TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Niederlage in Aue: Hinten heraus hat die Power gefehlt

War in Aue mit neun Treffern der erfolgreichste Torschütze: David Schmidt (Foto: Harry Reis)

(gek) Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat den Vergleich in Aue verloren. Nach drei Siegen in Folge unterlagen die Eulen dem EHV mit 26:30. In der intensiv geführten Partie, die zur Pause unentschieden stand, machten sich im zweiten Durchgang die fehlenden Wechselmöglichkeiten der Eulen bemerkbar. Ohne fünf Kaderspieler (Claus, Djozic, Heß, Kirchenbauer, Klier) waren die Optionen für Cheftrainer Ben Matschke von vornherein ziemlich eingeschränkt. Zudem war ein mehrfaches Unterzahlspiel in den letzten 20 Minuten ein Nachteil. Hinzu kam, dass die Abwehr in der zweiten Hälfte nicht mehr kompakt stand und Aue zu einigen einfachen Toren aus dem Rückraum und vom Kreis kam. Der EHV Aue, der sein erstes Heimspiel unter der Leitung von Stephan Swat bestritt, hatte in der Fan-Unterstützung ein großes Plus und agierte beileibe nicht wie ein Team, das sich Sorgen um den Klassenerhalt machen müsste. „Das war eine starke Leistung von Aue“, registrierte TSG-Kapitän Philipp Grimm. Der Trainerwechsel hat seine Wirkung beim letztjährigen Siebten nicht verfehlt, brachte doch bereits das erste Match in Rostock ebenfalls zwei Punkte ein. Maik Handschke weg, Stephan Swat da – und der Erfolg ist zurück.

Philipp Grimm: „Kämpferisch war das gut, was wir abgeliefert haben. Aue hatte letztlich mehr Wechselmöglichkeiten." (Foto: Harry Reis)

Um 8:40 Uhr machte sich der ausgedünnte TSG-Kader auf die Reise nach Lößnitz, um am späteren Nachmittag gegen Aue den positiven Trend der letzten Spiele fortzusetzen. Und der Start gelang, denn sowohl David Schmidt als auch Alexander Feld gelang ein Führungstreffer. Doch ein 4:0-Lauf des EHV drehte die Partie, und die Zuschauer gerieten in beste Stimmung. Gunnar Dietrich und Philipp Grimm stellten den Anschluss her, zum Gleichstand sollte es vorerst nicht reichen. Den machten Alexander Feld und David Schmidt perfekt, 8:8 lautete der Spielstand in der 20. Minute, wobei dazu auch Keeper Roko Peribonio mit drei Paraden einen wesentlichen Beitrag leistete. Das Match blieb eng und nach einem Doppelschlag durch Philipp Grimm und Davis Schmidt lag die Matschke-Fraktion mit 11:10 vorne. Dass es schließlich mit einem Gleichstand und nicht mit einer TSG-Führung in die Kabinen ging, lag an Fehlabschlüssen. Hierbei zeichnete sich Robert Wetzel mehrfach aus.

Ben Matschke: „Wir haben in der zweiten Hälfte in der Abwehr nicht mehr so den Zugriff bekommen.“ (Foto: Harry Reis)

In der zweiten Hälfte netzte zunächst Patrick Weber in Unterzahl ein, 75 Sekunden später traf der Rechtshänder zur nochmaligen Führung. In den nächsten Minuten drehte Aue das Spiel, weil der TSG-Angriff seine Chancen liegen ließ. Doch aus dem 17:15 machten Philipp Grimm und David Schmidt einen weiteren Gleichstand (40.). Die Gastgeber markierten dann drei Treffer in Serie, und die TSG-Spieler kämpften, aber der Kräfteverschleiß machte sich mehr und mehr bemerkbar. Aue profitierte in der Schlussviertelstunde von mehrfachen Überzahlsituationen, blieb stets in Führung und der frühere TSG-Akteur Arni Thor Sigtryggsson besiegelte gut drei Minuten vor dem Ende mit seinem dritten Torzum 28:23 die 7. Saisonniederlage der Rothemden.

Pascal Durak: „Wir haben den Kampf angenommen, aber hinten heraus hat uns die Power gefehlt." (Foto: Harry Reis)

„Wir haben in der zweiten Hälfte in der Abwehr nicht mehr so den Zugriff bekommen“, wertete Ben Matschke. Egal, ob wir in der 5:1- oder 6:0-Formation gespielt haben, haben wir das nicht mehr so verteidigen können. Hinten heraus sind uns schon die Körner ausgegangen, haben uns die Alternativen gefehlt, das Fehlen von fünf Spielern hat sich bemerkbar gemacht. Das Publikum stand hinter seiner Mannschaft und war ein Faktor. Aue hat sehr stabil gespielt, der Trainerwechsel hat dem EHV gutgetan.“ Kapitän Philipp Grimm sah die TSG „in der ersten Halbzeit noch gut dabei. Kämpferisch war das gut, was wir abgeliefert haben. Aue hatte letztlich mehr Wechselmöglichkeiten und bot eine starke Leistung.“ Pascal Durak fand, dass „Aue nichts Verrücktes machte. Der EHV hatte eine volle Bank und da kam Qualität von der Bank aufs Feld. Der Trainerwechsel hat bei der Mannschaft für die beabsichtigte Reaktion gesorgt, jeder wollte sich beweisen. Aue hat richtig guten Handball gespielt und kam in der zweiten Halbzeit zu vielen leichten Toren. Wir haben den Kampf angenommen, aber hinten heraus hat uns die Power gefehlt.“

Die Partie in Aue war für die TSG-Handballer der Auftakt einer „englischen Woche“. Am Mittwoch heißt im DHB-Pokal-Viertelfinale der Gegner THW Kiel, die Friedrich-Ebert-Halle ist ausverkauft. Am Samstag, 17. Dezember 2016, kommt der Wilhelmshavener HV nach Friesenheim (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen). Es ist das letzte Heimspiel in diesem Jahr.

Die Statistik:

EHV Aue: Wetzel, Töpfer; Meinhardt (3), Roch (3), Bornhorn (4), Mäggi, Sigtryggsson (3), Faith (4), Jungemann (1), Gunnarsson, Remke (2), Runarsson (2), Paraschiv (1), Pechstein (7/3); Trainer: Stephan Swat

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Röpcke, Peribonio; Grimm (5/3), Dietrich (1), Feld (4), Falk (1), Durak, Schleidweiler, Weber (3), Dippe (2), Slaninka (1), Schmidt (9); Trainer: Ben Matschke

SR: Pawel Fratczak (Kamp-Lintfort) & Paul Ribeiro (Diepholz) ◊ Zuschauer: 1300 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 8:12, Meinhardt (3.), Runarsson (24.), Gunnarsson (38.), Sigtryggsson (53.) – Slaninka (30., 59.), Dietrich (42.), Dippe (47., 58.), Durak (50.) ◊ Siebenmeter: 3/3 – 4/3, Grimm verwirft gegen Töpfer (38.) ◊ Team-Time-out: 28:58 – 26:02, 42:40, 56:00

Spielfilm: 5:4 (11.), 8:8 (20.), 6:8 (17.), 10:10 (24.), 13:13 (HZ) – 17:17 (40.), 23:19 (47.), 25:22 (53.), 28:23 (57.), 30:26 (Ende)