TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

Logo TSG Ludwigshafen-Friesenheim #WirfürLU DKB Handball Bundesliga
- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Ben Matschke: „Geiler Start“

Auftakt nach Maß: Die TSG-Handballer feiern zusammen mit den Fans den 34:25-Erfolg über TuSEM Essen. (Foto: Reis)

(gek) Die Ballwerfer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim sind vor 1335 Besuchern erfolgreich in die Runde gestartet. Der letztjährige Rangvierte schlug TuSEM Essen nach einer für einen Saisonauftakt sehr guten Leistung mit 34:25. Zur Halbzeit hatte sich das Team von Cheftrainer Ben Matschke bereits einen 9-Tore-Vorsprung herausgeworfen und dabei von einer starken Deckungsarbeit und überragenden Torwartleistung sowie einer stattlichen Wurfausbeute profitiert. Für den zweiten Abschnitt zog Gästecoach Stephan Krebietke gleich zwei Optionen: eine offensive 5:1-Deckung sowie die des 7. Feldspielers, die Essen bei eigenem Angriff konsequent anwendete. So konnten die Westdeutschen zwischenzeitlich den Rückstand zwar auf fünf Tore verkürzen, in den letzten acht Minuten freilich sorgte ein fulminanter 6:2-Lauf der Eulen schließlich für das Endresultat. „Wir haben echt ein gutes Spiel gemacht“, freute sich David Schmidt, der nahtlos an seine großartige Darbietung im DHB-Pokal gegen Gummersbach angeknüpfte, über den ersten Zweier und den gelungenen Rundenstart.

„Die Vorbereitung ist das eine, das erste Spiel das andere“, gab David Schmidt die allgemeine Gemütslage zum Besten. „Du hast in der Vorbereitung zwar auch Spiele, aber du weißt nie, wie die Mannschaften zuvor trainiert haben und mit welcher Intensität. Deshalb weiß man nie, wo man selbst steht und wie man diese Spiele wirklich einschätzen und bewerten kann. Und mit diesem Gefühl der Unsicherheit gehst du dann in dein erstes Spiel“, erläuterte der athletische Linkshänder.

Was für ein Ding: Martin Slaninka verblüffte mit einem erfolgreichen Tempogegenstoß. (Foto: Reis)

Von Beginn an herrschte in der Friedrich-Ebert-Halle eine prächtige Stimmung, die durch Roosnas Hebertor keinen Abbruch erfuhr. Das erste TSG-Goal markierte Regisseur Alexander Feld, und im Gegenzug war Kevin Klier zur Stelle, der einen Hegemann-Wurf entschärfte. Nach gute vier Minuten sorgte Kapitän Philipp Grimm für die erste TSG-Führung, der Sebastian Bliß keine Chance ließ. In den nächsten vier Minuten parierte Kevin Klier gleich drei Würfe, so dass Oliver Heß und Martin Slaninka den Vorsprung ausbauen konnten. Und als der 32-Jährige einen Gegenstoß von Karl Roosna mit seiner rechten Hand beendete, feierten das die TSG-Fans mit einem ohrenbetäubenden Jubel. Nachdem Noah Beyer per Konter zum 4:2 aus Sicht der Rothemden traf, ließen Gunnar Dietrich und Oliver Heß die nächsten Treffer folgen. Und dann eine Premiere – Alexander Falk, jüngster Spieler und Eigengewächs der TSG, trug sich mit einem Heber erstmals in einem Ligaspiel in die Torschützenliste ein. Die Truppe von Ben Matschke bestimmte nun das Geschehen auf dem Parkett. Kai Dippe machte das zwischenzeitliche 9:4, und Martin Slaninka erhöhte mit einem Gegenstoß auf 10:4, vorüber waren gut 17 Minuten. Zwar minimierte Essen seinen Rückstand in der 23. Minute durch Simon Keller auf vier Tore, doch bis zur Pausensirene gelang der Krebietke-Auswahl kein weiteres Goal mehr. Stattdessen netzte David Schmidt zum 13:8 ein, traf Denni Djozic vom Strich und schmetterte Patrick Weber die Kugel zum 15:8 in die TuSEM-Maschen. Ehe Kai Dippe zum dritten Mal über ein eigenes Tor jubelte, hatte Kevin Klier bereits 13 Paraden in seiner ganz persönlichen Statistik stehen. Bis zur Halbzeit kamen noch zwei hinzu, und kurz vor dem Seitenwechsel feuerte David Schmidt ab und der neue Spielstand lautete 17:8. Was für ein erster Durchgang. „Besser ging´s nicht“, kommentierte Alex Falk die ersten 30 Minuten. „Und der Trainer gab uns für die zweite Halbzeit mit, so weiterzumachen und keinen Gang zurückzuschalten.“

