Die Eulen Ludwigshafen

Logo Die Eulen Ludwigshafen Gemeinsam alles geben DKB Handball Bundesliga
- Die Rheinpfalz

Nur bissl gekratzt

Handball: Auch die TSG Ludwigshafen-Friesenheim kann den übermächtigen TuS Nettelstedt-Lübbecke nicht bezwingen. 25:29 verlieren die Pfälzer das Spitzenspiel der Zweiten Liga. Morgen nun kommt Konstanz.

Von Marek Nepomucky

Ludwigshafen. Ein Handballspiel dauert 60 Minuten. Nicht 61. Nicht 59. Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat gestern Abend beim TuS Nettelstedt-Lübbecke 54 Minuten lang guten Handball gespielt. 54 sind aber zu wenig. Deshalb hat der unangefochtene Tabellenführer der Zweiten Handball-Bundesliga das Spitzenspiel vor 1749 Zuschauer letztlich verdient mit 29:25 (16:12) gegen die Friesenheimer gewonnen.

Ausschlaggebend für den 14. Heimsieg im 15. Spiel in eigener Halle waren sechs starke Anfangsminuten. Da hatte Nettelstedt die TSG förmlich überrollt und führte mit 6:1. „In dieser Phase haben wir zu früh geworfen“, haderte TSG-Trainer Ben Matschke. Deshalb wiederholte sich das Schema: Fehlwurf - Tempogegenstoß - Tor sechsmal zuungunsten der Friesenheimer. „Wir haben am Anfang aufs Tempo gedrückt“, sagte Nettelstedts Trainer Aaron Ziercke. Das Tempo hielt der Bundesliga-Absteiger aber nicht durch. Und so kam Friesenheim besser ins Spiel.

„Von da an lief es ordentlich“, lobte Matschke. Plötzlich stand es nur noch 20:19 für Nettelstedt (45.). Der Gastgeber kam nicht mehr so leicht zu einfachen Toren, weil die Friesenheimer Abwehr gut stand. Doch der Funke wollte bei der TSG nicht überspringen. Dieses Mal glückte die Aufholjagd nicht – so wie zuletzt im Heimspiel gegen Emsdetten, als die „Eulen“ einen Sechs-Tore-Rückstand aufholten und noch gewannen. Denn das Momentum, das die Friesenheimer gestern in Nettelstedt bis auf 19:20 herangebracht hatte, war just in dem Augenblick auch wieder verflogen. Nettelstedt hatte die Schludrigkeiten in der Defensive abgestellt und nahm das Tempo wieder auf. 25:20 stand es vier Minuten später für den designierten Aufsteiger.

Matschke hatte für das abrupte Ende der Aufholjagd schließlich eine Erklärung. „Da hat uns die Luft gefehlt. Ich hatte mit David Schmidt nur einen Linkshänder im Rückraum, weil Oliver Heß verletzt ist. David wollte nach dem 20:19 raus“, sagte Matschke, war aber letztlich mit der Leistung zufrieden. „Wir haben die verbleibenden 54 Minuten gewonnen“, sagte er. In Zahlen ausgedrückt: 24:23 hieß es von Minute sechs bis 60 für Friesenheim. Doch ein Handballspiel beginnt eben nicht ab Minute sechs und dauert nur 54 Minuten. Deshalb lautet die Devise morgen gegen Konstanz (17 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle): 60 Minuten Vollgas geben. „Das ist ein Heimspiel und das wollen wir auch gewinnen, unabhängig vom Ergebnis heute gegen Nettelstedt“, betonte Matschke.

TuS N-Lübbecke: Tatai (29. bis 31. Blazicko) - Kaleb, Hövels (4), Genz (4) - Gruszka (2), Bechtloff (6/1) - Torbrügge (6) - Zettermann (1), Tauabo (3), Koloper (1), Gierak (2), Grabarczyk

TSG Lu-Friesenheim: Lenz - Schmidt (3), Feld (5), Dietrich (3) - Falk (1), Grimm (4) - Slaninka (1) - Haider, Weber (6), Remmlinger, Dippe (1), Djozic (1/1)

Spielfilm: 1:0 (1.), 6:1 (7:9, 9:6 (13.), 13:9 (23.), 16:12 (Hz), 19:17 (42.), 20:19 (45.), 25:20 (49.), 29:25 (Ende) - Zeitstrafen: 2:3 - Siebenmeter: 2/1 – 3/1 – Zuschauer: 1749 – [b9Schiedsrichter:[/b] vom Dorff/vom Dorff (Kaarst).mne