Tempohandball und schneller Rückzug

„Gegen Magdeburg sind vor allem drei Dinge zu beachten: Rückzug, Rückzug, Rückzug.“ 09.10.2018 13:23 // kiri

Die Eulen Ludwigshafen haben nach der engagierten aber unbelohnten Leistung gegen den EHF-Cup-Sieger aus Berlin nun direkt die nächste Topmannschaft vor der Brust, welche die Reise in die Pfalz antreten muss. Am Donnerstag (Anwurf: 19 Uhr) gastiert der zweitplatzierte SC Magdeburg in der Ludwigshafener Eberthölle.

Der Saisonbeginn verlief gut für den Club aus dem Osten, denn der SC konnte acht seiner neun Partien gewinnen. Unter anderem setzten sie sich zuhause gegen den Rekordmeister aus Kiel (35:30) und auch vor fremdem Publikum in Melsungen (23:28) deutlich durch. Nur die Füchse aus Berlin konnten dem von Geschwindigkeit geprägten Handball Paroli bieten. In der Hauptstadt mussten sich die Magdeburger mit 27:24 geschlagen geben. Momentan ist nur der amtierende deutsche Meister, die SG Flensburg-Handewitt (16:0) besser und steht in der Tabelle ungeschlagen vor dem Club der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt (16:2). Auffallend ist, dass die Magdeburger in der laufenden Saison mit großem Abstand die meisten Tore erzielen konnten: „In der Offensive verfolgen die Magdeburger ein sehr klares Konzept, das europaweit seinesgleichen sucht“, lobt Ben Matschke. Deshalb kommt es vor allem auf die defensive Stabilität der Eulen an: „Wie für jedes Team der Liga zählen auch für uns primär drei Dinge: Rückzug, Rückzug, Rückzug“, erklärt Eulen-Coach Ben Matschke mit einem Augenzwinkern. Die Favoritenrolle sei, wie auch gegen Berlin, klar verteilt, dennoch wolle man „den Großen“ wieder ärgern. Personell kann SCM-Coach Bennet Wiegert aus dem Vollen schöpfen, denn alle Spieler sind für die Partie gegen die Eulen einsatzbereit.

Ben Matschke muss wie auch gegen die Füchse auf die Rückraumspieler Jan Remmlinger, Stefan Salger und Azat Valiullin verzichten. Der Plan für die Partie steht bereits: „Wir wollen testen, wie tragfähig unser taktisches Konzept ist. Dabei dürfen wir uns von unserer guten Leistung gegen Berlin nicht blenden lassen. Ein Lob ist schön, aber bringt uns keine Punkte “, so Matschke. In der Zukunft soll sich das ändern. Gerade gegen die großen Gegner muss das Team „gierig sein, wenn wir in Reichweite sind“, fordert der Cheftrainer. Die Mannschaft freut sich auf die Herausforderung vor heimischem Publikum, denn die Unterstützung der Fans war in den letzten beiden Partien in Stuttgart und gegen die Füchse bemerkenswert. Gerade jetzt sind auch die Fans gefordert die Eulen bei der Kompensation der Ausfälle zu unterstützen. Für die Partie gegen das Spitzenteam sind noch Tickets im Vorverkauf (online und in der Geschäftsstelle) und an der Tageskasse erhältlich.

Anwurf ist am Donnerstag um 19 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle Ludwigshafen. Geleitet wird die Partie vom Schiedsrichtergespann Christoph Immel und Ronald Klein. Pay-TV-Sender Sky überträgt die Partie wie gewohnt live.

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