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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

8:0 Punkte sind besser als 6:0

Konnte den vierten Sieg in Folge feiern: Denni Djozic (Foto: Harry Reis)

(gek) „Die sind jetzt mal fällig.“ Mit diesen Worten wurde ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt in der Tageszeitung Westfälischer Anzeiger zitiert und fällig sollte die TSG Ludwigshafen-Friesenheim sein. Doch daraus wurde nichts für den mit 2:4 Zählern gestarteten letztjährigen Fünften der 2. Liga. Stattdessen kassierten Lars Gudat und seine Kollegen ihre dritte Saisonniederlage, verloren nach einem 14:17-Halbzeitstand mit 24:30 und das auch verdient. Das Team von Ben Matschke hatte keinen Schwachpunkt, stabilisierte seine Abwehr mit zunehmender Spieldauer und hatte im Angriff immer wieder eine Antwort parat. Die Entscheidung in diesem Match fiel im zweiten Durchgang mit einem 8:2-Lauf der Eulen, der in der 48. Minute einen 18:27-Zwischenstand auf die Anzeigentafel zauberte. Ungefährdet brachten Alexander Feld und seine Mitstreiter die Partie nach Hause und feierten den zweiten Auswärtssieg in Folge. Mit dem insgesamt vierten Zweier übernahmen die Rothemden dank der besseren Tordifferenz wieder die Führung in der 2. Bundesliga vor der SG BBM Bietigheim, die ebenfalls mit vier Siegen einen perfekten Start hingelegt hat. Beide treffen im Übrigen in drei Wochen aufeinander, wobei die Pfälzer Heimrecht haben.

Die Hausherren legten durch den Griechen Savvas Savvas vor, dessen Führungstor Oliver Heß ausglich. Mit einem Doppelschlag durch Treffer von Philipp Grimm und Kai Dippe ging die TSG erstmals in Front (10.), doch Savvas Savvas und Jakob Macke drehten mit ihren Toren die Partie (13.). Diese 6:5-Führung egalisierte Oliver Heß, und Martin Slaninka, David Schmidt und Philipp Grimm legten nach. Nach Joscha Ritterbachs 7:9 netzten Gunnar Dietrich und Alexander Feld ein. Die TSG-Abwehr arbeitete solide und sie hatte in Kevin Klier einen großen Rückhalt. Durch ein variables Angriffsspiel erarbeiteten sich die Eulen weitere Chancen und nutzten bis zur Pause sechs davon. Die 3-Tore-Führung zur Halbzeit war mehr als verdient.

Glänzende Spielsteuerung bewies Alex Feld. (Foto: Harry Reis)

Die Auswahl von Ben Matschke legte nach dem Kabinengang eine ganz starke erste Viertelstunde aufs Parkett. Die Abwehr schien für den Gastgeber schier unüberwindlich zu sein, was die ASV-Akteure zusehends verunsicherte. Einzig Jakob Macke jubelte bis zur 40. Minute über einen Treffer, was den Eulen die Möglichkeit gab, die Führung auszubauen. Und das taten sie auch. Philipp Grimm mit drei Toren, dazu welche von Kai Dippe und Martin Slaninka, brachten der TSG einen 6-Tore-Vorsprung ein. Das Angriffsspiel der Westfalen wurde auch in der Folge nicht besser und so sorgten Philipp Grimm (2), Alex Feld, Gunnar Dietrich, David Schmidt und Denni Djozic mit ihren Toren für die Entscheidung. Dass Hamm in den letzten vier Minuten das Resultat mit einem Dreierpack etwas freundlicher gestalten konnte, konnten Patrick Weber und seine Mitspieler durchaus locker verschmerzen.

„Wir haben das im Angriff gut gemacht“, freute sich Ben Matschke darüber, dass sein Matchplan wieder einmal aufgegangen ist. „Wir wussten, dass wir vorne viel Platz im 1:1 haben werden. Und die Abwehr wird immer besser mit einem sehr guten Mittelblock und auch auf den Halben wird gut gedeckt. Wir haben den Gegenstoß und die schnelle Mitte von Hamm sehr gut verteidigt und Kevin nahm einige Würfe weg. Gut gefallen hat mir außerdem die Spielsteuerung von Alex auf der Mitte.“

Für Ben Matschke ist der Matchplan aufgegangen. (Foto: Harry Reis)

„Unsere Abwehr war der Grundstein für den Erfolg“, analysierte David Schmidt. „Jeder hat seine Leistung gebracht“, lobte Gunnar Dietrich und Philipp Grimm meinte: „Wir waren ein Stück besser und hatten den Gegner klar im Griff. Eine Schwächephase hatten wir nicht und daraus resultiert dann auch so ein Ergebnis.“ Webmaster Stephan Stelzer und Hallensprecher Thomas Repp, die es nicht nehmen ließen, die Mannschaft zu begleiten, sprachen unisono von einer „überragenden Vorstellung“.

Die nächste Begegnung bringt den Eulen ein Derby, es geht am 1. Oktober 2016 zur SG Leutershausen, die als Aufsteiger nach vier Spielen mit 5:3 Punkten einen sehenswerten Start hingelegt hat. Darauf kann man sich schon jetzt freuen, wie auch auf die Partie gut eine Woche später gegen Bietigheim.

Die Statistik:

ASV Hamm-Westfalen: Storbeck, Doden; Blohme (4), Huesmann, Brosch (2), Fuchs, Fridgeirsson (2), Eggert, Macke (2), Ritterbach (4/1), Gudat (1), Zintel, Possehl, Savvas (7), Neuhold; Trainer: Niels Pfannenschmidt

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (8/5), Dietrich (3), Heß (2), Feld (6), Falk, Durak, Djozic (1), Weber (2), Dippe (2), Slaninka (3), Schmidt (3); Trainer: Ben Matschke

SR: Van Hoang Chung (Bothfeld) & Jannik Otto (Fredenbeck) ◊ Zuschauer: 1512 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 8:6, Possehl (8.), Fuchs (18., 29.), Gudat (46.) – Dippe (12.), Falk (34.), Heß (37.) ◊ Rote Karte: Neuhold (36.) ◊ Siebenmeter: 4/2 – 6/5, Klier hält gegen Ritterbach (22.) und Zintel (55.), Grimm verwirft (4.) ◊ Team-Time-out: 18:38, 37:40, 46:22 – 26:48, 53:31

Spielfilm: 3:2 (7.), 4:5 (11.), 7:9 (17.), 9:12 (24.), 12:15 (28.), 14:17 (HZ) – 16:19 (35.), 17:24 (43.), 18:27 (48.), 21:28 (54.), 21:30 (56.), 24:30 (Ende)