TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

„Die Jungs sind wieder heiß“

Toller Abschluss der "englischen Woche": Die TSG-Anhänger hatten gegen Bad Schwartau allen Grund zu jubeln. (Foto: Harry Reis)

(gek) „Eine tolle Woche geht zu Ende“, bemerkte TSG-Cheftrainer Ben Matschke bei der Pressekonferenz und hatte seine Analyse mit den Worten „Geile Woche, geile Truppe, geile Fans“ eingeleitet. Sein Team, die TSG Ludwigshafen-Friesenheim, schloss die zweite „englische Woche“ mit einem 28:24-Sieg gegen den Tabellenvierten VfL Bad Schwartau ab und holte, wie schon in der ersten, die maximale Ausbeute von sechs Punkten – mehr geht nicht.

Das intensive und temporeiche Match begeisterte die knapp 1300 Zuschauer, die im zweiten Durchgang besonders entzückt waren, sofern sie denn Sympathien mit den Eulen haben. Der VfL hatte nach Wiederbeginn einen guten Start und korrigierte den 11:14-Rückstand zur Halbzeit binnen weniger als sieben Minuten auf den 16:16-Gleichstand. Gut zwei Minuten später stand die Partie nochmals pari, ehe die Pfälzer einen phänomenalen 9:2-Lauf aufs Parkett legten. Selbst zwei Auszeiten konnten den Run der Rothemden, bei denen Alex Feld überragte, nicht stoppen, die in dieser Phase wie entfesselt die Entscheidung herbeiführten. Am Ende ging ein 28:24 in die Statistik ein, was den Punktestand der Matschke-Fraktion auf 18:12 veränderte.

Frank Müller: "Alex Feld ist der Mittelmann, den wir brauchen." (Foto: Harry Reis)

Die TSG, in deren Reihen Oli Heß fehlte, dafür aber Robin Egelhof mit an Bord war, hatte Anwurf und legte durch einen erfolgreichen Sprungwurf von Gunnar Dietrich vor. Auf der Gegenseite entschärfte Kevin Klier gleich zwei Versuche, einmal hatte Rickard Akermann das Nachsehen, dann auch Jan Schult. Letzterer hatte in David Schmidt einen unerbittlichen Widersacher, der seinen Beitrag dazu leistete, dass Jan Schult seinen bislang erzielten 50 Toren kein weiteres hinzufügen konnte. Durch einen erfolgreichen Glabisch-Konter glich der VfL aus. Knapp sieben Minuten später lagen die Eulen mit 6:2 vorne, die in dieser Phase eine hohe Erfolgsquote bei ihren Würfen hatten. Das änderte sich in den Folgeminuten, blieb aber ohne Folgen, weil Kevin Klier ein ums andere Mal auf dem Posten war. Die TSG lag nach einem wuchtigen Feld-Geschoss mit 9:5 (19.) vorne und nach einem feinen Djozic-Heber mit 10:6 (21.). Die gleiche Wurfvariante brachte durch den Linksaußen das 12:8 (26.). Dass die 3-Tore-Führung zur Pause nicht höher ausgefallen war, lag daran, dass sowohl Alex Feld als auch Robin Egelhof Pech mit Pfostenwürfen hatten.

Kai Dippe und Philipp Grimm feiern das 5:2 und am Ende einen 28:24-Erfolg. (Foto: Harry Reis)

