TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Spitzenspiel bei den Eulen: „Die Fans werden ein großer Faktor sein“

Ben Matschke: "Die Fans werden ein großer Faktor sein" (Foto: Harry Reis)

(gek) Das Derby am vergangenen Wochenende in Leutershausen war wieder einmal ein Beweis, wie attraktiv und spannend Handballspiele sein können. Dazu eine Kulisse, die eine famose Stimmung in die altehrwürdige Heinrich-Beck-Halle zauberten und am Ende hatte die Partie einen Sieger, der sich zurecht feiern ließ. Das junge Team von Marc Nagel, als Außenseiter in das Match gegangen, kämpfte mit großer Leidenschaft, gewann 28:27 und fügte so den Eulen die ersten Punktverluste in dieser noch jungen Spielzeit bei. Die TSG-Handballer, die von rund 300 Fans ununterbrochen unterstützt wurden, versäumten es, den Aufsteiger durch entsprechende Spielstände unter Druck zu setzen. Stattdessen blieb die SGL immer auf Schlagdistanz und ab der 48. Minute bis zur Schlusssirene lagen die Bergsträßer nicht mehr im Rückstand. Je länger die Begegnung andauerte, desto größer wurde beim Neuling der Glaube, zu Zählbarem zu kommen. „Wir waren um ein Vielfaches weg vom Plan“, urteilte Trainer Ben Matschke. „Als eine Fehlerquelle wurde herausgefiltert, dass wir die Geduld verloren haben“, erläuterte Kapitän Philipp Grimm. „Vor dem Derby in Leutershausen hatten wir mit geduldigem Spiel viel Erfolg gehabt, darauf sollten wir uns wieder besinnen.“ Und Pascal Durak fand, dass „wir nicht in die Euphorie reingekommen sind wie zuletzt“. Patrick Weber dachte schon wenige Minuten nach dem Auftritt bei der SGL nach vorne: „Das war ein Weckruf, aber in einer Woche können wir gegen Bietigheim Wiedergutmachung betreiben.“

Der Tabellenführer, die SG BBM Bietigheim, kommt am Sonntag, 9. Oktober 2016, zum Spitzenspiel nach Ludwigshafen - und das mit einer makellosen Bilanz. Der Anwurf in der Friedrich-Ebert-Halle ist um 17 Uhr (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Kevin Klier und Roko Peribonio wollen ihren Gegenüber Aron Rafn Edvardsson ausstechen. (Foto: Harry Reis)

Die Auswahl von Hartmut Mayerhoffer hat heuer einen phantastischen Start hingelegt, und wenn man so will, ist das der Gegenentwurf zur letzten Saison, als die SG BBM mit fünf Niederlagen in Folge fürchterlich in die Runde gekommen war. Umso besser verlief dann die Rückserie, und am Ende schlossen die Württemberger mit einem positiven Punktekonto und auf Platz neun ab.

Das Team um den Shooter Robin Haller läutete diese Spielzeit mit einem 26:23-Erfolg in Nordhorn ein und legte gegen Ferndorf nach. Auch die zweite Auswärtsaufgabe löste die Mayerhoffer-Formation und nahm aus Konstanz beide Zähler mit. Es folgten zwei deutliche Siege gegen Bad Schwartau und in Wilhelmshaven, und zuletzt besiegten Julius Emrich und seine Kollegen die HG Saarlouis mit 32:28. Macht nach sechs Partien 12:0 Zähler - was für eine Bilanz. Bietigheim, das 2014 zusammen mit den Eulen in die erste Liga aufgestiegen war und, wie die Pfälzer, nach einem Jahr wieder eine Klasse tiefer musste, profitiert in dieser Saison von einer geringen Kaderveränderung. Nur drei Neue, Domenico Ebner, Aron Rafn Edvardsson und Valentin Schmidt, galt es zu integrieren, das ist nicht nur im Handball kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Das Team ist eingespielt und „wirkt sehr gefestigt“, hält Ben Matschke fest. Bietigheim, das zuletzt im Mai in Emsdetten zwei Zähler abgab, hat bis dato nur 25 Gegentore pro Spiel kassiert, das ist ein klasse Wert. Und wie schon in der Vergangenheit, treffen Tim Dahlhaus und seine Mitstreiter gerne und häufig ins gegnerische Netz, fast 30 Treffer ist die aktuell gültige Zahl.

Gibt es den ersten Punktverlust auf Bietigheimer Seite? Kai Dippe wird mit seinen Kollegen alles dafür tun. (Foto: Harry Reis)

Dass die Eulen dem nicht viel nachstehen, belegt die derzeitige Statistik. Gut 27 Gegentore stehen über 31 Treffer entgegen, das kann sich ebenso sehen lassen wie die 8:2 Punkte. Keine Frage: Auch so sieht ein guter Start aus.

„Es wird gegen Bietigheim maximal schwer, das eine sehr gute erste und zweite Welle spielt“, berichtet Ben Matschke, der keine optimale Trainingswoche hinter sich hat (Spieler krank oder angeschlagen). „Das bedeutet für uns, dass wir ihre Hauptangriffswaffe verteidigen müssen, das Rückzugverhalten ist gefragt.“ Und weist für den Angriff auf einen Aspekt hin: „Da brauchen wir die Geduld wieder.“ Pascal Durak, in der Saison 2012/13 bei Bietigheim unter Vertrag, spielt auf einen weiteren Aspekt an: „Die Fans spielen morgen eine Riesenrolle.“ Ben Matschke: „Sie werden ein großer Faktor sein.“ Für Philipp Grimm ist „die Situation eine geile, jeder muss brennen, schließlich wollen wir in dieser Runde jedes Heimspiel gewinnen.“