TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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Eulen verzaubern mit Hochgeschwindigkeitshandball

Super Abend in der Friedrich-Ebert-Halle: Martin Slanika feierte mit seinen Kollegen gegen Dessau den vierten Heimzweier (Foto: Harry Reis)

(gek) „Das war unglaublich, dass wir so ein Tempo hinlegen konnten“, war Torwart Roko Peribonio gleichermaßen erstaunt wie erfreut. „Und dass wir gewonnen haben, war wichtig, auch für die Psyche.“ Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat den Schwung des Auswärtssiegs in Nordhorn in das folgende Match gegen Dessau-Roßlauer HV mitnehmen können, legte einen tadellosen ersten Durchgang aufs Parkett und siegte nach einer 20:10 Halbzeitführung schließlich mit 32:24.

„Wir haben uns an die Vorgaben gehalten, hatten einen guten Start, der Selbstvertrauen gab und spielten dann befreit auf“, analysierte Denni Djozic. Der Neuling, der kürzlich Eisenach beim 28:20 aus der Halle fegte und bei Tabellenführer Bietigheim mit nur ganz knapp unterlegen war, hatte an diesem Abend in der Friedrich-Ebert-Halle nicht den Hauch einer Chance. „In der ersten Halbzeit hat alles funktioniert“, zog Junioren-Nationalspieler Alex Falk ein überaus erfreuliches Fazit der ersten 30 Minuten. Dass im zweiten Abschnitt der Gast in den letzten zehn Minuten Ergebniskosmetik beitreiben und seinen zwischenzeitlichen Rückstand von 14 Toren am Ende auf acht reduzieren konnte, änderte nichts an der Wertung dieser Zweitligapartie: „Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung“, urteilte Co-Trainer Frank Müller.

Das Team von Ben Matschke, das die letzten beiden Heimspiele verloren hatte, siegte gegen Dessau zum vierten Mal auf eigenem Parkett und hat nun 16:12 Zähler in der Statistik stehen. Am kommenden Samstag empfangen die Rothemden zum Abschluss der „englischen Woche“ den Vierten Bad Schwartau (Tickets unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Dessau hatte Anwurf und den ersten Angriff dieser Begegnung schloss Marek Vanco ab, der freilich Pech hatte, weil die Harzkugel vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld sprang. Apropos Feld: Der Regisseur der Rothemden drehte von Beginn an mächtig auf, markierte das erste Tor und nach Tomas Pavliceks Dreher zum 1:1 auch die nächsten beide Treffer. Kai Dippe und Pascal Durak erhöhten auf 5:1, und die Pfälzer blieben weiter im Hochgeschwindigkeitsmodus. Die Truppe von Uwe Jungandreas wurde in der Abwehr mächtig aufgescheucht, von Kompaktheit keine Spur, was der TSG-Angriff zu weiteren Toren nutzte. Durch Gunnar Dietrichs Überzahltor lagen die Eulen in der 14. Minute 9:4 vorne, und durch einen Dreierpack, den David Schmidt, Kai Dippe und Alex Falk geschnürt hatten, führte die TSG in der 19. Minute mit 12:5. Alex Feld führte glänzend Regie, die Abwehr, in Zusammenarbeit mit dem Keeper, bestach durch Beweglichkeit, Aggressivität und höchste Aufmerksamkeit und die Offensive bestach durch ein variantenreiches, sehr effektives Spiel. Die Führung wurde ausgebaut und betrug zur Pause zehn Tore – was für ein erster Durchgang.

Der Start in die zweite Hälfte glückte, Gunnar Dietrich, David Schmidt und Pascal Durak schraubten den Spielstand auf 23:10. Wie schon in der ersten Halbzeit, so wechselte Cheftrainer Ben Matschke munter durch. Und Uwe Jungandreas ließ seine Abwehr mit zunehmender Spieldauer immer offensiver decken, doch bis zur 50. Minute hatte die Dessauer Deckung immer wieder das Nachsehen. Das ging den beiden Gästetorhütern freilich auch nicht anders. David Schmidt sorgte in der 42. Minute für das 26:15, Alex Feld für das 30:17 (50.) und das wohl spektakulärste Tor gelang Denni Djozic, der einen weiten Pass von Alex Feld artistisch im Gehäuse unterbrachte – die TSG führte 31:17 (51.). In den knapp zehn Minuten bis zur Schlusssirene ging auf Seiten der Hausherren die Spannung etwas verloren, gab es den einen oder anderen Fehlversuch und Dessau verkürzte seinen Rückstand. Am klaren und verdienten Erfolg der Rothemden änderte das indes nichts.

„Es ist erfrischend, der Mannschaft zuzusehen“, sagte Ben Matschke auf der Pressekonferenz. „Das Team hat sich perfekt an den Matchplan gehalten“, meinte Frank Müller. „Was mir besonders gut gefallen hat, war der Teamspirit. Jeder war bereit, wieder den Weg mehr zu machen.“

Die Statistik:

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (2/2), Egelhof (1), Heß, Feld (7), Falk (3), Durak (3), Djozic (3), Weber (3), Dippe (3), Slaninka (1), Schmidt (4); Trainer: Ben Matschke

Dessau-Roßlauer HV: Döhler, Ambrosius, John, Pavlicek (5/1), Donath, Vanco (3), Sohmann (4/3), Sliwka (2), Pfeiffer (2), Schmidt (3), Hönicke (2), Schade (2), Hanner (1); Trainer: Uwe Jungandreas

SR: Ramesh Thiyagarajah & Suresh Thiyagarajah (beide aus Gummsersbach) ◊ Zuschauer: 1069 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 8:12, Dippe (29.), Schmidt (44.), Slaninka (51.), Weber (56.) – Pfeiffer (13., 42.), Vanco (17.), Donath (26., 36.), Sohmann (30.) ◊ Siebenmeter: 4/3 – 5/4, Djozic verwirft gegen Ambrosius (53.) – Peribonio hält gegen Sohmann (53.) ◊ Team-Time-out: 27:59 – 14:21, 26:37, 48:12

Spielfilm: 4:1 (6.), 7:4 (11.), 12:5 (19.), 14:8 (24.), 17:9 (26.), 20:10 (HZ) – 23:11 (35.), 25:15 (41.), 27:17 (45.), 31:17 (51.), 32:19 (56.), 32:24 (Ende)