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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Remis in Bietigheim - Alex Feld: „Heute haben wir uns wenig vorzuwerfen“

Jan Remmlinger jubelt: Seine insgesamt vier Tore erzielte der Rechtshänder innerhalb von nur sechs Minuten. (Foto: wolf-sportfoto)

Irgendwie war es am Ende nur schlüssig, dass es im dritten Duell zwischen der SG BBM Bietigheim und der TSG Ludwigshafen-Friesenheim keinen Sieger geben sollte. Ein Gewinner wurde zuvor in den beiden anderen Begegnungen ermittelt, denn die Württemberger hatten das Hinspiel mit 29:26 gewonnen und die Eulen die Partie im DHB-Pokal mit 32:29 für sich entschieden. Nun ging gestern Abend nach 60 megaspannenden Minuten in der Sporthalle am Viadukt ein 31:31 in die Saisonstatistik ein, wobei dieser Vergleich „Werbung für den Handballsport“ war, wie SG-Coach Hartmut Mayerhoffer auf der Pressekonferenz verlauten ließ. Am Ende war dieses Remis kein ungerechtes Resultat, womit die Hausherren ihren Aufstiegsplatz sicherten und die Eulen einen Rang nach oben kletterten und nun mit 30:20 Punkten auf Platz fünf notiert sind.

Beide Teams spielten vor über 1300 Besuchern vom ersten Anwurf weg mit einem hohen Tempo, was die Abwehrreihen mächtig forderte. Keiner Mannschaft gelang in der ersten Halbzeit ein 2-Tore-Vorsprung, was sich im zweiten Abschnitt ändern sollte. Hatten die Hausherren, die mit einer 17:16-Führung in die Kabinen gegangen waren, in der zweiten Hälfte den besseren Start, kamen die Eulen nach dem 21:24-Rückstand wieder in die Partie zurück. Alex Falk gelang mit einem sagenhaften Dreher das 22. TSG-Tor und Kai Dippe setzte den nächsten Treffer. Nachdem Paco Barthe das 27:25 erzielt hatte, machte Denni Djozic im Gegenzug das 27:26. Dann ließ Jan Remmlinger gleich zwei Goals folgen und die in gelben Auswärtstrikots spielenden Pfälzer führten mit 28:27 (51.). Das Pendel schien in der 56. Minute vollends in Richtung der Matschke-Fraktion auszuschlagen, nachdem Jan Remmlinger in Unterzahl das 31:29 markiert hatte. Aber Robin Haller und Jan Asmuth glichen in den kommenden zwei Minuten aus, und noch waren fast drei Minuten zu spielen. „Das wird ein Herzschlagfinale“, verkündete Hallensprecher Michael Kloiber. Wie wahr! Zunächst nahm Aron Edvardsson ein Wurf weg, dann auf der Gegenseite auch Mathias Lenz. Nun lag in der Schlussminute der Vorteil auf Seiten der TSG, doch nach nur 20 Sekunden zeigten die Schiedsrichter Zeitspiel an. „Schade, dass wir nicht länger spielen durften“, äußerte sich Ben Matschke zu dieser Einschätzung des Schiedsrichterduos. Unter Zeitdruck gelang der TSG kein optimaler Abschluss, der eine Beute von Aron Edvardsson wurde. Dem Tabellendritten blieben elf Sekunden, um sich doch noch zwei Zähler zu sichern. Das gelang der Truppe von Hartmut Mayerhoffer freilich nicht.

„Wir wussten um das Hauptangriffsmittel der Bietigheimer“, sagte Patrick Weber. „Ihre schnelle Mitte und zweite Welle haben wir sehr gut verteidigt.“ Und der Rechtshänder ergänzte seine Analyse: „Beide Mannschaften haben eine gute Angriffsleistung geboten, auch in Unterzahl. Wir haben heute vieles richtig gemacht. Leider wurde uns die Chance genommen, das Spiel zu gewinnen.“ Alex Feld war mit dem Ausgang der Partie letztlich zufrieden: „Mit David und Gunnar kam Qualität zurück in unser Spiel, das war wichtig. Heute haben wir uns wenig vorzuwerfen. Es war ein klarer Schritt nach vorne, den Punkt nehmen wir mit.“ Carsten Hoffmann, der Sportliche Leiter, gefiel besonders, „wie die Mannschaft gefightet und immer daran geglaubt hat, was mitzunehmen. Das war schon beeindruckend.“ Cheftrainer Ben Matschke beeindruckte die „tolle Atmosphäre“ und vergaß die mitgereisten TSG-Fans nicht: „Danke an die Pfalz.“

Am Mittwoch, 29. März 2017, geht es für die Eulen mit dem Heimspiel gegen den ThSV Eisenach weiter. Der Anwurf in der Friedrich-Ebert-Halle ist um 19:30 Uhr (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Die Statistik:

SG BBM Bietigheim: Ebner, Edvardsson; Haller (2/1), Rentschler (2), Dahlhaus (2), Schäfer (2/1), Babarskas (6), Barthe (4), Asmuth (4), Scholz, Döll (8), Emrich, Emanuel (1); Trainer: Hartmut Mayerhoffer

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Röpcke, Lenz; Grimm (2/2), Dietrich (1), Haider, Heß, Feld (5), Remmlinger (4), Falk (2), Durak (3), Djozic (2), Weber (4), Dippe (2), Schmidt (6); Trainer: Ben Matschke

SR: Thomas Hörath (Zirndorf) & Timo Hofmann (Münchberg) ◊ Zuschauer: 1320 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 6:14, Dahlhaus (17.), Barthe (44.), Babarskas (52.) – Dippe (6.), Grimm (27.), Heß (34.), Matschke (39.), Falk (46.), Djozic (51.), Dietrich (54.) ◊ Siebenmeter: 5/2 – 3/2, Schäfer scheitert an Röpcke (2., 27.), Babarskas an Lenz (46.) – Djozic feuert die Kugel an den Querbalken (40.) ◊ Team-Time-out: 22:36, 50:23, 59:49 – 25:08, 41:17, 57:18

\Spielfilm: 2:2 (6.), 4:5 (12.), 7:8 (17.), 11:10 (22.), 14:14 (26.), 17:16 (HZ) – 20:17 (33.), 23:20 (41.), 25:24 (45.), 27:28 (51.), 29:31 (56.), 31:31 (Ende)