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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Kein Geburtstagsgeschenk für Roko

Hatte in Eisenach die dritte Niederlage in Folge zu kommentieren: TSG-Trainer Ben Matschke. (Foto: Frank Arnold, Fotostudio Gräbedünkel)

(gek) Zum ersten Mal, seit Ben Matschke Cheftrainer bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim ist, hat sein Team eine dritte Niederlage hintereinander einstecken müssen. Nachdem die Eulen das Derby in Leutershausen und danach auch das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer SG BBM Bietigheim verloren haben, gab es am gestrigen Samstagabend für die Pfälzer in Eisenach ebenfalls nichts zu holen. Die Rothemden unterlagen dem Bundesligaabsteiger nach einem 10:14-Halbzeitstand letztlich mit 21:26 und sind nun mit 8:6 Zählern auf Rang acht notiert. Die Thüringer hingegen bleiben dank ihres fünften Zweiers in Folge mit 12:4 Punkten als Vierter in Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen zwei und drei. „Wir haben uns nicht wie ein Spitzenteam verkauft“, monierte Carsten Hoffmann, der Sportliche Leiter. So gab es kein Geburtstagsgeschenk für Roko, der auf der Heimfahrt 25 Jahre alt geworden ist.

Die TSG ging durch Philipp Grimm mit 1:0 in Führung und in den kommenden Minuten entwickelte sich eine Partie, die vor allem auf Friesenheimer Seite von Unsicherheiten im Angriffsspiel geprägt war. Ungewöhnlich viele ungenaue Zuspiele machten es der gegnerischen Defensive leicht. „Da kannst du kein Tempo machen und so gelingt es dir auch nicht, die Abwehr in Bewegung zu bringen und Lücken zu finden“, erkannte Carsten Hoffmann. „Wir haben viele Fehler im Spielaufbau gehabt“, das nehme ich auf meine Kappe“, gab sich Regisseur Alexander Feld selbstkritisch. „Wir sind ins Trudeln gekommen.“ Weil auch die 6:0-Abwehr die nötige Aggressivität vermissen ließ, zog Eisenach über die Zwischenstände von 5:2 und 7:3 auf 9:3 davon (16.). Vor allem bereitete Matthias Gerlich, der zu diesem Zwischenstand fünf Treffer beisteuerte, den Eulen große Probleme. „Die 6:0-Abwehr der TSG kam uns sehr entgegen“, stellte Thomas Levknecht, Eisenachs Pressesprecher, heraus.

Schon in der Anfangsphase mit einer Zeitstrafe belastet: Kai Dippe. (Foto: Frank Arnold, Fotostudio Gräbedünkel)

In den nächsten Minuten verkürzten Kai Dippe und Philipp Grimm den Rückstand auf 5:9 (19.), und nachdem Matthias Gerlich seinen 6. Treffer gesetzt hatte, trafen Philipp Grimm per Strafwurf und Oliver Heß (20.). Bis zum Kabinengang verhinderten Roko Peribonio, der in der 27. Minute wegen einer Handverletzung aus der Partie musste, und Kevin Klier mit mehreren Paraden einen deutlicheren Unterschied. Und so war der 4-Tore-Rückstand zur Halbzeit zu keiner unlösbaren Aufgabe im zweiten Abschnitt geworden.

Auch nach Wiederbeginn hielt Kevin Klier die Formation von Ben Matschke im Spiel. Und so glückte es Kliers Vorderleute, den Rückstand zu reduzieren. So traf Alexander Feld zum 18:15 (49.) und Denni Djozic zum 19:17 (51.). Nun schien es doch noch möglich, aus der Wartburgstadt Zählbares mitzunehmen. Doch Luthers Tor in zweifacher Unterzahl riss die ThSV-Anhänger zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Dann markierte Patrick Weber das 20:18, und Gunnar Dietrich hatte die große Gelegenheit, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch sein Wurf verfehlte das Gehäuse. Zwei Mal gelang es der TSG, die Differenz auf zwei Tore zu beschränken, ehe Eisenach in den letzten vier Minuten den Sack endgültig zumachte.

Carsten Hoffmann: "Kev hat uns die Chance eröffnet, das Ding noch zu drehen." (Foto: Frank Arnold, Fotostudio Gräbedünkel)

TSG-Fan-Beauftragter Wolfgang Busch fand es „richtig schade“, dass es nicht zu Punkten gereicht hat. Und bemerkte, dass „das Bollwerk der Abwehr nicht mehr da ist. Im Angriff waren wir oft im Zeitspiel, momentan passt nichts.“ Carsten Hoffmann sah in der ersten Viertelstunde „eine unterirdische Passqualität. Wir konnten keine Torgefahr entwickeln und haben oft kläglich abgeschlossen, das hatte kein Zweitliganiveau. Beide Torhüter nehme ich aus der Kritik. Und Kev hat uns nach seiner verletzungsbedingten Einwechslung die Chance eröffnet, das Ding noch zu drehen.“ Carsten Hoffmanns Fazit: „Es war mehr drin, aber dazu muss mehr kommen. Wir haben heute nicht die Überzeugung von uns selbst gehabt. Wir haben genügend Qualität im Kader, aber es gilt nun die Tugenden, wie zum Beispiel Mut Entschlossenheit, Leidenschaft, wiederzufinden.“

Das nächste Spiel bestreitet die TSG Ludwigshafen-Friesenheim am kommenden Mittwoch, 19. Oktober 2016, gegen den bemerkenswert gut gestarteten Neuling TV Hüttenberg, angeworfen wird in der Friedrich-Ebert-Halle um 19:30 Uhr (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen, zudem: Aktion Familienticket 2x2, Verkauf ausschließlich vorab in der Geschäftsstelle).

Die Statistik:

ThSV Eisenach: Gorobtschuk, Redwitz; Iffert (1), Wöhler (6), Luther (2), Gerlich (10/3), Miljak, Schliedermann (2), Hansen, Urban (4), Richardt (1), Heinemann, Niemeyer; Trainer: Christoph Jauernik

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (4/3), Dietrich (3), Heß (1), Feld (3), Falk, Durak, Djozic (3/2), Kirchenbauer, Weber (3), Dippe (2), Slaninka, Schmidt (2); Trainer: Ben Matschke

SR: Patrick Arndt & Christian Kobilke (beide SV Eiche Biederitz) ◊ Zuschauer: 1876 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 14:10, Hansen (9., 50.), Miljak (17., 45.), Wöhler (20.), Luther (45.), Schliedermann (51.) – Dippe (9.), Falk (18.), Grimm (22.), Slaninka (28.), Durak (58.) ◊ Siebenmeter: 6/3 – 7/5, Gerlich scheitert an Peribonio (18.), Urban und Hansen an Klier (32., 41.) – Redwitz hält gegen Grimm (5., 47.) ◊ Team-Time-out: 19:29, 46:51, 55:55 – 13:58, 52:47

Spielfilm: 3:1 (9.), 5:3 (12.), 9:3 (16.), 10:6 (20.), 13:8 (25.), 14:10 (HZ) – 15:11 (35.), 17:13 (40.), 18:15 (49.), 19:17 (51.), 22:20 (56.), 26:21 (Ende)