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Nix mit Hüttenzauber

HANDBALL: TSG Friesenheim kämpft sich zu Unentschieden in Hüttenberg

VON MAREK NEPOMUCKY

Hüttenberg. Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat am Samstag in Hüttenberg nicht die Hütte vollgekriegt. 26:26 (13:10) endete das Spitzenspiel der Zweiten Handball-Bundesliga (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete). Hüttenberg bleibt Zweiter – und die TSG als Fünfter im Rennen um die Aufstiegsplätze.

Der Zeitplan war ambitioniert. Kevin Klier hatte Mitte März angekündigt, gegen den TV Hüttenberg wieder im Tor der TSG Friesenheim zu stehen. Am 17. Februar hatte sich Klier im Spiel gegen Rimpar ein Außenband im Knöchel gerissen und ein zweites angerissen.

Aus Kliers Vorhaben wurde jedoch nichts. Er stand am Samstag nicht im Tor, sondern wieder Mathias Lenz. Und der 32 Jahre alte Lenz hielt – wie schon vorigen Mittwoch beim Sieg gegen Eisenach – richtig gut. Ohne seine 14 Paraden wäre die TSG nicht mit einem Punkt aus dieser intensiv geführten und hochklassigen Partie gegangen. „Das war ein tolles Kampfspiel. Wir haben die erste Halbzeit 10:13 verloren und die zweite Halbzeit 16:13 gewonnen. Ich bin daher mit dem Unentschieden zufrieden“, sagte Lenz, räumte aber ein: „wer weiß, wenn ich die zwei, drei Eier von Daniel Mappes nicht reinlasse, wie das Spiel dann ausgeht. Aber Hüttenberg ist eine starke Mannschaft. Hier haben schon einige Spitzenteams Punkte gelassen und werden noch weitere Punkte lassen.“

Friesenheim hat zumindest einen Zähler mitgenommen – und keinen verloren. Denn bis zur 57. Minute lagen die Pfälzer zurück. Erst dann gelang Alexander Feld mit einem schlitzohrigen Tor der erstmalige Ausgleich. Der Spielmacher traf wenig später abermals zum 26:26. Ein Sieg wäre möglich gewesen, wenn Friesenheim den letzten Angriff 38 Sekunden vor dem Ende nicht so halbherzig ausgespielt hätte. Er wäre zwar nicht unbedingt verdient gewesen, aber was ist im Sport schon verdient und unverdient? Die 24:25-Niederlage der TSG vor wenigen Wochen in Dessau-Roßlau fällt unter diese Kategorie oder die Schlappe der Dessauer zuletzt in Rimpar, als der Siegtreffer quasi mit der Schlusssirene fiel.

Die Friesenheimer haben in Hüttenberg zumindest den Charaktertest bestanden. Sie waren erst die zweite Mannschaft in dieser Saison, die bei den Hessen ein Unentschieden erzielte. Rimpar war die andere. „Es war ein Punktgewinn“, sagte David Schmidt. Vor zwei Wochen beim 31:31 in Bietigheim sprach Schmidt noch von einem Punktverlust. Der rechte Rückraumspieler war mit acht Toren der beste Werfer und mit Mathias Lenz auch der beste Spieler der Friesenheimer. Dabei hatte Schmidt früh zwei Zeitstrafen bekommen und musste daher aufpassen, nicht eine weitere zu erhalten und somit vom Feld zu müssen. Schmidt hielt dem Druck stand. Außerdem hatte es der 23 Jahre alte Schmidt nicht leicht. Denn Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson sagte vor dem Spiel: „Wir müssen auf alle Fälle die Dynamik von Alexander Feld und David Schmidt unterbinden.“ Das gelang nur bei Feld, aber nicht bei Schmidt.

Das Remis hält die TSG Friesenheim weiterhin im Aufstiegsrennen. Der Abstand auf den Tabellendritten Bietigheim beträgt vier Punkte, auf Hüttenberg sechs. Zehn Spiele sind noch zu absolvieren. Friesenheim muss noch elfmal ran. „Da kann noch alles passieren“, sagte Lenz.