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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Freude auf den Saisonstart: Eulen haben Essen zu Gast

Kai Dippe und seine Kollegen wollen mit einem Heimsieg in die Runde starten. (Foto: Harry Reis)

(gek) Zum Auftakt der Zweitligasaison 2016/2017 hat die TSG Ludwigshafen-Friesenheim ein Heim- und kein Auswärtsspiel. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das letztmals in der Spielzeit 2009/2010 der Fall gewesen ist, als die Pfälzer auf Bittenfeld trafen. Danach hatten die Eulen am Rundenstart stets Auswärtsaufgaben zu lösen. Nun endlich wieder ein Start auf eigenem Terrain: In die Friedrich-Ebert-Halle kommt am Samstag, 3. September 2016, TuSEM Essen, der Anwurf ist um 19 Uhr (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Sie ist vorbei, die Vorbereitung, und in den letzten Trainingseinheiten herrschte ein schon fast ungewohntes Bild – es waren fast alle Akteure da. „15 Spieler haben voll mittrainiert“, stellte Ben Matschke zufrieden fest. Denn heuer stand die Vorbereitung unter keinem guten Stern, fehlten doch immer wieder einige Spieler wegen Verletzungen oder waren krank. Unglücklicherweise zogen sich Dominik Claus (Kreuzbandriss) und Robin Egelhof (Ermüdungsbruch) schwere Verletzungen zu und fallen deshalb bis auf weiteres aus. Trotz dieser widrigen Umstände gelang den Rothemden am vergangenen Wochenende ein Husarenstück. Mit nur 11 Spielern nach Fürstenfeldbruck gereist, schafften Gunnar Dietrich & Co das Kunststück, im DHB-Pokal den VfL Gummersbach auszuschalten und qualifizierten sich so für das Achtelfinale. Was für ein Ding!

Das Gummersbach-Spiel war anfangs der Woche noch ein Thema. „Wir haben nochmals Video geschaut und dabei herausgefiltert, was gut war“, sagte Ben Matschke und erklärte: „Wir haben mit unser bestes Spiel, weil wir im Angriff geduldig waren. Wir hatten eine hohe Wurfquote, machten wenige Fehler und hatten auch eine gute Abwehr. Speziell Weber hatte ein paar Steals, so dass wir auch zu leichten Toren gekommen sind.“

Pascal Kirchenbauer freut sich auf sein Punktspiel-Comeback: "Ein großes Spiel für mich." (Foto: Harry Reis)

„Jetzt kann`s losgehen“, freut sich Pascal Kirchenbauer ganz besonders auf den Rundenstart. Der Mittelmann war letztmals im Dezember 2015 auf der Platte, ehe ihn ein Kreuzbandriss außer Gefecht setzte. „Deshalb hat die Partie gegen Essen für mich persönlich eine ganz große Bedeutung, es ist ein großes Spiel für mich.“

Essens Coach Stephan Krebietke hat einige Leistungsträger verloren und diese Lücken vor allem mit jungen Talenten wieder geschlossen. Ex-Nationalspieler Michael Hegemann ist freilich weiterhin der Kopf der Mannschaft, Dreh- und Angelpunkt des Altmeisters. Mit Pasqual Tovornik und Dennis Szczesny stehen darüber hinaus weitere erfahrene Akteure im TuSEM-Kader, aber eben auch viele im Alter von 17 bis 21 Jahren. „Essen hat viele junge Spieler, die ein Stück Unbekümmertheit an den Tag legen“, berichtet Ben Matschke. Die Westdeutschen bestechen mit einem hohen Tempospiel. Ben Matschke: „Die Spieler gehen ein wahnsinnig hohes Tempo in der 1. und 2. Welle. Das heißt für uns, dass wir gefordert werden, vor allem mental.“ Welche Bedeutung hat für ihn gerade das Auftaktmatch? „Das ist für uns schon wichtig“, bekräftigt der 34-jährige Pädagoge. „Durch den Sieg über Gummersbach sind, so hoffe ich, einige neugierig auf meine Mannschaft geworden und kommen in die Halle. Unser Auftreten wird wichtig sein, die Kommunikation untereinander ebenso und das Team, davon bin ich überzeugt, wird alles geben. Speziell zu Hause zählt der erste Eindruck, das ist für uns schon wichtig. Es wäre schön, wenn der grandiose Erfolg über Gummersbach honoriert wird und wir eine ordentliche Stimmung in der Halle haben. Denn die Unterstützung brauchen wir.“ Mit einem „schweren Ding“ rechnet Kapitän Philipp Grimm. „Deshalb ist es unheimlich wichtig, dass wir zu Hause spielen und die Fans im Rücken haben. Ein Sieg zum Auftakt wäre gut für das Selbstvertrauen.“ Pascal Kirchenbauer weiß: „Den Schwung des Pokalerfolgs mitnehmen, eine gute Leistung abliefern und so das Auftaktspiel gewinnen. Das kann beflügeln.“