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„Wir haben ein Last-Minute-Trauma“

Interview: Gegen Minden bekommen die Eulen Ludwigshafen den Ausgleich fünf Sekunden vor Schluss. In Hüttenberg wird die 27:28-Niederlage vier Sekunden vor dem Ende besiegelt. Gestern versäumt es der Handball-Bundesliga-Aufsteiger, Sekunden vor Schluss das Siegtor gegen Nettelstedt-Lübbecke zu erzielen. Die Partie endet 23:23. Ein Gespräch mit Kreisläufer Kai Dippe.

Kai Dippe, haben die Eulen Ludwigshafen ein Last-Minute-Trauma?
Ja, wenn man die letzten beiden Spiele nimmt, dann kann man sagen, dass wir ein Last-Minute-Trauma haben. Vergangene Woche in Hüttenberg war es extrem bitter. Gegen Nettelstedt-Lübbecke haben wir einen Punkt geholt. Das war wichtig, denn wir freuen uns über jeden Zähler.

Schwirrte die unglückliche 27:28-Niederlage in Hüttenberg noch im Hinterkopf?
Nein. Wir hatten das Spiel abgehakt. Es tat ein paar Tage weh. Aber wir haben danach gut und konzentriert trainiert.

23:23 gegen den Tabellenletzten Nettelstedt-Lübbecke. War es ein Punktgewinn oder ein Punktverlust aus Ihrer Sicht?
Ein Punktgewinn. Wir wollen in der Liga bleiben, da brauchen wir jeden Punkt. Wie schon gesagt, wir freuen uns über jeden Zähler. Das war heute gegen Nettelstedt-Lübbecke ein ausgeglichenes Spiel. Wir hätten gewinnen, aber auch verlieren können.

Zehn Spiele sind absolviert. Die Eulen haben sechs Punkte geholt. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?
Wir sind momentan auf dem 14. Platz. Wenn wir da am Ende stehen, dann haben wir alles richtig gemacht.

Sie haben bislang 19 Tore erzielt. Sind Sie mit dem Schnitt zufrieden?
Absolut. Es geht hier nicht um mich und meinen Schnitt. Mir ist es egal, wer die Tore wirft. Entscheidend ist die Mannschaft. In Hüttenberg hatte ich etwas Pech. Da hätte es besser laufen können, keine Frage. Aber kein Spieler in der Bundesliga verwirft mit Absicht irgendwelche Bälle.

Gegen Nettelstedt-Lübbecke gab es die Premiere auf dem neuen Hallenboden. Wie war es?
Geil. Jetzt sieht die Eberthalle so langsam aus wie eine Erstliga-Halle. Wir haben uns lange darauf gefreut. Endlich war es so weit. Es hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht. Und ich freue mich schon jetzt darauf, den ersten Sieg auf diesem tollen Boden feiern zu dürfen.

Seit dieser Saison hat sich im Umfeld der Eulen viel getan. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung des Vereins und der Mannschaft?
Wir erleben gerade eine tolle Entwicklung und sind ein Teil davon. Die Eulen haben schon zweimal in der Bundesliga gespielt. Aber mit so einer Professionalität ist eine Saison in der stärksten Liga der Welt sicherlich noch nicht angegangen worden. Die Leute auf der Geschäftsstelle machen einen tollen Job. Auch die Entwicklung der Mannschaft ist richtig gut. Trainer Ben Matschke stellt uns immer super auf den Gegner ein. Wir haben gegen Gummersbach und gegen Lemgo gewonnen. Das sind zwei Schwergewichte in der Handball-Bundesliga.

Ihr Vertrag endet nach dieser Saison. Wo sehen Sie Ihre Zukunft?
Es gab noch keine Gespräche, aber ich bin für alles offen.

|Interview: Marek Nepomucky