TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Keine 100 Prozent – Eulen verlieren Derby in Leutershausen

Leider kein Punktgewinn an alter Wirkungsstätte: Pascal Durak verliert mit seinen Kollegen das Derby in Leutershausen. (Foto: Harry Reis)

(gek) Der VfL Bad Schwartau bleibt das bislang einzige Team, das in Leutershausen gepunktet hat. Nach dem EHV Aue und dem Wilhelmshavener HV verließ nun auch die TSG Ludwigshafen-Friesenheim die Heinrich-Beck-Halle mit leeren Händen. Das Team von Ben Matschke verlor vor einer stimmungsvollen Kulisse das regionale Derby beim Aufsteiger nach einer 15:14-Halbzeitführung mit 27:28 und gab nach vier Siegen in Folge erstmals in dieser noch jungen Saison Zähler ab. 8:2-Punkte sind dennoch ein klasse Wert, was Carsten Hoffmann, neben Rudolf Heßler der zweite Sportliche Leiter, so kommentierte: „Der Start ist dennoch à la bonne heure, wir sind voll im Soll.“

Den Pfälzern gelang es nicht, der Partie ihren Stempel aufzudrücken, denn es gab keine Phase, in der sie das Spiel dominiert hätten. Das lag daran, dass die Abwehr Probleme mit den Halben Stefan Salger und Valentin Spohn hatte, aber ihr auch der erst wenige Tage zuvor verpflichtete Marcel Möller immer wieder Schwierigkeiten am Kreis bereitete. So war es nicht möglich, dass die Eulen sich hätten Sicherheit über eine gute Defensivleistung holen können. Darüber hinaus spielte eine schwache Wurfausbeute der TSG-Offensive im zweiten Durchgang den Hausherren in die Hände. 12 Treffer waren schließlich zu wenig, um Zählbares mit auf den Nachhauseweg zu nehmen. Wobei auch festzuhalten ist, dass die Truppe von Marc Nagel einen starken Auftritt aufs Parkett legte: sie spielte engagiert, trat unbekümmert auf und verlor nie den Glauben, das Match auch gewinnen zu können. Die Begegnung prägten stets enge Spielstände. Der höchste Vorsprung, den sich beide Mannschaften erarbeiten konnten, war eine 2-Tore-Differenz. Schließlich fiel die Entscheidung dadurch, dass die TSG in den letzten fast zweieinhalb Minuten kein Tor mehr gelang, weil auch Denni Djozic einen Siebenmeter nicht am starken Alexander Hübe vorbei brachte, Patrick Webers Wurf im Block landete und ein Pass von Gunnar Dietrich abgefangen wurde. „Das war ein Dämpfer zur rechten Zeit“, meinte Kapitän Philipp Grimm, der zudem anmerkte: „Die SGL hat geil gespielt. Wir sind keine Übermannschaft und verloren haben dieses Spiel im Angriff.“

Alex Feld war mit acht Toren zweitbester TSG-Werfer. (Foto: Harry Reis)

Die Eulen, begleitet von rund 300 Anhängern, hatten einen guten Start, erzielten durch Alex Feld bei angezeigtem Zeitspiel den ersten Treffer, und Gunnar Dietrich legte nach. Nachdem Kevin Klier einen Wurf von Stefan Salger entschärft hatte, zog Martin Slaninka einen Siebenmeter. Wer weiß, wenn Philipp Grimm diesen Strafwurf zu einer 3:0-Führung verwandelt hätte, wie das Match dann gelaufen wäre. Keeper Alexander Hübe parierte, und sein Kollege Stefan Salger netzte zum ersten Mal ein. Dann landete ein Grimm-Heber auf der Oberkante der Latte und auch ein Konter von Pascal Durak fand nicht ins Ziel. Stattdessen markierte Christopher Räpple das 2:2, und als auch Oliver Heß an Alexander Hübe gescheitert war, schaffte Sascha Pfattheicher die erste SGL-Führung (9.). Nun folgte eine fast viertelstündige Spielphase, in der Kai Dippe & Co stets der Ausgleich gelang, aber kein eigener Torvorteil, dies glückte erst wieder David Schmidt nach gut 24 Minuten. Und bis zur Halbzeit drehte sich nun die Führungsrolle, die TSG legte vor und der Neuling glich jeweils aus. Mit einem 14:15 ging es in die Kabinen, was einen spannenden zweiten Durchgang versprach.

