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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Auf Tuchfühlung bleiben

TSG-Regisseur Alex Feld: „Wir werden alles dafür tun, dass wir nicht abreißen lassen und auf Tuchfühlung bleiben." (Foto: Harry Reis)

(gek) „Wir wollen uns mit einem Sieg von unserem Publikum verabschieden“, verkündete David Schmidt vor dem Match der TSG gegen den Wilhelmshavener HV. Und das ist dem Team von Trainer Ben Matschke trotz aller Personalprobleme und hoher Belastung beeindruckend gut gelungen. 29:24 lautete der Endstand, nachdem die Partie zur Halbzeit 14:11 gestanden hatte. Drei Tage zuvor hatten die Rothemden mit einer ganz starken Leistung im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel prächtige Eigenwerbung gemacht.

Kai Dippe und seine acht Mitstreiter bewiesen gegen Wilhelmshaven eine unglaubliche Willensstärke und auch Nervenstärke, als die Köhrmann-Auswahl nach einer guten Dreiviertelstunde Spielzeit zum Anschluss gekommen war. Nachdem der WHV wenig später ein zweites Mal bis auf ein Tor herangekommen war, schaffte ein folgender 6:1-Lauf der Eulen klare Verhältnisse. Die TSG-Fans waren aus dem Häuschen und feuerten ihre Lieblinge die letzten vier Minuten im Stehen an. Am Ende ging der 6. Heimsieg in die Statistik ein, der die Pfälzer im Klassement auf Rang sechs hievte, der im letzten Auswärtsspiel in Saarlouis verteidigt werden soll.

Kapitän Philipp Grimm: "Jeder ist noch mal heiß." (Foto: Harry Reis)

Am Boxing Day, dem traditionellen Spieltag in der englischen Premier League, steigen die Schützlinge von Ben Matschke ein letztes Mal in diesem Jahr in den Mannschaftsbus. Am zweiten Weihnachtsfeiertag geht es in die Halle am Stadtgarten, zum Vorjahresachtzehnten HG Saarlouis, der Anwurf ist um 17 Uhr. Eine Menge TSG-Fans wird das Team um Abwehrchef Gunnar Dietrich begleiten und für eine entsprechende Unterstützung sorgen.

Die Formation von Jörg Bohrmann, der Nachfolger des im Juni 2016 zurückgetretenen Heine Jensen wurde, ist aktuell auf Rang 14 notiert und hat zuletzt zwei sicher scheinende Zähler aus der Hand gegeben. Beim Gastspiel in Rostock führten die Saarländer zur Halbzeit mit 15:10 und lagen in der 49. Minute noch mit 24:22 vorne. Nach der Schlusssirene aber jubelten die Spieler des Schlusslichts, das fünf Tage später zum ganz großen Wurf ausholte und Tabellenführer TuS N-Lübbecke 29:26 besiegte.

Wie jene Ergebnisse wieder einmal belegen, ist der Beobachter in dieser Zweitligasaison vor keiner Überraschung sicher, wofür auch Resultate der HGS problemlos angeführt werden können. Die Bohrmann-Belegschaft luchste beispielsweise dem Spitzenreiter zu Hause einen Punkt ab und gewann gegen den Aufstiegskandidaten Rimpar, ergatterte jeweils zwei Zähler in Bad Schwartau und in Konstanz, verlor aber zu Hause gegen Aue.

Cheftrainer Ben Matschke muss in Saarlouis ohne ein Sextett auskommen: "Die zehn Mann werden kämpfen." (Foto: Harry Reis)

„Wir wollen einen versöhnlichen Jahresabschluss und uns eine gute Ausgangslage verschaffen“, spricht Regisseur Alexander Feld das aus, was sich alle auf TSG-Seite wünschen. „Jeder ist noch mal heiß“, beschreibt Philipp Grimm die Motivationslage. „Es wird eine schwere Nummer, aber wir wollen unbedingt mit einem Sieg in die Winterpause.“ Mit einem „intensiven Spiel“ rechnet Chefcoach Ben Matschke. „Da treffen zwei junge Mannschaften aufeinander.“ Und kündigt an: „Für unsere dezimierte Mannschaft wird es ein schwerer Abschluss. Aber die zehn Mann werden kämpfen.“ Schließlich gilt eines: „Wir werden alles dafür tun, dass wir nicht abreißen lassen und auf Tuchfühlung bleiben“, sagt Alex Feld. „Wir wollen uns mit einem Sieg eine gute Ausgangslage schaffen, denn die Saison ist noch lang genug.“

Ein Sextett wird gegen Saarlouis nicht dabei sein können. Neben den knieverletzten Dominik Claus und Pascal Kirchenbauer werden auch Denni Djozic, Oli Heß, Kevin Klier und Martin Slaninka fehlen. Im Kader steht dagegen Robin Egelhof, der im Rückraum für Entlastung sorgen soll.