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Selbstbewusst und wurfgewaltig

Handball: Robin Egelhof hat sich durchgesetzt – Eulen heute bei THW Kiel

LUDWIGSHAFEN. Einmal in der ehemaligen Kieler Ostseehalle, die jetzt Sparkassen-Arena heißt, spielen: Das ist der sportliche Traum eines jeden Handballers. Für den 20-jährigen Robin Egelhof geht er heute Abend in Erfüllung. Die Eulen Ludwigshafen treten in der DKB Handball-Bundesliga beim deutschen Rekordmeister THW Kiel an (19 Uhr).

Für den Linkshänder aus dem westpfälzischen Stelzenberg ist das Duell gegen das Kieler Starensemble jedoch nicht das erste Aufeinandertreffen. Im Dezember 2016 traf Egelhof mit den Eulen im Viertelfinale des DHB-Pokals bereits auf die Truppe von Alfred Gislason. Knapp 30 Minuten machte die Matschke-Sieben dem haushohen Favoriten in der ausverkauften Eberthalle bei der am Ende zu hohen 23:29-Niederlage das Leben schwer. Der Junioren-Nationalspieler erzielte drei Tore. „Das war ein cooles Ereignis, an das ich mich gerne zurückerinnere. In der Bundesliga in Kiel vor großer Kulisse zu spielen ist noch höher zu bewerten. Das sind Höhepunkte“, freut sich der Halbrechte auf die 60 Minuten.

Über seinen bisherigen Saisonverlauf kann sich der Lehramtsstudent der Universität Landau (Sport, Biologie) nicht beklagen. Nach einer schweren Schulteroperation, die eine siebenmonatige Verletzungspause nach sich zog, wurde der Youngster zu Saisonbeginn ins kalte Wasser geworfen. Wegen der Verletzungen von David Schmidt und Oliver Heß, der am Dienstag seinen Vertrag vorzeitig bei den Eulen aufgelöst hat, musste Egelhof früh Verantwortung im rechten Rückraum übernehmen. Damit hatte er keine Probleme. Bei der Premiere in Magdeburg und in Berlin erzielte er je drei Treffer. Jetzt sind die erfahrenen Kollegen wieder an Bord. Trotzdem erhält das Talent weiter seine Einsatzzeiten. Angst vor großen Namen hat der selbstbewusste Egelhof nicht: „Ich nehme mir meine Würfe. Wenn mal was schief geht, dann klappt es eben das nächste Mal.“

Die mit vier Niederlagen schwach wie noch nie in die Runde gestarteten Norddeutschen sieht Egelhof unter Druck. Vom Team um den ehemaligen Friesenheimer Christian Dissinger erwarten alle Experten einen klaren Heimsieg. „Die Außenseiterrolle nehmen wir gerne an. Wie Flensburg wollen wir auch die Kieler ärgern. Es geht darum, die wahrscheinliche Niederlage möglichst im Rahmen zu halten“, spekuliert Egelhof auf ein knappes Ergebnis. Das eine oder andere Tor will er auch wieder werfen. |nau