TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Schwache Angriffsleistung: TSG zieht den Kürzeren

Mit vier Treffern bester TSG-Schütze: Alex Falk (Foto: Harry Reis)

(gek) Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat im Spitzenspiel vor knapp 1500 Zuschauern gegen den TuS N-Lübbecke nicht punkten können. Das Team von Ben Matschke, das kein einziges Mal vorne gelegen hatte, zog am Ende mit 22:24 den Kürzeren, nachdem die Partie zur Halbzeit 7:10 gestanden hatte.

Den Gast zeichnete eine robuste Spielweise aus, die das Offensivspiel der Eulen im ersten Durchgang merklich ausbremste. Dem Angriff mangelte es an Tempo, Entschlossenheit und Esprit, was sich an vielen Fehlabschlüssen, Fehlpässen und technischen Fehlern zeigte. Mit der 3-Tore-Differenz zur Pause waren die Rothemden noch gut bedient, denn Keeper Kevin Klier verhinderte mehrfach mit tollen Paraden einen größeren Rückstand.

Verhinderte im ersten Durchgang einen höheren Rückstand: Kevin Klier (Foto: Harry Reis)

Den ersten TSG-Angriff schloss Kai Dippe ab und dessen Wurf landete am Querbalken. Das gab den Gästen die Möglichkeit, in Führung zu gehen, und dem Schweden Pontus Zettermann gelang das 0:1. Jens Bechtloff legte mit einem erfolgreichen Konter nach, ehe Pascal Durak in zweifacher Überzahl zum 1:2 traf. Hätte Kevin Klier in den nächsten Minuten nicht so hervorragend gehalten, wäre das Match in der 13. Minute nicht 1:3, sondern, 1:7 gestanden. Im Angriff der Rothemden fehlte es an Bewegung, an Schnelligkeit und auch an Durchsetzungsvermögen. In die Schnittstellen wagte es kaum einer, und so kamen die Philipp Grimm & Co im ersten Durchgang zu relativ wenigen Abschlüssen. Die wurden oft auch Beute des TuS-Schlussmannes Peter Tatai und so standen nach 30 Minuten nur sieben Tore in der Eulen-Statistik.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn schienen eine Wende herbeizuführen, denn die TSG benötigte nicht einmal drei Zeigerumdrehungen, um auszugleichen. Auch nach gut 40 Minuten waren beide Teams ergebnismäßig auf Augenhöhe, doch der Bundesligaabsteiger legte nach dem 14:14-Zwischentsand ruck, zuck einen 4:0-Lauf aufs Parkett und profitierte auch in diesem Abschnitt von Fehlern in der Offensive des Gastgebers. Die Partie schien in der 52. Minute beim 19:21 wieder offen zu sein, doch dann kassierten die Pfälzer ein Unterzahltor durch Kenji Hövels und zwei Minuten später einen weiteren Gegentreffer durch Ramon Tauabo. Auch die Rote Karte für Lukasz Gierak nach einem wüsten Ellbogenschlag an die Stirn von David Schmidt brachte die Gäste nicht mehr in ernsthafte Gefahr. Der TuS war an diesem Abend in der Friedrich-Ebert-Halle nicht unschlagbar, aber die Auswahl von Ben Matschke leistete sich einfach zu viele Fehler, um sich den vierten Heimsieg sichern zu können. Am Ende verlor die Matschke-Formation mit 22:24 und bleibt mit nun 12:8 Punkten auf Rang acht platziert.

Ob der ersten Halbzeit mächtig sauer: Ben Matschke (Foto: Harry Reis)

„Alles, was wir uns vorgenommen hatten, was auf dem Plan steht, haben wir irgendwo vergessen auf dem Weg auf die Platte“, monierte Cheftrainer Ben Matschke auf der Pressekonferenz. „Die erste Halbzeit war schlecht, das kann ich so nicht akzeptieren. Die Jungs haben eine entsprechende Halbzeitansprache gehört. In der zweiten Halbzeit, nur mal zum Vergleich, halbieren wir die Zahl an technischen Fehlern, haben auf einmal 10 Gegenstöße, nur einen in der ersten Halbzeit. Natürlich war es unglücklich, dass wir uns in diesen Tempogegenstößen ´ne Vielzahl an wirklich hochkarätigen Chancen erarbeitet haben, aber die wir halt nicht gemacht haben. Aber die hatten wir in der ersten Halbzeit gar nicht, weil wir irgendwo den Mut einfach nicht gehabt haben. Mit dieser zweiten Halbzeit kann man aufbauen, das wird´ ich auch so weitergeben.“ Pascal Kirchenbauer sah in den ersten 30 Minuten „eine miserable Angriffsleistung. Wir hatten keine Überzeugung und keinen Mut und sind nicht ins Spiel gekommen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit schon besser gemacht. Wir haben 15 Tore geworfen und hätten 20 oder gar noch mehr erzielen können. Wir sind schon etwas enttäuscht, nun gilt es nach vorne zu schauen, die nächsten Aufgaben warten auf uns.“ David Schmidt, der eine Gehirnerschütterung erlitt, fand, dass „wir nicht mutig genug aufgetreten sind, wir wussten um die harte Spielweise des TuS. In der zweiten Halbzeit haben wir es geschafft, in die Lücken zu gehen, und hatten auch mehr Bewegung in unserem Spiel. Leider konnten wir dem Spiel keine Wende mehr geben, das ist schon ärgerlich.“

Die Statistik:

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (2/2), Dietrich (1), Heß (2), Feld (1), Falk (4), Durak (1), Djozic (3/1), Kirchenbauer, Weber (1), Dippe (3), Slaninka (3), Schmidt (1); Trainer: Ben Matschke

TuS N-Lübbecke: Balzicko, Tatai (1); Genz, Kaleb (3), Bechtloff (5), Grabaczyk, Gierak (2), Tauabo (3), Gruszka, Torbrügge (1), Zettermann (7/3), Hövels (1), Remer (1); Trainer: Aaron Ziercke

SR: Andreas Pritschow (Leinfelden-Echterdingen) & Marcus Pritschow (Stuttgart) ◊ Zuschauer: 1483 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 12:12, Grimm (15.), Feld (20.), Schmidt (27.), Dippe (34.), Heß (55., 58.) – Kaleb (5.), Grabarczyk (5., 50.), Gierak (20., 56.), Tatai (51.) ◊ Rote Karte: Gierak (56.) ◊ Siebenmeter: 3/3 – 4/3, Zettermann trifft den Posten (15.) ◊ Team-Time-out: 11:49, 52:59 – 24:03, 41:22, 58:32

Spielfilm: 1:2 (5.), 2:4 (13.), 3:6 (16.), 5:8 (24.), 7:10 (HZ) – 10:10 (33.), 14:14 (41.), 15:19 (47.), 19:23 (55.), 22:24 (Ende)