Die Eulen Ludwigshafen

Logo Die Eulen Ludwigshafen Gemeinsam alles geben DKB Handball Bundesliga
- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Ben Matschke: „Es wird Zeit“

Oli Heß hat gegen Bietigheim im Innenblock eine feine Leistung abgeliefert. Nun soll für ihn und das Team in Emsdetten das nächste Erfolgserlebnis her. (Foto: Harry Reis)

(gek) Der Einzug ins Viertelfinale ist per se für die Ballwerfer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim eine schöne Sache. Als einziger Zweitligist unter den letzten Acht, in einem Feld illustrer Klubs, THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt oder Rhein-Neckar Löwen gehören beispielsweise dazu, geht es Mitte Dezember um den Einzug ins REWE Final Four, das erneut in Hamburg ausgetragen wird. Auf wen die Eulen treffen werden, entscheidet sich am kommenden Mittwoch.

Trainer Ben Matschke gewann beim 32:29-Erfolg in Bietigheim die Erkenntnis, dass er sich nicht nur auf die TSG-Fans verlassen kann, die unablässig ihre Lieblinge anfeuerten, als gäbe es kein Morgen mehr. Verlass war gegen den Zweitligaspitzenreiter auf die Abwehr, die ihre Aggressivität wiedergefunden hat und Bietigheims Offensive mächtig zusetzte. Und eine gute Torwartleistung von Roko Peribonio, die man in solchen Fällen einfach dazu braucht. Verlass war aber auch auf den Angriff. Alex Feld steuerte das Spiel seiner Farben geschickt, variierte Tempo und Abläufe und trug sich darüber hinaus vier Mal in die Torschützenliste ein. Ins Spiel wurden die Außen eingebunden und auch einfache Tore gelangen, allen voran durch Patrick Weber, der bereits im Meisterschaftsspiel zweieinhalb Wochen zuvor als 10-facher Torschütze geglänzt hatte und nun sieben Treffer zum Sieg beisteuerte. „Und wir spielen die 2. Welle stabilisierter“, urteilte Philipp Grimm, der Kapitän. „Ein wichtiges Erfolgserlebnis“, fasste Co-Trainer Frank Müller zusammen.

Ben Matschke: "Wir sind gut drauf." (Foto: Harry Reis)

Nach drei Niederlagen zuvor, schafften die Eulen im letzten Heimspiel die Wende. Gegen den immens starken Aufsteiger Hüttenberg, dessen beste Angriffswaffe, der Gegenstoß, an diesem Abend kaum zum Zuge kam, gab es ein am Ende knappes 25:24. Die Equipe von Ben Matschke ließ am vergangenen Mittwoch den Pokalsieg über Bietigheim folgen. „Wir wollten die Wende schaffen, damit wir keinen Knick bekommen“, bekannte Patrick Weber. „Und gegen Bietigheim haben wir einen weiteren Schritt gemacht. Wir wollten den Sieg mehr als die SG, sind mit Vollgas nach vorne und beide Abwehrformationen, die 6:0- und die 5:1-Abwehr, haben gut funktioniert. Im Rückraum haben wir sehr variabel gespielt und 32 Tore sind ein super Wert. Wir sind aus dem Tal herausgekommen.“ Und während der Rückfahrt wurde der Viertelfinaleinzug gebührend gefeiert. Das muss auch sein.

Am Samstag, 29. Oktober 2016, kehren die Pfälzer in den Ligaalltag zurück. Der führt das Ensemble um Abwehrchef Gunnar Dietrich nach Emsdetten, Anwurf ist in der Emshalle um 19 Uhr. Das Team von Daniel Kubeš, das mit 1:5 Punkten keinen guten Saisonstart hingelegt hat, gewann zuletzt in Rostock und fuhr damit zwei eminent wichtige Zähler ein. Mit 7:11 Punkten aus den bislang absolvierten neun Partien rangiert der letztjährige Zehnte aktuell auf Platz 14 und hat im bisherigen Saisonverlauf drei Partien verloren, in denen der jeweilige Kontrahent lediglich ein Tor mehr geworfen hat. Hier ein Zähler mehr und dort ein Punkt mehr geholt, sähe die Momentaufnahme beim TVE schon freundlicher aus.

Small Talk in der Ries-Halle: Michael Biegler traf seinen früheren Spieler Alex Feld. (Foto: Gerold Kuttler)

In einer verzerrten Tabelle, manche Klubs haben acht, manche neun und einige gar bereits zehn Spiele absolviert, haben die Eulen mit 10:6 Zählern Platz acht inne. Und fahren guter Dinge ins Westfälische. „Wir sind gut drauf, richtig gut drauf, wir haben den Turn geschafft, den wir haben wollten“, freut sich Trainer Ben Matschke, der im Abschlusstraining prominenten Besuch hatte, Michael Biegler, Chefcoach der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, war in der Ries-Halle.

Ben Matschke ist in den letzten zwei Tagen eines nicht entgangen: „Das Spiel in Bietigheim hat Kraft gekostet. Es war sehr intensiv und hoch emotional, das ist nicht spurlos an uns vorübergegangen.“ Diese Erkenntnis floss in sein Training ein. Für den Auftritt beim TVE gibt es einen Matchplan und ein Ziel: „Wir haben was gutzumachen“, sagte Ben Matschke. In den Vorjahren gab es für die Eulen in Emsdetten nämlich nichts zu erben. „Das waren gebrauchte Tage“, bemerkte Philipp Grimm dazu. Das soll sich nun ändern. Ben Matschke: „Es wird Zeit.“ Zuversichtlich gibt sich Patrick Weber: „Ich bin optimistisch, dass wir unseren Trend fortsetzen und ein gutes Spiel machen. Und endlich was mitnehmen.“