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Rimpar kommt zu den Eulen, Oli Heß: „Wir wollen eine Reaktion zeigen“

Oliver Heß: "Das Spiel gegen Rimpar ist sehr interessant und eines der attraktivsten Spiele, die es in dieser Saison in der Friedrich-Ebert-Halle noch geben wird." (Foto: Harry Reis)

(gek) Über 20 TSG-Fans waren am letzten Freitag nach Essen gefahren, zur Unterstützung und in der Hoffnung, dass dem Zweier gegen Rostock nun gegen TuSEM der nächste folgen möge. Doch die Combo von Stephan Krebietke, die wenige Tage zuvor auf eigenem Parkett der HG Saarlouis 23:28 unterlegen war, machte diese Hoffnung zunichte. Dabei hatten die Eulen einen Start nach Maß und lagen nach 16 Minuten mit 8:3 vorne. Großen Anteil daran hatte Keeper Kevin Klier, der für einen Einsatz grünes Licht erhalten hatte und mit zahlreichen Paraden glänzte. Doch der weitere Ablauf nahm im Vergleich zur Rostock-Partie einen anderen Verlauf. Innerhalb der nächsten, nicht einmal sechs Minuten glich Essen aus, wobei in dieser Phase der Angriff der Pfälzer außer Rand und Band war. Die Zuspiele an den Kreis verpufften, nicht gut vorbereitete Würfe landeten im Block, und kam ein Wurf mal aufs Essener Gehäuse, war Torwart Sebastian Bliß zur Stelle.

Die gegen den Abstieg kämpfenden Westdeutschen nahmen, psychologisch von Vorteil, einen knappen Vorsprung mit in die Halbzeitpause, wobei die Spielstände nach Wiederbeginn zunächst eng blieben und die Führung mehrfach wechselte. Als Ben Matschke zum dritten Mal die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legte, führte Essen indes mit 23:18. Zu spielen waren keine neun Minuten mehr und auch bis zur Schlusssirene blieb es auf TSG-Seite bei zu vielen Ballverlusten, ungeduldigem Spiel, inkonsequenten Abschlüssen und vergebenen Kontern. In der Summe war das schlicht zu viel des Schlechten, um in Essen an Zählbarem schnuppern zu können. „Wir haben mit unseren Fehlern Essen ins Spiel gebracht und auch den Torwart warm geschossen“, analysierte Oliver Heß die Partie in der Ruhrgebietsmetropole. „Halbherzige Anspiele und Halbchancen, die brachten Essen viele Gegenstöße. Und als wir in der zweiten Halbzeit in Rückstand gerieten, sind wir in unseren Aktionen leider immer hektischer geworden“, wertete der Linkshänder.

Der dreifache deutsche Meister schnappte sich die zwei Punkte und zog in der Tabelle mit Ferndorf, Hamm und Wilhelmshaven gleich. Die TSG bleibt trotz der achten Saisonniederlage auf Rang sechs notiert und fiebert jetzt dem Duell mit dem Tabellendritten entgegen.

Zum ersten Mal im neuen Jahr präsentiert sich das Team von Ben Matschke seinem Heimpublikum, zu Gast ist am Freitag, 17. Februar 2017, die DJK Rimpar Wölfe. Der Anwurf in der Friedrich-Ebert-Halle ist um 19 Uhr, Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen und an der Abendkasse. Der Trainer des letztjährigen Vierzehnten, Dr. Matthias Obinger, verlängerte kürzlich seinen Vertrag bis 2019. Zuvor hatten bereits einige Spieler ihre Zusage gegeben, auch künftig für die Wölfe am Ball zu sein, beispielsweise Torwart Max Brustmann, Steffen Kaufmann und Julian Sauer. Die DJK, das zeigt ihre bisherige Entwicklung und die aktuelle Platzierung, wird bereits in der laufenden Runde ein Kandidat für den Aufstieg sein. Das Management ist rührig, hat in Sachen Vermarkungsmöglichkeiten und Zuschauerzahlen mit der Umsiedlung ins nahe Würzburg einen nächsten Entwicklungsschritt gemacht und könnte einen ähnlichen Weg gehen wie der TV Bittenfeld, der heute TBV Stuttgart heißt. Rimpar hat 21 Spiele absolviert und bereits 30 Punkte gesammelt, in der letzten Runde waren es am Ende 31 Zähler gewesen – was für eine Entwicklung.

Das Hinrundenspiel war für Ben Matschkes Auswahl die erste Auswärtsaufgabe gewesen. Die wurde bravourös gelöst, David Schmidt und seine Kollegen gewannen mit 30:27. Rimpar gab im weiteren Saisonverlauf zu Hause nur noch gegen Nordhorn einen Zähler ab, was die DJK in der Heimtabelle zur zweitbesten Mannschaft macht. Auch die Auswärtsbilanz ist mit 11:9 Zählern positiv und klar ist eins: das Match gegen Rimpar wird für die Eulen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Die Obinger-Formation kommt, jahresübergreifend, mit einer Ausbeute von 9:1 Punkten aus den letzten fünf Spielen an den Rhein und hat die beiden Auftaktbegegnungen im neuen Jahr gegen Bad Schwartau und Wilhelmshaven gewonnen.

„Rimpar hat mit Steffen Kaufmann, Benni Herth und Patrick Schmidt einen sehr starken Rückraum“, berichtet Oliver Heß. „Das sind alles keine groß gewachsenen Spieler, aber sie sind schnell, haben viele Wurfvarianten drauf und sind technisch exzellente Handballer. Das Spiel gegen Rimpar ist sehr interessant und eines der attraktivsten Spiele, die es in dieser Saison in der Friedrich-Ebert-Halle noch geben wird. Wir freuen uns auf diese Partie und wollen eine Reaktion zeigen.“ Nach langer Verletzungspause kehrt Denni Djozic wieder in den Kader zurück. „Ich bin dabei“, freut sich der Linksaußen auf sein Comeback. „Ich bin erst vor kurzem wieder ins Training eingestiegen und zuallererst gilt es, die Form wiederzufinden.“ Denni Djozic hat großen Respekt vor der DJK: „Rimpar ist ein unangenehmer Gegner, ist gut drauf und hat einen Lauf. Es ist eine spielerisch sehr starke Mannschaft, doch wir sind zu Hause und haben Heimvorteil, den wir mit Hilfe unserer TSG-Fans nutzten wollen, ich bin zuversichtlich.“