TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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„Das wird kein Spaziergang“

Oli Heß: "Es gilt, eine Topleistung abzurufen." (Foto: Harry Reis)

(gek) „Es war im Vergleich zu der Partie gegen Essen ein ganz anderes Spiel“, merkte Torwart Kevin Klier zum jüngsten Auftritt der Eulen an. Die hatten auf ihrer zweiten Saisonetappe TV 1893 Neuhausen zu Gast, der sich im DHB-Pokal achtbar aus der Affäre gezogen und mit zwei anschließenden Siegen einen Saisonstart nach Maß erwischt hatte. Und das Ensemble von Aleksandar Stevic leistete erbitterten Widerstand, warf auswärts 33 Tore, um dennoch zum ersten Mal in dieser noch jungen Spielzeit leer auszugehen.

Die Gäste, gepusht durch zwei Auftaktsiege, waren ein ebenbürtiger Spielpartner. Letztlich setzte TSG-Cheftrainer Ben Matschke die entscheidenden Impulse, brachte Kevin Klier zurück ins Gehäuse und stellte von einer 6:0- auf eine 5:1-Abwehrformation um. Patrick Weber agierte vorgezogen und diese Rolle füllte der Schlacks vorzüglich aus. Neuhausen schloss seine Angriffe in der Endphase der Partie schneller und unvorbereiteter ab, die Eulen kamen zu einigen Ballgewinnen und zu 1.- und 2. Welle-Toren und erhielten eine famose Zuschauerunterstützung. „Eine Kommunikation mit den Spielern war gar nicht mehr möglich“, sagte Ben Matschke, so laut war es in der Friedrich-Ebert-Halle. „Die Fans haben geholfen, den Kampf anzunehmen“, lobte Kai Dippe. Innerhalb von gut drei Minuten machten die Rothemden aus einem 30:32 einen 34:32-Zwischendstand, was auch an drei Paraden von Kevin Klier lag. Alexander Feld, der als Spielmacher überzeugte und immer wieder seine individuelle Klasse unter Beweis stellte, nahm mit dem 35:32 die Spannung aus dem Match. „Zu Hause dreht man so ein Spiel“, meinte der 32-jährige Keeper. „In Neuhausen hätte das wohl nicht mehr funktioniert.“ Ben Matschke fasste zusammen: „Guter Start, ich freu´ mich, zwei Punkte.“

Ben Matschke: "Wir wollen Rimpar ärgern." (Foto: Harry Reis)

Bereits am morgigen Dienstag, 13. September 2016, geht es für die Pfälzer erstmals auf Reisen, in Würzburg wartet die DJK Rimpar Wölfe auf Gunnar Dietrich und seine Kollegen. Der Anwurf ist in der s.Oliver-Arena um 19:30 Uhr. Das Team von Dr. Matthias Obinger hat in dieser Runde erst eine Begegnung absolviert. Am gestrigen Sonntag setzten sich die Wölfe beim EHV Aue mit 20:19 durch und starteten somit erfolgreich in ihre vierte Zweitligasaison.

„Wir brauchen in der Abwehr einen anderen Zugriff und müssen von Anfang an konsequente Abwehrarbeit leisten“, sagt Kai Dippe. „Wir haben nach den beiden Heimerfolgen keinen Druck“, bemerkt Oliver Heß, der Linkshänder. „Es gilt für uns, Gas zu geben und eine Topleistung abzurufen. Und das Ziel muss sein, Konstanz reinzukriegen.“ Denni Djozic weiß um die erste, hohe Auswärtshürde der Eulen: „Das wird kein Spaziergang.“ Ben Matschke ist dennoch zuversichtlich: „Wir wollen Rimpar ärgern, wollen Nadelstiche setzen und können Gegenwehr leisten. Wir freuen uns darauf.“