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Remmlinger will mit „Eulen“ in die Bundesliga

Handball: Friesenheimer Leihgabe vom Erstligisten Balingen ist in Top-Form – Heute Spitzenspiel bei Ligazweiten Hüttenberg

Von Stefan Naumer

LUDWIGSHAFEN. Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim ist gerüstet für das heutige Topspiel beim Tabellenzweiten TV Hüttenberg (19.30 Uhr, Sporthalle Hüttenberg). Zuversicht gibt die starke Vorstellung der Mannschaft von Ben Matschke beim überzeugenden 29:23-Heimerfolg gegen den ThSV Eisenach. Herausragend spielte am Mittwochabend der von HBW Balingen-Weilstetten bis zum Saisonende ausgeliehene Jan Remmlinger.

In seinem bisher besten Spiel für die „Eulen“ erzielte der Mittelmann sieben Tore. Da sparte Coach Ben Matschke nicht mit Lob für den 23 Jahre alten früheren Junioren-Nationalspieler. „ Heute hat man die besondere Qualität von Jan gesehen. Mit der zweiten Welle hat er seine Torgefährlichkeit bewiesen und in der Abwehr sehr gut gearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen“, sagte Matschke.

Am 16. Januar kam der Rechtshänder von der Schwäbischen Alb in die Pfalz. Die große Verletzungsserie und die Sperre von Spielmacher Alexander Feld veranlassten die Friesenheimer zu handeln. Der gebürtige Balinger, der zuletzt keine regelmäßigen Einsätze in der Balinger Bundesligamannschaft bekam, hat diesen Schritt nicht bereut. „Ich wollte einfach mehr Spielanteile haben. Egal ob Zweite Liga. Da kam mir die Anfrage von Friesenheim sehr gelegen. Ich habe mich hier schnell integrieren können und bin richtig froh, Bestandteil dieser Mannschaft sein zu dürfen“, sagte Remmlinger, der sich in Friesenheim eine Wohngemeinschaft mit dem früheren Balinger Denni Djozic teilt.

Die Aufgabe des abwehr- und wurfstarken Spielers ist es unter anderem, TSG-Ideengeber Alexander Feld als Mittelmann zu entlasten. Remmlinger: „Die Aufteilung mit Alex klappt sehr gut. Ich bin für die Abwehrarbeit und bei Tempogegenstößen mit der zweiten Welle zuständig. Alex spielt die restlichen Angriffe. So können wir gemeinsam Kräfte sparen.“

Auch gegen die heimstarken Hüttenberger will das Duo wieder zuschlagen. „Den nötigen Respekt haben wir natürlich. Aber wir wissen auch um unsere eigenen Stärken. Die wollen wir, wie gegen Eisenach, konsequent umsetzen. Wir wollen weiter oben mitmischen“, ist Remmlinger zuversichtlich. In Sachen Saisonziel nimmt der Lehramtsstudent für Sport und Geschichte kein Blatt vor den Mund: „Ich kann nicht sagen, wir wollen den fünften Tabellenplatz behalten. Ich will mit Friesenheim unter die ersten Drei kommen. Das können wir packen. Unsere Ausgangsposition bei noch sieben verbleibenden Heimspielen ist vielversprechend.“

Remmlinger will sich dafür die nächsten Wochen für Friesenheim besonders ins Zeug hängen. Selbst wenn der große Coup mit einem durchaus möglichen Aufstieg gelingen würde, wird die aktuellen 19 der „Eulen“ zu seinem Stammverein zurückkehren. Sein Vertrag läuft in Balingen noch ein Jahr. „Da denke ich momentan noch nicht daran. Ich möchte haben, dass es am Ende heißt. Jan Remmlinger hat alles für Friesenheim gegeben.“