Die Kreisläufer hatten einen ganz schweren Stand, hier Martin Slaninka. (Foto: Harry Reis)

Erneut kam die Matschke-Formation besser in die Gänge als der Kontrahent, sorgten Philipp Grimm und Pascal Durak für eine zweite 2-Tore-Führung der TSG, was die Eulen-Fans hoffen ließ. Doch nach einer fünfminütigen Angriffsflaute war dieser Vorteil wieder weg, führte die SGL mit 18:17 (38.). Philipp Grimm drehte die Partie mit einem Doppelschlag, und in der 46. Minute netzte der Kapitän zum 21:23 ein. Der TSG gelang es freilich nicht, diesen Vorsprung zu stabilisieren oder gar auszubauen. Binnen vier Minuten brachte ein 4:0-Lauf des Gastgebers die einheimischen Fans in beste Laune, und diese Phase versetzte die Auswahl von Marc Nagel in regelrechte Euphorie. „Das hat den Kessel richtig angeheizt“, merkte Carsten Hoffmann dazu an. Zwar stellten Alex Feld und Philipp Grimm mit ihren Goals einen weiteren Gleichstand her, doch eine Führung gelang den Pfälzern nicht mehr. In den letzten acht Minuten leisteten sich die TSG-Spieler im Angriff zu viele Fehlaktionen, um Leutershausen unter Druck setzen zu können. Die Bergsträßer erzielten durch Sascha Pfattheicher in der 58. Minute den entscheidenden Treffer und verteidigten ihre 1-Tore-Führung bis zur Schlusssirene.

Grandiose Unterstützung erfuhr das Team von Ben Matschke von rund 300 TSG-Fans. (Foto: Harry Reis)

„Leutershausen hat verdient gewonnen“, gratulierte TSG-Chefcoach Ben Matschke den Hausherren verbal auf der Pressekonferenz. „Die SGL hat das Maximale aus sich herausgeholt. Wir haben heute nicht abgeklärt genug gespielt und immer wieder schlechte Entscheidungen getroffen.“ Co-Trainer Frank Müller monierte, dass „wir stellenweise nicht clever genug gespielt und viele Bälle vertändelt haben. Letztlich waren wir nicht abgezockt genug, schlossen im Angriff phasenweise zu überhastet ab und in der Abwehr hat immer wieder der Kontakt gefehlt. Gefühlt war es für mich eine unnötige Niederlage.“ Für Patrick Weber war die erste Saisonniederlage „ein Weckruf. Das Problem war, dass wir bei nach unseren 2-Tore-Vorsprüngen nicht den nächsten Schritt setzen konnten. Je länger der Spielstand eng war, desto euphorischer wurde Leutershausen und das Ganze schwieriger für uns. Wir hatten heute so einen geilen Fanblock, umso enttäuschender ist es, dass wir verloren haben.“

Das nächste Spiel bestreitet die TSG Ludwigshafen-Friesenheim am kommenden Sonntag, 9. Oktober 2016, gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter SG BBM Bietigheim, angeworfen wird in der Friedrich-Ebert-Halle um 17 Uhr (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Die Statistik:

SG Leutershausen: Hübe, Mangold; Wetzel, Zahn, Salger (4), Räpple (6/3), Pfattheicher (6), Lierz, Ruß, Spohn (7), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller (5); Trainer: Marc Nagel

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (10/4), Dietrich (1), Heß, Feld (8/1), Falk, Durak (2), Djozic, Weber (3), Dippe (1), Slaninka, Schmidt (2); Trainer: Ben Matschke

SR: Pawel Fratczak (Kamp-Lintfort) & Paulo Ribeiro (Diepholz) ◊ Zuschauer: 1100 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 14:10, Kubitschek (9.), Conrad (17., 41.), Wetzel (24.), Räpple (27.), Liviu (43., Bankstrafe), Salger (46.) – Schmidt (20.), Falk (30.), Dippe (34., 54.), Dietrich (44.) ◊ Siebenmeter: 3/3 – 9/5, Hübe hält gegen Grimm (4., 40.), Feld wirft übers Gehäuse (49.), Djozic scheitert an Hübe (59.) ◊ Team-Time-out: 19:10, 46:08, 55:57 – 21:11, 51:44, 59:12

Spielfilm: 2:2 (8.), 5:5 (14.), 9:9 (21.), 10:11 (25.), 13:13 (29.), 14:15 (HZ) – 15:17 (34.), 18:17 (38.), 20:21 (45.), 24:23 (49.), 26:26 (55.), 28:27 (Ende)