellt worden und mit Aaron Ziercke wirkt auch ein neuer Trainer bei den Ostwestfalen. Dennoch haben die bisherigen Spiele gezeigt, dass mit dem TuS zu rechnen sein wird, 17:3 Punkte stehen aktuell in der Zwischenbilanz. Der Tabellenzweite hat eine makellose Heimbilanz, die beste Tordifferenz in der Liga und zuletzt Rimpar deutlich geschlagen.

Pascal Durak: "Wenn wir dran bleiben wollen, zählt für uns nur ein Sieg“ (Foto: Harry Reis)

„Da sind schon ein paar bekannte Namen dabei“, berichtet Pascal Kirchenbauer. „Die Gäste sind eines der Topteams der Liga.“ Das findet auch Alex Feld: „Da kommt ein Riesengegner auf uns zu, der einen starken Innenblock hat und ein Torwartduo, das zu den Besten gehört.“ Und fügt hinzu: „Da treffen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander, da wird die Tagesform entscheiden.“ Alex Falk, der am Sonntag um 23 Uhr vom 4-Länderturnier der Juniorennationalmannschaft im dänischen Skanderborg wieder zurück in Ludwigshafen war („Es war ein geiles Gefühl, wieder dabei zu sein“), sieht „einen individuell stark besetzten Kader“ des TuS. „Es ist eine schwere Aufgabe für uns, da muss alles passen, um dieses Spiel zu gewinnen.“ Zuversicht strahlt Pascal Durak aus: „Wir sind gut drauf und haben gut trainiert. Wir gehen mit viel Respekt an die Sache ran, aber wenn wir dran bleiben wollen, zählt für uns nur ein Sieg.“

Ben Matschke: "Die Truppe macht einen fokussierten Eindruck" (Foto: Harry Reis)

Coach Ben Matschke musste in der letzten Woche aufgrund der Abstellungen von Denni Djozic, Alex Falk und Martin Slaninka mit einem reduzierten Kader trainieren, zudem fehlte auch der grippekranke Patrick Weber einige Tage. Doch seit Anfang der Woche sind wieder alle Spieler im Mannschaftstraining (Ausnahme der knieverletzte Niki Claus). „Alle sind fit“, berichtet Ben Matschke und bemerkt weiter: „Die Vorbereitung auf das morgige Spiel war nicht optimal gewesen, aber die Truppe macht einen fokussierten Eindruck. Mit Nettelstedt kommt ein Gegner, der sehr gute Keeper und im polnischen Nationalspieler Grabarczyk einen überragenden Abwehrchef hat. Die Mannschaft besitzt schon Extra-Klasse, viel schwerer geht es nicht. Wir wollen kämpfen, im Verbund mit den Zuschauern, und man wird sehen, ob es morgen wieder einen Helden gibt oder ob die Mannschaft der Held sein wird.“