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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Patrick Weber: „Zum Spaß am Handball zurückfinden“

Nach seiner Gehirnerschütterung wieder dabei: David Schmidt. (Foto: Harry Reis)

(gek) Die personelle Situation bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim entspannt sich. Und das ist ein echter Lichtblick, ein positives Zeichen, das das Trainerteam und die Spieler um Kapitän Philipp Grimm mit Freuden zur Kenntnis nehmen. Endlich konnte in dieser Woche im Training die Qualität deutlich angehoben werden, weil Gunnar Dietrich und David Schmidt grünes Licht bekommen hatten – und so war eine Trainingsspielpraxis mit hoher Intensität wieder möglich, genau das, was sich ein Trainer wünscht.

Gunnar Dietrich kehrt ebenfalls auf die Platte zurück und soll der Abwehr deutlich mehr Stabilität verleihen. (Foto: Harry Reis)

Wunschgemäß verliefen die jüngsten Auftritte der Eulen indessen nicht. Die Rothemden unterlagen in der zweiten Novemberwoche N-Lübbecke mit 22:24 und haderten danach mit ihrer Chancenverwertung. Neun Tage später folgte das Match in Konstanz, das deutlich an die Gastgeber ging, 33:28 hieß es am Ende. „Konstanz war so eine Art emotionaler Tiefpunkt“, beschrieb Patrick Weber die Gemütsverfassung der Eulen. „Die Verletzung von Pascal war ein Schock für die Mannschaft, das hat man gemerkt.“ Und der Rückraumspieler analysierte weiter: „Wir haben viele Fehler gemacht, waren nicht so richtig da, und wir haben es nie geschafft, uns so richtig reinzukämpfen.“ Zwei Tage darauf sollte gegen Ferndorf die Wende her, doch der TuS warf erstmals in dieser Saison über 30 Tore, was nach 60 Minuten reichte für den zweiten Auswärtssieg der Siegerländer. „Nach der Niederlage in Konstanz hatten wir uns vorgenommen, mit einer anderen Einstellung ins Spiel zu gehen“, sagte Denni Djozic. „Wir wollten es unseren Zuschauern zeigen und unsere Einstellung war vorbildlich. Doch dann sind uns wieder einige Fehler passiert, die Ferndorf nutzte. Man muss einfach festhalten, dass uns David in der Abwehr und im Angriff fehlt. Und auch Günnes vermissen wir sehr.“ Philipp Grimm zieht ein Zwischenfazit: „12:12 Punkte, das haben wir uns anders vorgestellt. In Konstanz waren wir richtig schlecht. Gegen Ferndorf ist uns aber kämpferisch nichts vorzuwerfen. Dennoch ist es so, dass zu wenige Leute an ihr Maximum herankommen.“

Den Spaß am Handball wiederfinden will Patrick Weber mit seinen Kollegen. (Foto: Harry Reis)

Am Sonntag, 27. November 2016, steht nun das siebte Auswärtsspiel für das Team von Ben Matschke auf dem Plan. Es geht für Kai Dippe und seine Kollegen zur HSG Nordhorn-Lingen, der Anwurf in der EmslandArena ist um 17 Uhr. „Es könnte kaum schwerer sein“, stellt Patrick Weber trocken fest. Diese Begegnung ist für die Pfälzer der Auftakt einer „englischen Woche“, es folgt am Mittwoch das Match gegen Dessau. Den Abschluss bildet der Vergleich mit dem VfL Bad Schwartau (für beide Heimspiele: Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Philipp Grimm: "Wir sind in Nordhorn Außenseiter." (Foto: Harry Reis)

Die Truppe von Heiner Bültmann, in der vergangenen Saison Achter und ein Jahr davor Vierter, zeichnet sich als besonders homogene Mannschaft aus. Nur wenige Personalrochaden vor dieser Runde garantierten ein schnelles Finden und Einspielen, und so punktete der frühere Erstligist, der beispielsweise in Frank Schuhmann und Lasse Seidel, im Niederländer Nicky Verjans und in Jens Wiese einige Schlüsselspieler vorzeigen kann, vor allem zu Hause. Nur Tabellenführer Bietigheim gelang es bislang bei der HSG, Zählbares mit auf den Nachhauseweg zu nehmen. Mit 16:10 Zählern ist Nordhorn auf Platz sechs eingereiht, und die nächsten fünf Partien bis zur Winterpause werden zeigen, ob sich die Bültmann-Formation, die die letzten vier Spiele alle gewann, in diesem Bereich wird festsetzen können. „Es wird die nächste schwierige Aufgabe, aber wir freuen uns dennoch darauf“, sagt Patrick Weber. „Es gilt für uns, zum Spaß am Handball zurückzufinden.“ Philipp Grimm lobt die Trainingssteuerung von Ben Matschke: „Die Situation ist nicht einfach, aber wie er das macht, ist schon klasse. Er lässt uns auch wissen, dass er sehr zufrieden ist, wie wir arbeiten. Und er weist darauf hin, dass wir uns dafür endlich wieder selbst belohnen müssen. Gut, wir sind in Nordhorn Außenseiter, aber wir wollen alles geben und dann sehen wir, ob das das reichen wird.“

Nicht dabei sind in Nordhorn die am Knie verletzten Dominik Claus und Pascal Kirchenbauer, der nach seiner OP am vergangenen Donnerstag heute nach Hause konnte. Fehlen wird zudem Oliver Heß, der sich ein Magen-Darm-Virus eingefangen hat. Rückraumtalent Robin Egelhof hingegen wird die Reise ins Emsland mitmachen.