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Temperamentvolles Torhüter-Talent

Handball: Stefan Hanemann hat klare Vision bei den Eulen Ludwigshafen

LUDWIGSHAFEN. Aus der Zweiten Liga ist Stefan Hanemann von der HSG Konstanz in der Winterpause zu den Eulen Ludwigshafen gewechselt. Der ehemalige Junioren-Nationaltorhüter will mithelfen, dass sein neuer Verein erstklassig bleibt. Ein Sieg beim Mitabstiegskonkurrenten VfL Gummersbach wäre ein wichtiger Schritt (morgen, 12.30 Uhr, Schwalbe-Arena).

Besser kann ein Einstand fast nicht sein. In der 48. Minute kam Stefan Hanemann (22) erstmals aufs Feld für die Eulen Ludwigshafen. Er sollte den Siebenmeter gegen Hans Lindberg parieren. Lindberg – eigentlich ein sehr sicherer Schütze. Doch Hanemann hielt, nicht nur einmal in dieser Partie gegen die Füchse Berlin, sondern zweimal. „Diesen Bundesligaeinstand habe ich mir gewünscht. Ich bin hoch motiviert und fühle mich topfit. So kann es weiter gehen. Nur müssen wir jetzt Punkte für den Klassenverbleib holen“, sagt Hanemann.

Der aus der erfolgreichen Talentschmiede der HSG Wetzlar stammende Hesse wollte schon immer in der Bundesliga spielen. Dann folgte der Wechsel nach Konstanz. Bei der HSG entwickelte sich der 1,98 Meter lange Keeper erst in der Dritten Liga Süd und später in der Zweiten Liga sportlich weiter. Das weckte das Interesse höherklassiger Vereine. Da kam das Angebot der Eulen Ludwigshafen mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2020 zum richtigen Zeitpunkt. „Das ehrte und freute mich zugleich. Die Eulen und Trainer Ben Matschke genießen einen sehr guten Ruf in der Szene. Da musste ich nicht lange überlegen. Außerdem kann ich hier in Heidelberg mein Studium fortführen“, berichtet Hanemann.

Bei seinem neuen Arbeitgeber ist man von seinen Qualitäten überzeugt. „Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, eines der großen Torhüter-Talente zu holen, um auch hier einen zusätzlichen Impuls zu setzen. Mit Stefan werden wir die Qualität nochmals erhöhen. Er ist ein junger Mann, der bei uns seinen Weg gehen wird“, sagt Matschke.

Mit der Verpflichtung von Hanemann hat Matschke jetzt drei Torleute im Kader. Das heizt den Konkurrenzkampf an. „Kevin, Roko und ich sind ein gutes Trio. Wir sind Kollegen, die sich gegenseitig Tipps geben und nur ein Ziel verfolgen. Das ist der Klassenverbleib für die Eulen. Dafür werden wir Torhüter alles tun“, schätzt Hanemann die Kameradschaft mit seinen neuen Kollegen. Er wisse genau, dass auch über überdurchschnittliche Torwartleistungen Spiele entschieden werden können.

Den Anfang will der Lehramtstudent für Sport und Russisch im Spiel beim Traditionsverein VfL Gummersbach machen. Dort hütet mit dem 220-fachen Nationalspieler und Weltmeister Carsten Lichtlein eine Handball-Größe das Gehäuse. „Carsten ist eine Lichtgestalt und die Gummersbacher Lebensversicherung. Trotzdem glaube ich, dass für uns dort was zu holen ist. Wenn wir punkten, erhöhen wir den Druck auf die anderen Teams“, sagt Hanemann. |nau