TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Webers Gala-Show

Handball: Zweitligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim fertigt den VfL Bad Schwartau mit 34:28 ab. Weil Bietigheim verliert, liegen die „Eulen“ jetzt nur noch einen Punkt hinter einem Aufstiegsplatz.

Von Marek Nepomucky

Lübeck. Es war wieder einmal Patrick Weber. Der 24 Jahre alte Rückraumspieler ballerte gestern Abend quasi im Alleingang die TSG Ludwigshafen-Friesenheim zum 34:28 (18:11)-Erfolg beim VfL Bad Schwartau in der Zweiten Handball-Bundesliga. Der Rückraumspieler war mit elf Toren der überragende Mann auf dem Feld. Dabei agierte Weber zu Spielbeginn zunächst in der Abwehr – was ihn aber nicht davon abhielt mit vier Toren hintereinander die Friesenheimer mit 8:2 in Führung zu werfen.
Die überragende Form von Weber kommt nicht von ungefähr. Seit Wochen spielt der Jura-Student richtig gut. Beim 29:28-Zittersieg zuletzt gegen Konstanz zu Hause war es Weber, der mit acht Toren eine drohende Heimniederlage verhinderte. Weber ist zu einer Führungspersönlichkeit bei der TSG gereift. Seine strammen Würfe aus dem Rückraum sind in der Liga gefürchtet. Diese Woche konnte Weber nicht trainieren, da er wegen seines Studiums an der Universität in Mainz war. „Patrick macht ein richtig gutes Spiel“, sagte Friesenheims Trainer Ben Matschke.

Die fast einwöchige Auszeit Webers machte sich gestern in Bad Schwartau aber nicht bemerkbar. Weber war – wie der Rest der Mannschaft – extrem fokussiert auf dieses wichtige Spiel. Schon am Freitagmorgen reisten die Friesenheimer in den Norden. Sie trainierten abends noch einmal in der Halle des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Auch gestern Morgen gab es in Hollenstedt, einem kleinen Ort bei Hamburg, eine weitere Einheit. Das zweitägige Zusammensein machte sich gestern bezahlt. Friesenheim nahm die Gastgeber regelrecht auseinander. Von Beginn an agierten die Pfälzer konzentriert. Dazu kam eine extreme Effektivität in den Abschlüssen. Eine 70-prozentige Wurfquote drückt die Überlegenheit der Friesenheimer aus. Nach nicht einmal 25 Minuten führten die Gäste schon mit 13:5.

„Wir waren gleich im Spiel. Die Abwehr agierte sehr beweglich und Torwart Kevin Klier war sofort da. Außerdem hat unsere zweite Welle gut funktioniert“, analysierte Matschke.

Die Treffsicherheit, die Abschlussstärke sowie der beeindruckende mannschaftliche Auftritt waren der Schlüssel zum deutlichen Sieg. „34 Tore in Bad Schwartau, das ist eine außergewöhnliche Leistung. Das gelingt nicht vielen Mannschaften“, frohlockte Matschke.

Das musste Bad Schwartaus Trainer Torben Greve anerkennen. „Wir waren klar unterlegen. Die Power, die die TSG Friesenheim auf die Platte brachte, gepaart mit der Klasse der Spieler – das war sehr beeindruckend“, schwärmte Greve vom Auftritt der Friesenheimer.

Weil Bietigheim gestern in Eisenach verlor, hat Friesenheim nun nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten. Doch Matschke blieb auch gestern wieder standhaft in Sachen Aufstieg: „Wir haben es nicht selbst in der Hand.“

VfL Bad Schwartau: Klockmann (25.-30., ab 37. Mallwitz - Podpolinski (4), Claasen (1), Schult (4) - Wischniewski (4/2), Glabisch (3) - Fuchs (4) - Milde (2), Waschul, Schlichting, Metzner (5), Hansen (1)

TSG Lu-Friesenheim: Klier (ab 51. lenz) - Schmidt (3), Feld (3), Dietrich (2) - Falk (1), Grimm (5/2) - Dippe (6), Weber (11), Slaninka (1), Heß (1), Remmlinger (1), Haider

Spielfilm: 0:1 (3.), 1:1 (3.), 2:8 (12.), 5:13 (20.), 11:18 (Hz.), 16:26 (43.), 23:32 (54.), 28:34 (Ende) - Zeitstrafen: 2:9 - Rote Karte: Hansen (17., Foul) – Schmidt (27., Foul) - Siebenmeter: 3/2 - 2/2 - Beste Spieler: Metzner – Weber, Dippe - Zuschauer: 1767 - Schiedsrichter: Schaban/Westphal (beide Berlin). |mne