Entschlossen dem Essener Gehäuse entgegen: Gunnar Dietrich. (Foto: Reis)

Wie im ersten Abschnitt, markierte Alex Feld das erste Tor für die Eulen. Dann schnürte TuSEM ein Dreierpack, deren taktische Umstellungen, offensive Abwehr, 7. Feldspieler im Angriff, fruchteten. In der 48. Minute hatte der letztjährige Elfte seinen Rückstand auf fünf Tore verkürzt, näher kam Essen aber nicht. Und ab der 53. Minute zeigten sich Pascal Kirchenbauer & Co wieder auf dem Niveau der ersten 30 Minuten: Roko Peribonio, in der 43. Minute für Kevin Klier in den TSG-Kasten gerückt, schnappte sich einige Würfe und zehn Minuten später ließen es Kai Dippe, Denni Djozic und Patrick Weber krachen und sorgten bis zum Spielende mit ihren Treffern für eine weitere 9-Tore-Differenz. 34:25, ein Resultat, das auch in dieser Höhe verdient war.

„Geiler Start mit einer tollen ersten Halbzeit“, zeigte sich Trainer Ben Matschke bei der Pressekonferenz sehr zufrieden. „Die Jungs haben das gut gemacht. Sie haben eine gute Abwehr gespielt und vorne starke Lösungen gehabt. Es war nicht unverdient, dass wir mit einem 17:8 in die Halbzeitpause gehen. In der 2. Halbzeit hat Essen das gutgemacht mit seinem 7:6. Wir hatten nicht mehr die nötige Aggressivität. Deshalb bin ich glücklich, dass wir mit einem 9-Tore-Sieg gestartet sind und uns mit zwei Punkten im Gepäck auf das nächste Heimspiel freuen dürfen.“

Einfach gut gemacht: Denni Djozic und Kai Dippe feiern einen Treffer. (Foto: Reis)

„Wenn du zwei gleiche Halbzeiten spielst, gewinnst du so ein Spiel mit 13 oder 14 Toren Unterschied“, meinte Carsten Hoffmann zur Saisonpremiere der Rothemden. David Schmidt ging in seiner Spielanalyse auf die letzten Wochen ein: „Gerade nach der Vorbereitung gilt es den Hut davor zu ziehen. Bis auf Niki waren alle auf den Punkt fit, so dass wir mehr Möglichkeiten hatten, das war in der Vorbereitung leider oft nicht der Fall. Wir kamen nach 2,3 Minuten immer besser in die Partie und haben dann den Gegner dominiert. Es war klar, dass Essen in der 2. Halbzeit was machen muss. Mit der neuen Regel ist Essen ins Spiel zurückgekommen. Am Ende haben wir das Spiel souverän gewonnen, es ist viel rundgelaufen. Ein guter Start ist wichtig und das ist uns gelungen.“

Am kommenden Sonntag beginnt für die Matschke-Formation die erste „englische Woche“ in dieser noch ganz jungen Saison. Der TV 1893 Neuhausen/Erms kommt an den Rhein, der Anwurf ist in der Friedrich-Ebert-Halle um 17 Uhr (Tickets bestellen unter info(at)die-eulen.de oder online unter www.eventimsports.de/ols/eulen).

Die Statistik:

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (2/1), Dietrich (1), Heß (3), Feld (3), Falk (2), Durak, Djozic (3/1), Kirchenbauer, Weber (6), Dippe (6), Slaninka (3), Schmidt (5); Trainer: Ben Matschke

TuSEM Essen: Bliß, Grunz; Beyer (3), Jonas Ellwanger (1), Schäfer, Keller (7), Hegemann (4/1), Lukas Ellwanger, Roosna (1), Kintrup (1), Tovornik (4), Szczesny (2), Seidel, Mürköster (2); Trainer: Stephan Krebietke

SR: Ramesh Thiyagarajah & Suresh Thiyagarajah (beide Gummersbach) ◊ Zuschauer: 1335 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 6:4, Schmidt (15.), Grimm (24.), Dietrich (41.) – Kintrup (24.), Seidel (53.) ◊ Siebenmeter: 2/2 – 5/1, Beyer wirft am Tor vorbei (24., 54.), Szczesny trifft den Pfosten (41.), Hegemann wirft neben das Gehäuse (53.) ◊ Team-Time-out: 26:03, 44:38 – 16:31, 52:49, 55:31

Spielfilm: 3:1 (5.), 6:2 (13.), 9:4 (17.), 11:6 (20.), 12:8 (23.), 17:8 (HZ) – 19:11 (36.), 22:13 (40.), 25:18 (46.), 29:23 (53.), 31:24 (56.), 34:25 (Ende)