TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

Logo TSG Ludwigshafen-Friesenheim #WirfürLU DKB Handball Bundesliga
- Die Rheinpfalz

TSG muss auf Schützenhilfe hoffen

Handball: Friesenheimer A-Jugend verliert 25:41 – Abstieg aus Bundesliga droht

Von Jochen Willner

LUDWIGSHAFEN. Das Wunder ist ausgeblieben. Die männliche A-Jugend des Handball-Zweitligisten TSG Friesenheim muss nach der 25:41 (13:23)-Niederlage gegen den deutschen Vizemeister HSG Dutenhofen/Münchholzhausen weiterhin um die direkte Qualifikation zur Bundesliga 2017/2018 bangen. Die Entscheidung fällt am kommenden Sonntag, wenn die TSG den TV Großwallstadt zu Gast hat.

Diesen Krimi wollten sich die Verantwortlichen der TSG Friesenheim eigentlich ersparen. Jetzt führt kein Weg mehr daran vorbei. Nach der deutlichen Niederlage gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen muss die TSG Friesenheim im letzten Saisonspiel gegen die TVG Junior Akademie einen Sieg landen, um die direkte Qualifikation für eine weitere Spielzeit in der höchsten Spielklasse zu sichern. Das ist aber nur dann möglich, wenn die bisher einen Punkt besser platzierte HSG Hochheim-Wicker am Tag zuvor bei der HSG Hanau keinen Sieg landet. Eine Überraschung gegen den deutschen Vizemeister hätte die Sache etwas einfacher gemacht.

Die Jungeulen waren gegen die bisher ungeschlagenen Gäste aus Hessen nur in den ersten 15 Minuten auf Augenhöhe. Zwar lag die Mannschaft von Trainer Michael Pfeil und seinem Assistenten Marcus Muth bereits mit zwei Toren im Rückstand, dennoch lief vieles nach Plan. Hochmotiviert arbeitete die Abwehr und versuchte, frühzeitig die Würfe aus dem Rückraum zu unterbinden. Aber plötzlich brachen alle Dämme. Das haben sich die Jungs selbst zuzuschreiben. Wegen zahlreicher undisziplinierter Würfe, die Nationaltorhüter Till Klimpke parierte, kamen die Gäste immer wieder zu Gegenstößen und zogen im ICE-Tempo davon.

„Es ist genau das eingetreten, was wir nicht wollten. Dazu war diesmal auch unsere Torwartleistung nicht so gut, dass wir ein höheres Ergebnis verhindern konnten“, monierte Pfeil. Die Jungeulen fanden mit zunehmender Spieldauer keinen Zugriff auf den Rückraum der Gäste, die mit Nationalspieler Hendrik Schreiber und dem künftigen Hochdorfer Torben Waldgenbach, der auch ein Zweitspielrecht in Friesenheim erhält, treffsichere Schützen hatten. Beide überzeugten mit teils spektakulären Zuspielen. Da hatte die TSG nur wenig entgegenzusetzen. Ein Grund, weshalb Trainer Pfeil allen Akteuren Spielanteile gab.

„Es war uns dann schnell klar, dass wir uns auf das letzte Spiel konzentrieren müssen“, sagte Pfeil. Nicht anders machte es sein Kollege Arno Weber. „Unser Ziel ist das letzte Spiel gegen Leipzig, das wir gewinnen wollen, um bei der Deutschen Meisterschaft anzugreifen. Deshalb haben wir auch viel gewechselt“, erklärte Waldgenbach. Er nutzte am Ende die Gelegenheit, mit seinem künftigen Mitspieler in Hochdorf, Tom Jansen, ein paar Worte zu wechseln. „Ich hoffe, dass die TSG in der Liga bleibt.“ Am nächsten Sonntag haben die Friesenheimer Gewissheit.

So spielten Sie

TSG Friesenheim: Hoblaj (1.-17., 31.-42.), Engelter (ab 18.-30; 43.-60.) - Lenz (5), Muth (1), Jansen (6) - Freitag (2/1), Schutzius (5/1) - Hannes (2) - Pfeil (1), B. Wilbrandt (1), Sulta, Karl (1), Blohm (1).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Klimpke, F. Weber (ab 45.) - Waldgenbach (6), Schreiber (7), I. Weber (1) - Kaiser (1), Rüdiger (9/1) - Okpara (1) - Parzeller (7), Weimer (3), Vatter (5), Sturm (1), Wassberg.

Spielfilm: 2:2 (4.), 5:5 (9.), 7:8 (12.), 10:12 (17.), 10:16 (19.), 11:21 (25.), 13:12 (30.), 17:26 (37.), 21:33 (48.), 24:38 (58.), 25:41 (60.) - Siebenmeter: 4/2 – 1/1 - Zeitstrafen: 4/3 - Beste Spieler: Jansen - Klimke, Schreiber, Waldgenbach, Rüdiger - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Ekk/Sachtleber (Wiesbaden/Offenbach).


Die Nachwuchsförderung bei den Eulen mit freundlicher Unterstützung von