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Mit Rückenwind

Handball: Eulen Ludwigshafen gastieren morgen beim TVB Stuttgart

Von Stefan Naumer

LUDWIGSHAFEN. Die ersten Zähler in dieser Saison der Handball-Bundesliga haben die Eulen Ludwigshafen mit dem 24:20-Heimsieg über den TBV Lemgo eingefahren. Mit Selbstvertrauen will die Sieben von Ben Matschke morgen Nachmittag (12.30 Uhr, Scharrena) das erste Mal in der Fremde etwas Zählbares holen. In der Außenseiterrolle will der Aufsteiger dem TVB Stuttgart das Siegen so schwer wie möglich machen.

Der Matchplan wird sich gegenüber dem vergangenen Spiel nicht ändern: über eine aggressive, stabile Deckung und eine überdurchschnittliche Torwartleistung das Maximum herausholen. Trainer Ben Matschke hat seine Truppe auf diese Tugenden eingeschworen: „Die Jungs haben gesehen, dass wir nicht nur mitspielen, sondern auch Punkte in dieser schweren Liga holen können. Aber auch nur, wenn sich alle Mannschaftsteile an die Absprachen halten. Dieses Erfolgserlebnis war für die Weiterentwicklung extrem wichtig.“

Genauso wie die Eulen haben die Schwaben um ihren Trainer Markus Baur bisher zwei Punkte auf der Habenseite und liegen als Tabellennachbarn gleichauf. Einem glanzvollen 29:27 über das Spitzenteam MT Melsungen folgten Niederlagen gegen Erlangen (29:31) und in Magdeburg (26:34). Die Eulen könnten von Bittenfelder Personalproblemen profitieren. Marian Orlowski und Dominik Weiß fallen neben den Langzeitverletzten Djibril M’Bengue und Felix Lobedank aus. Hinter dem Einsatz von Weltmeister Michael Kraus steht ein Fragezeichen.

Aber auch die Ludwigshafener können nicht aus dem Vollen schöpfen. Weiterhin fehlt der wurfstarke Linkshänder David Schmidt (Muskelfaserriss). Oliver Heß steht nach einem Hexenschuss vor der Rückkehr in das Team. Sorgen bereitete Ben Matschke in dieser Woche das Fehlen seiner drei Mittelmänner. Entweder grippekrank oder verletzt fehlten Alexander Feld, Jan Remmlinger und Pascal Bührer. Für eventuelle Ausfälle hat A-Lizenz-Inhaber Matschke Notpläne in der Hinterhand: „Man muss sich gegen jeden Gegner etwas Besonderes einfallen lassen. Wir fahren ohne Druck nach Stuttgart. Die müssen gegen einen Neuling gewinnen.“

Möglichst immer mit seinen Eulen gewinnen will auch Torwart Kevin Klier. Wenn es bei dem 33-jährigen Routinier gut läuft, profitiert auch das Team davon. Gegen Lemgo waren es zwar „nur“ elf Paraden. Die entschieden letztendlich aber die Partie. „ Was nützen mir über 20 Paraden, wenn wir am Ende ohne Punkte dastehen. Nur 20 Gegentore in der Ersten Liga. Da hat das Zusammenspiel perfekt funktioniert“. Der seit zehn Jahren für die Eulen spielende Klier hat bisher eine ganz starke Runde absolviert. Das weiß auch Ben Matschke: „Auf Kevin können wir uns verlassen. Man merkt, dass er körperlich fit ist und die Vorbereitung komplett mitmachen konnte.“

Klier freut sich besonders auf das Spiel mit einem der kürzesten Anfahrtswege, weil etliche Fans die Eulen nach Stuttgart begleiten werden: „Das spornt mich zusätzlich an. Wenn wir einen Punkt mit nach Hause nehmen, will ich diesen am Sonntagabend auf dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt feiern.“