TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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Zu grün hinter den Ohren

Handball: B-Jugend der TSG Friesenheim verliert Spitzenspiel gegen Budenheim 17:24 – Meistertitel in weite Ferne gerückt

Paul Blohm (am Ball) und die B-Jugend der TSG Friesenheim zeigten in der zweiten Hälfte eine eher durchwachsene Angriffsleistung. FOTO: KUNZ

Ludwigshafen. Die B-Jugend der TSG Friesenheim hat in der Handball-Oberliga das Spitzenspiel gegen die DJK SF Budenheim 17:24 (11:15) verloren. Die Tabellenführung ist damit erst einmal weg, der Titelgewinn – und damit die Qualifikation für die Vorrundenspiele um die deutsche Meisterschaft – fraglich.

Tobias Fleckenstein, der TSG-Trainer, hat seiner Mannschaft vor der Spielzeit offen gelassen, was das Saisonziel sein soll. Er wollte seinem jungen Team, viele der Akteure waren in der vergangenen Saison noch in der C-Jugend aktiv, keinen Druck machen. Für ihn war die Meisterschaft daher ein Kann-Ziel, kein Muss-Ziel. „Die Jungs haben dann aber entschieden, dass sie den Titelgewinn als Ziel ausgeben wollen“, erzählt Fleckenstein.

Er hat dies dann auch akzeptiert, schließlich freut sich jeder Übungsleiter über eine Mannschaft, die Ambitionen hat. Bis zum Samstag sah es auch richtig gut aus, dass die B-Jugend der TSG Friesenheim den Titelgewinn, und damit die Qualifikation für die Vorrundenspiele um die deutsche Meisterschaft, erreichen kann. Schließlich hatten die Friesenheimer zuvor alle sieben Saisonspiele gewonnen, führten die Tabelle vor den ebenfalls verlustpunktfreien Budenheimern (sechs Siege aus sechs Spielen) an und stellten die beste Abwehr der Liga. Doch dann kamen jene Budenheimer nach Ludwigshafen – und zeigten den jungen TSG-Akteuren, dass sie noch ein bisschen (zu) grün hinter den Ohren sind.

Denn die Gäste entschieden das Spiel schon in der Anfangsphase – indem sie mit ihrem bekannten Tempohandball die TSG einfach überrannten. Alleine fünf Gegenstoßtreffer gelangen ihnen vor dem Wechsel, über 5:1 (4.) setzten sie sich auf 13:5 (16.) ab – weil die Friesenheimer nach Ballverlusten oder Fehlwürfen nicht schnell genug nach hinten eilten. „Das haben wir vorher angesprochen, die Mannschaft hat es aber nicht umgesetzt. Wir waren vom Kopf her nicht da“, kritisierte Trainer Fleckenstein.

Sein Team hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einer Aufholjagd beim Stand von 12:15 sogar die Chance, aufzuschließen, vermasselte aber viermal in Folge den Abschluss. „Wenn man die Möglichkeit bekommt, wieder heranzukommen, muss man sie nutzen. Das war der Knackpunkt“, sagte Fleckenstein, dessen Team im ersten Durchgang in der Abwehr und im zweiten Durchgang im Angriff zu schwach agierte und zudem drei Siebenmeter nicht nutzte.

So aber hat Budenheim mit Blick auf die Meisterschaft die Trümpfe in der Hand. Doch aufgeben will Fleckenstein nicht: „Das Positive ist doch, dass wir nicht chancenlos waren, das Spiel auch hätten gewinnen können.“ Er hat den Titel jedenfalls noch nicht abgeschrieben, verweist auf eine schwere Rückrunde für Budenheim und auf das Rückspiel. Und wie schnell es mitunter gehen kann, hat die Partie ja gezeigt.

So spielten Sie

TSG Friesenheim: Wagner - Blohm, Bastian Wilbrandt (5/1), Luka Wilbrandt - Schwarz, Eckel - Röller (1) - Kerber (4), Knobel (3), Mader (1), Ricco (2), Wissmeier (1/1)

Spielfilm: 1:5 (4.), 5:13 (16.), 9:14 (23.), 11:15 (Hz.), 12:15 (33.), 13:20 (39.), 17:24 (Ende) - Zeitstrafen: 2:2 - Siebenmeter: 5/2 – 3/3 - Beste Spieler: Bastian Wilbrandt – Sokais, Hilbert, Gundermann - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Koob/Krause (TSG Mutterstadt). |tnf


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