Die Eulen Ludwigshafen

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- Die Rheinpfalz

Nun auf Blau

Handball: Die Eulen Ludwigshafen spielen künftig auf einem neuen Hallenboden. Am Montag wurde der neue Untergrund verlegt und danach die Linien aufgepinselt. Damit erfüllt der Bundesligist eine wichtige Anforderung der Handball-Bundesliga. Der alte Hallenboden soll weiterverkauft werden. Zehn Jahre lang spielten die Eulen auf Parkett, feierten große Erfolge darauf.

Von Marek Nepomucky

Ludwigshafen. Die letzte Lücke ist nun auch geschlossen. Die Eulen Ludwigshafen haben einen neuen Hallenboden. Der Klub war der einzige Handball-Bundesligist, der noch keinen blauen Hallenboden hatte. Der aber war von der Handball-Bundesliga (HBL) vorgeschrieben.

Denn seit dieser Saison überträgt der Privatkanal Sky zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern die Begegnungen der höchsten deutschen Handball-Spielklasse. Damit die Übertragung der Partien professioneller und einheitlicher wird, hatte Sky vor der Saison in einem Papier drei Positionen aufgelistet, die die Bundesligisten erfüllen müssen:
blauer Hallenboden
elektronische Bande
bessere Beleuchtung
Die elektronische Bande haben die Eulen mittlerweile, die bessere Beleuchtung ist ab der Saison 2018/19 Pflicht. Fehlte also nur der Hallenboden. Den hatte die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom) als Eigentümer der Eberthalle, bestellt – und bezahlt. 110.000 Euro kostet der Boden, sagte Lukom-Chef Michael Cordier. „Das gibt der Friedrich-Ebert-Halle ein neues Bild“, sagt Cordier und freut sich Cordier auf das neue Geläuf.

Eigentlich sollte der Hallenboden schon viel früher verlegt werden. Es habe aber Lieferschwierigkeiten bei einer Firma gegeben, sagte Cordier. Der HBL war das egal. Weil die Eulen vier Heimspiele ohne den blauen Untergrund bestritten, bekamen sie von der HBL nach RHEINPFALZ-Informationen eine Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro aufgebrummt. Eulen-Geschäftsführer Marcus Endlich wollte sich gestern auf Anfrage dazu nicht äußern, sagte aber nur: „Die Verzögerung des Hallenbodens war nicht unsere Schuld. Die Lukom hat den Boden rechtzeitig bei der französischen Firma bestellt, doch die hatte Betriebsferien und Lieferschwierigkeiten.“

Am Montag nun wurde der Hallenboden mit der Bezeichnung „Speed-Lock MI“ angeliefert. 708 Teile wurden dann zusammengesteckt. 30 Kilogramm wiegt ein Teil, sagt Dennis Hesse, Sales Manager der Firma Holz Speckmann aus Halle/Westfalen. Die hat einen Teil des Bodens hergestellt und am Montag die neue Fläche verlegt. „Der wird wie Parkett verlegt“, sagt Hesse. Die Eulen haben seinen Worten zufolge einen guten Boden bekommen. Der THW Kiel und die Füchse Berlin haben den gleichen blauen Hallenboden. Das Unternehmen aus Halle hat bei mehr als der Hälfte der Basketball-Bundesligisten den Boden verlegt sowie bei Klubs in der Volleyball-Bundesliga. „Wir haben auch Böden nach Asien verkauft“, sagt Hesse: „Und eine Eisabdeckung für die Adler Mannheim, damit da drauf der Hallenboden der Rhein-Neckar-Löwen verlegt werden kann.“

Nach sechs Stunden waren die 1000 Quadratmeter in der Eberthalle verlegt am Montag. Danach kamen die Maler und pinselten die Linien auf. Zwei Tage musste die Farbe trocknen. Deshalb musste das Abschlusstraining der Bundesliga-Handballer gestern Abend ausfallen. Somit gibt es heute Abend für die Eulen Ludwigshafen eine Premiere. Um 19 Uhr erwartet die Mannschaft von Trainer Ben Matschke den TuS N-Lübbecke.