Die Eulen Ludwigshafen

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- Die Rheinpfalz

„Wir brauchen noch drei Punkte“

Interview: Frederic Stüber war zu großer Form aufgelaufen. Doch dann musste der 23 Jahre alte Kreisläufer des Handball-Bundesligisten Eulen Ludwigshafen an der Hand operiert werden. Nun ist er seit einem Monat wieder im Team. In den noch verbleibenden vier Saisonspielen will der gebürtige Niedersachse den Ligaverbleib schaffen. Morgen, 12.30 Uhr, müssen die Eulen bei der TSV Hannover-Burgdorf ran.

Sie sind zu Saisonbeginn vom Zweitligisten TV 1893 Neuhausen in die Pfalz gewechselt. Haben sich Ihre persönlichen Erwartungen erfüllt?
Ich bin ja davon ausgegangen, dass ich nach Ludwigshafen zu einem ambitionierten Zweitligisten wechsle. Dann haben sich die Ereignisse mit dem Aufstieg im positiven Sinne überschlagen und ich durfte meinen Zweijahresvertrag in der Bundesliga beginnen. Das ist eine super Sache und gleichzeitig Riesenmotivation für jeden Handballer. Sportlich ist es für mich bis zu meiner Verletzung recht ordentlich gelaufen. Ich bekam das Vertrauen vom Trainer und erhielt passende Spielanteile. Es macht mir viel Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen. Auch in der Stadt und Region fühle ich mich wohl.

Als Aufsteiger standen die Eulen von Anfang an mit dem Rücken zur Wand. Wie hat sich das Team im bisherigen Rundenverlauf geschlagen?
Es ist keine Überraschung, dass die drei Neulinge von Anfang an hinten stehen. Ich finde trotzdem, dass wir schnell Fuß in dieser starken Liga gefasst haben. Es waren viele enge Spiele dabei, in denen wir mit etwas Glück und Cleverness den einen oder anderen Punkt hätten noch einfahren können. Dann gab es eine längere Durststrecke ohne Zähler für uns. Aber wir haben als eingeschworene Mannschaft nie unser großes Saisonziel, den Klassenverbleib, aus den Augen verloren. Mit den Siegen gegen Wetzlar, Nettelstedt und Hüttenberg haben wir den Anschluss gefunden und uns eine sehr gute Ausgangsposition für das Saisonfinale geschaffen. So haben wir uns das gewünscht. Jetzt haben wir die erhoffte Situation und können aus eigenen Kräften die Klasse halten.

Die Eulen stehen aktuell mit 13 Pluspunkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Direkt dahinter mit einem Zähler weniger kommen die Mitaufsteiger Nettelstedt und Hüttenberg. Das bessere Torverhältnis spricht klar für Ihr Team. Wie viele Punkte werden noch benötigt?
Wir brauchen noch drei Punkte. Ich hoffe auf einen Heimsieg gegen Erlangen und einen Überraschungszähler. Das kann durchaus ein Remis nächsten Donnerstag zu Hause gegen Melsungen sein. Das gegenüber der Hauptkonkurrenz um weit über 20 Tore bessere Torverhältnis spielt innerhalb der Mannschaft keine Rolle. Für uns geht es um diese drei Punkte.

Können die Eulen Ludwigshafen unter Umständen morgen, 12.30 Uhr, beim Pokalfinalisten, aktuellen Tabellensechsten und zukünftigen EHF-Cup-Teilnehmer Hannover-Burgdorf für eine Überraschung sorgen? Das Hinspiel ging ja klar an Hannover.
Wir werden natürlich versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten und auf unsere Chancen lauern. Das geht aber nur, wenn wir hochkonzentriert auf höchstem Niveau spielen. Hannover ist zu Hause eine Macht mit einer enormen Qualität. Wir sind aber selbstbewusst und haben mit zwei Siegen in Folge einen kleinen Lauf.

|Interview: Stefan Naumer