TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Eulen tüten die nächsten zwei Punkte ein

Den Weg zum 2. Heimsieg geebnet: Kevin Klier. (Foto: Harry Reis)

(gek) „In dieser Liga wird es keine Mannschaft geben, die gegen Neuhausen Spaß haben wird“, sagte Denni Djozic, der Neuzugang auf der Linksaußenposition. „Das ist eine kampfstarke Truppe, die gibt alles.“ Wie unangenehm der TVN, der mit zwei Siegen in die Saison gestartet war, zu spielen ist, sahen die 1248 Zuschauer in der Friederich-Ebert-Halle über die gesamten 60 Minuten, die tollen Handballsport und Spannung pur erlebten. Im zweiten Heimspiel der TSG Ludwigshafen-Friesenheim leistete die Stevic-Auswahl erbitterten Widerstand, doch mit einer Menge Leidenschaft, einer super Einstellung und einem ausgeprägten Willen drehte das Team von Ben Matschke das Match und gewann mit 36:33. Dank einer tollen Zuschauerunterstützung, die TSG-Fans feuerten ihre Lieblinge in den letzten fünf Minuten stehend an, einer Umstellung auf eine 5:1-Abwehrformation und tollen Reaktionen von Kevin Klier tüteten die Rothemden letztlich den zweiten Zweier ein. Denni Djozic: „Dieses Spiel hat gezeigt, dass die zweite Liga kein Spaziergang ist. Da ist jeder Gegner gefährlich.“

Die Gäste, die von einigen Fans begleitet wurden, bewiesen bereits in den Anfangsminuten, welch ungemütlicher Kontrahent sie sind. Nachdem die Partie 2:2 gestanden hatte, nutzte Neuhausen die Abschlussschwäche der Rothemden aus und lag nach gut acht Minuten erstmals mit drei Toren vorne (2:5). Die aggressive Deckungsarbeit der Württemberger bereiteten den Pfälzern immer wieder Probleme, die selbst in Überzahl Tore kassierten. So führte der TVN nach einem Doppelpack durch Felix Klingler und Ferdinand Michalik mit vier Treffern, vorüber waren gut 15 Minuten. Nun verbesserte sich die Abschlussquote bei den Eulen, die durch David Schmidt zum 11:12 und – nachdem Roko Peribonio einen Wurf von Srdjan Predragovic pariert hatte – zum Ausgleich kam. Patrick Weber, der in der Abwehr als vorgezogener Störfaktor ganze Arbeit leistete, hatte die Kugel zum 12:12 in die Maschen gehämmert. Die erste TSG-Führung gelang dem schlaksigen Rechtshänder mit einem Gegenstoß in der 26. Minute, doch Jan Reusch sorgte im Gegenzug für den 14:14-Zwischenstand. Zur Halbzeit führte die Matschke-Formation mit 17:16, sie hatte nach 30 Minuten damit genauso viele Goals wie gegen Essen erzielt, freilich mit 16 Gegentoren gleich die doppelte Anzahl kassiert. Der knappe Spielstand versprach Spannung für den zweiten Durchgang, und die Zuschauer sollten voll auf ihre Kosten kommen.

Seine Tore sind eine Augenweide: Patrick Weber. (Foto: Harry Reis)

Die Partie blieb auch nach Wiederbeginn hart umkämpft und war lange Zeit durch knappe Spielstände gekennzeichnet. Der Gast holte sich durch Nick Witte die Führung wieder zurück (34.), doch Alexander Feld und Kai Dippe gelangen zwei Überzahltreffer. Der bullige Frederic Stüber machte in der Folge mehrfach auf sich aufmerksam und versenkte in nicht einmal drei Minuten das Spielgerät gleich vier Mal zum 25:25-Zwischenresultat. Alex Feld brachte seine Farben wieder in einen Torvorteil, aber Jona Schoch traf per Kempa. Ferdinand Michalik verwandelte zwei Siebenmeter und plötzlich führte der TVN mal wieder mit zwei Toren (49.). Auch fünfeinhalb Minuten später lagen die Eulen weiterhin mit zwei Treffern im Rückstand, den Philipp Grimm mit einem Wurf vom Strich halbierte. Der Kapitän passte keine Minute später zu Patrick Weber, der unter großem Jubel den Ausgleich schaffte. Dann war Kevin Klier gegen Srdjan Predragovic zur Stelle, was David Schmidt die 33:32-Führung ermöglichte. Auch Christian Wahl scheiterte an Kevin Klier, dessen neuerliche Abwehraktion frenetisch beklatscht wurde, und per Konter erhöhte Martin Sklaninka auf 34:32. Frederic Stüber bekam auf der Gegenseite die Chance auf ein Tor, aber sein Gegenstoß endete am linken Bein von Kevin Klier. Den Sack machte letztlich Alex Feld zu, der die Kugel zum 35: 32 ins TVN-netzt wuchtete. Beiden Teams gelang jeweils noch ein Treffer, und die TSG-Fans hatten nach den 60 Minuten allen Grund zur Freude und feierten mit den Spielern den zweiten Heimsieg der noch jungen Saison.

„Der TV Neuhausen hat uns echt vor große Probleme gestellt“, befand Oliver Heß. „Im Angriff spielte der TVN relativ lang und mit viel Geduld und in der Abwehr aggressiv gegen den Mann. Das hat uns so zugesetzt, dass wir nicht in die Anläufe gekommen sind. In den letzten sechs Minuten hat das Publikum phantastische Unterstützung geboten, ist der Druck von der Halle groß geworden. Kevin hat drei wichtige Bälle gehalten, und wir konnten im Gegenzug schnelle Kontertore werfen. Für uns war es total wichtig, aus den beiden Heimspielen vier Punkte zu holen, egal mit welchen Ergebnissen. Jetzt können wir am Dienstag ohne Druck nach Würzburg fahren. Dort wollen wir Gas geben und eine Topleistung abrufen.“

Am Dienstag, 13. September 2016, bestreitet die Auswahl von Ben Matschke ihr erstes Auswärtsspiel. DJK Rimpar Wölfe heißt der Gastgeber, angeworfen wird das Match um 19.30 Uhr.

Die Statistik:

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (7/4), Dietrich (3), Heß (1), Feld (7), Falk (3), Schleidweiler, Djozic, Weber (5), Dippe (6), Slaninka (1), Schmidt (3); Trainer: Ben Matschke

TV 1893 Neuhausen/Erms: Rebmann, Becker; Stüber (5), Sokicic, Wahl (4), Daniel Reusch (2), Schoch (3), Klingler (9/2), Michalik (3/2), Witte (2), Jan Reusch (2), Predragovic (1), Bornemann (2); Trainer: Aleksandar Stevic

SR: Frederic Linker & Sascha Schmidt (beide Herne) ◊ Zuschauer: 1248 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 8:4, Dippe (37.), Heß (41.), Dietrich (41.), Feld (50.) – Daniel Reusch (2.), Wahl (13.), Bornemann (17.), Michalik (34.), Stüber (48.) ◊ Siebenmeter: 4/4 – 5/4, Klingler scheitert an Peribonio (39.) ◊ Team-Time-out: 15:05, 51:01, 58:54 – 20:15, 45:05, 57:03

Spielfilm: 2:2 (5.), 3:5 (10.), 6:10 (16.), 10:11 (23.), 13:13 (26.), 17:16 (HZ) – 19:20 (34.), 22:21 (40.), 25:25 (44.), 27:29 (50.), 30:32 (54.), 36:33 (Ende)