TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

„6:0 Punkte, das ist schon klasse, aber 8:0 wären besser“

Wollen in Hamm nicht leer ausgehen: Philipp Grimm und seine Kollegen. (Foto: Harry Reis)

(gek) An dem Motto „Ein guter Start hat noch nie geschadet“ haben die Handballer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim richtig Spaß. Zunächst lösten die Rothemden die beiden Heimaufgaben gegen Essen und Neuhausen, ehe der erste Ausflug auf dem Programm stand. Der führte das Team von Ben Matschke am letzten Dienstag nach Würzburg, wo Rimpar seine Heimspiele austrägt.

Alexander Feld und seine Kollegen legten einen ansehnlichen ersten Durchgang aufs Parkett, agierten kompakt in der Abwehr und im Angriff höchst effektiv und gingen mit einem 17:11 in die Pause. Das Bild änderte sich nach dem Kabinengang gravierend. Die TSG erlaubte sich in den ersten knapp zehn Minuten Fehlabschlüsse und technische Fehler und schwuppdiwupp war der 6-Tore-Vorsprung zusammengeschmolzen. „Wir haben unser Polster nur noch verwaltet“, sagte Ben Matschke. „Es ist eng geworden, aber wie die Mannschaft in der Schlussviertelstunde wieder zugelegt und Lösungen gefunden hat, das war schon stark.“ Rimpar, das mehrfach zum Anschluss, aber zu keinem Gleichstand gekommen war, sah sich in der 54. Minute wieder mit fünf Toren im Hintertreffen und besaß keine echte Chance auf Zählbares. Am Ende setzten sich die Pfälzer mit 30:27 bei den Unterfranken durch. „Wir haben einen großen Kampf abgeliefert und hatten immer das Gefühl, diese Begegnung auch gewinnen zu können“, gab Martin Slaninka zu Protokoll. Drei Spiele, drei Siege, einen derartigen Saisonstart gab´s noch nie für die Eulen, seit sie in der Bundesliga spielen. „6:0 Punkte, das ist schon klasse“, sagte David Schmidt, „aber 8:0 wären besser.“

Am Ende der ersten „englischen Woche“ steht für Gunnar Dietrich & Co das zweite Auswärtsspiel in Folge an, es geht am Sonntag, 18. September 2016, zum ASV Hamm-Westfalen, der 2010 mit der TSG den Erstligaaufstieg geschafft hat, aber ebenso wie die Eulen den Ligaverbleib nicht realisieren konnte. Der Anwurf ist in der WESTPRESS arena um 17 Uhr.

Alex Feld: „In Hamm ist es nie leicht.“ (Foto: Harry Reis)

Der ASV schloss in der letzten Runde als Fünfter ab und will sich heuer weiter nach oben orientieren, heißt Platz vier am Saisonende oder noch besser. Nach drei Etappen stehen bei der Truppe von Niels Pfannenschmidt freilich schon vier Minuspunkte in der Statistik. In Saarlouis verloren die Westfalen ebenso wie zuletzt in Rostock, einzig der Vergleich mit Wilhelmshaven konnten Björn Zintel und seine Mitstreiter erfolgreich gestalten.

Vom bisherigen Abschneiden lässt sich Ben Matschke nicht blenden. „Hamm hat eine der stärksten Mannschaften der Liga, spielen mit den schnellsten Ball und sind taktisch gut unterwegs“, beschreibt der 34-jährige Chefcoach der TSG den vierten Kontrahenten. „Wenn ich Hamm sehe, dann ist da viel Plan auf der Platte. Es ist eine große Herausforderung, in Hamm zu spielen. Ich hoffe, dass wir das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben.“ Alex Feld weiß: „In Hamm ist es nie leicht.“ Philipp Grimm, der Kapitän, bekennt, dass es „einfach Spaß macht bei der TSG. Wir haben durch die bisherigen Siege Selbstvertrauen tanken können und eine gute Ausgangsposition. Den Druck hat Hamm morgen.“ Und David Schmidt hebt heraus, dass „wir als Team schnell zusammengewachsen sind, noch schneller als im vergangenen Jahr, obwohl wir in der Vorbereitung kaum zusammen trainieren konnten. Wir sind jetzt schon gefestigt.“ Wie das Match in Würzburg gegen Rimpar gezeigt hat.

Zum Kader: Dominik Claus und Pascal Kirchenbauer fehlen in Hamm auf dem Spielberichtsbogen, der Name Pascal Durak wird hingegen wohl wieder darauf zu finden sein. Die Ausfahrt nach Hamm werden die Youngster Simon Schleidweiler und Oli Zeller mitmachen, wie Ben Matschke mitteilte.