Ein erfolgreicher Kempa-Trick leitete den zweiten Durchgang ein, Thees Glabisch ließ in Unterzahl Kevin Klier keine Abwehrchance. Kai Dippe nahm auf der Gegenseite ein Zuspiel von Gunnar Dietrich auf und ließ das 15:12 folgen. Der Passgeber war der Torschütze zum 16:13, und die nächsten Minuten ließen erahnen, warum Bad Schwartau bisher so erfolgreich in der Liga unterwegs ist. In Unterzahl glückte das 16:14, Jasper Bruhn verkürzte auf 16:15 und per Konter glich Thees Glabisch aus. In der 40. Minute, beim Stand von 17:17, leitete das Unterzahltor von Alex Feld zum 18:17 den stärksten Abschnitt der Eulen ein. Mit dem hohen Tempo, gepaart mit vielen Angriffsvarianten und schnellen Handlungsabläufen, wurde die VfL-Abwehr unter Druck gesetzt, die ihre Kompaktheit verlor. Alex Falk schloss einen Gegenstoß erfolgreich ab, Alex Feld erhöhte auf 20:17 und ein 2.-Welle-Tor von Patrick Weber ließ die TSG-Fans mit der Zunge schnalzen (47.). Dann markierte Alex Feld seinen siebten Treffer, der die dritte Auszeit der Gäste zur Folge hatte, doch eine Wende trat nicht ein. Als Alex Falk von Patrick Weber angespielt wurde, schloss der Junioren-Nationalspieler nicht selbst ab, sondern sah den in der Kreismitte völlig freien Martin Slaninka stehen. Der Pass durch den Kreis kam an und der Slowake schloss zum 24:19 ab – und die Stimmung unter den TSG-Fans wurde immer ausgelassener. Dann traf Alex Falk ins verwaiste Gästetor und zu guter Letzt drosch Patrick Weber die Kugel zum 26:19 ins Netz. Dieser fulminante 9:2-Lauf entschied dieses Match. Und als die vorletzte Minute angebrochen war, sangen die TSG-Anhänger „Oh, wie ist das schön“.

Gunnar Dietrich war, wie die gesamte Mannschaft, gut drauf. (Foto: Harry Reis)

Die TSG gewann auch das dritte Spiel der „englischen Woche“, wobei die Abwehr der Pfälzer wieder zu einem echten Pfund geworden ist. Weder gelangen der HSG Nordhorn-Lingen noch dem Dessau-Roßlauer HV 25 Tore. Und das schaffte nun auch der VfL Bad Schwartau nicht. Die Eulen überzeugten zudem mit dynamischen Hochgeschwindigkeitshandball, mit handlungsschnellen Aktionen und variantenreichem Angriffsspiel.

„Die Jungs sind wieder heiß, sie wissen, was sie erfolgreich macht“, merkte Co-Trainer Frank Müller an. „Die Mannschaft hat konzentriert gespielt und alle Sachen, die gefordert waren, umgesetzt. Dass wir in der zweiten Halbzeit nach dem Gleichstand so wegziehen konnten, hat sie richtig gut gemacht. Alex Feld hat in dieser Woche gezeigt, dass er der Mittelmann ist, den wir brauchen. Schön war außerdem, dass er nun auch seine Schlagwürfe entdeckt hat. Auf diesem Niveau drei Spiele innerhalb einer Woche zu absolvieren, das ist schon herausragend.“ Carsten Hoffmann, der Sportliche Leiter, freute sich über eine „geschlossene Mannschaftsleistung. Es ist alles gut und war ein Schritt in die richtige Richtung. Das können wir mitnehmen für die kommenden Spiele.“

Die Statistik:

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (2/1), Egelhof (1), Dietrich (4), Feld (7), Falk (2), Durak, Schleidweiler, Djozic (4/1), Weber (3), Dippe (3), Slaninka (1), Schmidt (1); Trainer: Ben Matschke

VfL Bad Schwartau: Mallwitz, Klockmann; Glabisch (6/2), Milde (7), Akermann (3), Ranke (3), Zimmermann, Waschul, Schult, Damm, Fuchs (1), Wischniewski (3), Bruhn (1); Trainer: Torge Greve

SR: Thomas Hörath & Timo Hofmann (beide aus Nürnberg) ◊ Zuschauer: 1293 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 2:4, Slaninka (38.) – Waschul (30.), Wischniewski (34.) ◊ Siebenmeter: 3/2 – 2/2, Grimm verwirft gegen Klockmann (12.) ◊ Team-Time-out: 25:36, 54:30 – 11:12, 41:11, 47:09

Spielfilm: 2:2 (6.), 6:2 (10.), 8:5 (18.), 11:7 (25.), 13:9 (27.), 14:11 (HZ) – 16:16 (37.), 19:17 (44.), 22:18 (48.), 26:19 (51.), 27:21 (55.), 28:24 (Ende)