TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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Eulen machen 6:0-Punkte-Start perfekt

In glänzender Verfassung präsentiert sich derzeit David Schmidt. (Foto: Harry Reis)

(gek) Die Ballwerfer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim haben ihre erste Auswärtshürde erfolgreich genommen. In Würzburg siegte die Auswahl von Ben Matschke gegen die DJK Rimpar Wölfe verdient mit 30:27. „Wir waren besser“, sagte der 34-jährige Cheftrainer der Eulen, der sich, zusammen mit der Mannschaft, über eine makellose Bilanz nach drei Partien freuen darf. So erfolgreich sind die Rothemden in den letzten zehn Jahren in keine Spielzeit gestartet.

Im ersten Durchgang brachten die Pfälzer eine kompakte Abwehr auf die Platte und überzeugten im Angriff mit druckvollem Spiel, gepaart mit einer bemerkenswerten Effektivität. Nach dem Kabinengang schien die Partie zu kippen. Rimpar schaffte innerhalb von gut acht Minuten den Anschluss, weil im TSG-Angriff nichts mehr passte und zudem zwei Zeitstrafen zu verkraften waren. Doch die Matschke-Formation fing sich wieder, führte in der 54. Minute erneut mit fünf Toren und lag am Ende mit drei Goals vorne. „Wir haben uns echt reingekniet“, bemerkte David Schmidt zur kritischen Phase in der zweiten Hälfte. „Das war nicht einfach.“ Sehr zufrieden war Ben Matschke: „Ein Riesenlob an die Mannschaft, die dann wieder zugelegt hat, als Rimpar in der zweiten Halbzeit bis auf ein Tor herangekommen war, das war schon stark.“

Für den Gastgeber war dieser Vergleich das erste Heimspiel in dieser noch jungen Saison. Und die Hausherren empfingen Martin Slaninka und seine Kollegen mit dem Schub eines Auswärtssieges in Aue. Vor knapp 1300 Besuchern ging die Truppe von Dr. Matthias Obinger, die Anwurf hatte, in Führung. Und was zu jenem Zeitpunkt niemand wissen konnte – dies war zugleich auch die einzige der Wölfe. Gunnar Dietrich drehte die Partie im Alleingang und nach Steffen Kaufmanns Ausgleich sorgte ein Doppelschlag von Alex Feld und Oli Heß für den ersten 2-Tore-Abstand. Im Angriff überzeugte in erster Linie der Rückraum, was besonders auf David Schmidt zutraf, der seine starke Form seit der Pokalpartie gegen Gummersbach nun bereits zum dritten Mal bestätigte. Die Rothemden lagen bereits in der 12. Minute mit vier Toren vorne und ließen in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs nur noch drei Treffer zu. Dank einer guten Abwehrarbeit, unabhängig von der Abwehrformation, einer soliden Torwartleistung und einer effektiven Wurfquote führten die Eulen zur Pause mit 17:11. „Das war nahezu perfekt“, sagte Regisseur Alex Feld. Von einem „ganz hohen Niveau“ sprach Patrick Weber. „Wir haben echt nicht viel falsch gemacht.“

War gegen Rimpar erster TSG-Torschütze: Gunnar Dietrich. (Foto: Harry Reis)

Das änderte sich – vorübergehend – nach der Pause. Der TSG wollte partout kein Goal mehr gelingen. Fehlwürfe und Fehlpässe machten es dem Gastgeber ziemlich einfach, zu Treffern zu kommen. „Wir haben ihnen vier Tore geschenkt“, kommentierte Pascal Durak die Anfangsminuten der zweiten Hälfte. „Den Start in die zweite Halbzeit haben wir total verschlafen“, stellte David Schmidt fest. Die Wölfe kamen in der 39. Minute zum Anschluss und in den folgenden sechs Minuten weitere vier Mal bis auf ein Tor heran, aber ein Gleichstand gelang den Unterfranken nicht. Nachdem Alexander Feld den 22. TSG-Treffer markiert hatte, hielt auf der Gegenseite Roko Peribonio einen Siebenmeter (46.). Philipp Grimm traf vom Strich dagegen zu einer 3-Tore-Führung, und so hatten die Pfälzer das Momentum wieder auf ihrer Seite. Die Abwehr stand nun wieder kompakter und die Fehler reduzierten sich. Entschieden war diese Zweitligapaarung indes noch lange nicht, wobei ein 5:2-Lauf zwischen der 47. und 54. Minute die TSG auf die Siegerstraße brachte. Es dauerte dennoch bis zur Schlussminute, ehe Alexander Falk alles klar machte und der erste Auswärtszweier unter Dach und Fach war.

„Die erste Halbzeit war mit die beste, die wir in dieser Saison gespielt haben“, konstatierte Chefcoach Ben Matschke. „Diese Abwehrleistung, ob in der 5:1- oder einer 6:0-Formation, haben wir so noch nicht hinbekommen. Die Abwehr hat sich stabilisiert, das war unser Ziel gewesen. Dass wir das gerade auswärts hinbekommen haben, ist ein Pfund. Wir sind super erfolgreich bisher, doch wir lassen uns von den Erfolgen nicht blenden. Wir können aus jeder Partie noch etwas lernen.“ 6:0 Punkte nach drei Begegnungen – für Mittelmann Alex Feld „der perfekte Start“.

Das nächste Spiel bestreiten die Eulen am kommenden Sonntag, 18. September 2016, in Hamm, angeworfen wird in der WESTPRESS Arena um 17 Uhr.

Die Statistik:

DJK Rimpar Wölfe: Wieser, Brustmann; Kraus (3), Schmitt, Schömig (2), Bötsch, Schäffer (1), Schmidt (9/6), Kaufmann (7), Siegler (1), Bauer (1), Brielmeier, Herth (2), Sauer (1); Trainer: Dr. Matthias Obinger

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (2/2), Dietrich (5), Heß (1), Feld (5), Falk (2), Schleidweiler, Djozic (1), Weber (3), Dippe (3), Slaninka, Schmidt (8); Trainer: Ben Matschke

SR: Jan Lier & Manuel Lier (beide Herne) ◊ Zuschauer: 1267 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 4:8, Bötsch (9.), Bauer (47.) – Heß (1.), Dietrich (36.), Klier (38.), Schmidt (46.) ◊ Siebenmeter: 7/6 – 2/2, Schmidt verwirft gegen Peribonio (46.) ◊ Team-Time-out: 11:47, 22:37, 52:21 – 26:35, 38:06, 59:01

Spielfilm: 2:3 (5.), 3:6 (10.), 6:8 (15.), 8:10 (20.), 9:14 (24.), 11:17 (HZ) – 14:17 (36.), 17:18 (39.), 20:21 (44.), 22:26 (50.), 25:28 (57.), 27:30 (Ende)