TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

Logo TSG Ludwigshafen-Friesenheim #WirfürLU DKB Handball Bundesliga
- Die Rheinpfalz

Matschke baut auf Heimstärke

Handball: Zweitligist TSG Friesenheim bleibt nach dem 29:23-Sieg beim TuS Ferndorf in Lauerstellung – Kevin Klier wieder im Team

Von Toni Bertrams

KREUZTAL. Nach dem 29:23-Sieg beim TuS Ferndorf sprechen vier Punkte Rückstand auf Rang drei, den der TV Hüttenberg einnimmt, nicht zwingend für die Handballer der TSG Friesenheim. Und nach dem 18. Saisonsieg in der Zweiten Bundesliga wird Trainer Ben Matschke auch nicht überschwänglich. Aber der Trainer weist deutlich darauf hin, dass sein Team ein Plus hat: Fünf der restlichen sieben Saisonspiele finden in der Eberthalle statt.

„Wir sind so selbstbewusst, dass wir die Heimspiele alle gewinnen wollen“, sagte der 34-jährige Matschke. „Und dann wollen wir mal schauen, wo es hingeht.“ Dieses Pfund der fünf Heimpartien ist jedoch nicht das einzige, das die Eulen haben. Ein zweites und drittes sind die gute Laune und die augenscheinliche Entspanntheit, die in der Mannschaft herrschen. Dazu kommt eine enorme Qualität. Die Tatsache, dass er sein Aufgebot nach langer Zeit nun endlich komplett hat, macht Ben Matschke Hoffnung.

In der Kreuztaler Stählerwiese stand am Sonntag auch Torwart Kevin Klier nach seiner langen Verletzungspause wieder im Kader und parierte gleich einen Siebenmeter. In den letzten fast zehn Minuten kehrte der 32-Jährige auch richtig auf die Platte zurück, nachdem Mathias Lenz den Ball nach einem Wurf des kanadischen Nationalspielers Tim Sartisson aus kurzer Distanz voll vor den Kopf bekommen hatte.

Die Friesenheimer 6:0-Abwehr raubte dem TuS Ferndorf den Nerv, und auch im Angriff entfachten die Eulen stetig mehr Freude. „Wenn man ab der 20. Minute so dominant auftritt, macht es immer Spaß“, sagte Rückraum-Mitte-Mann Alexander Feld, der wie die gesamte Mannschaft ein paar Minuten gebraucht hatte, um in die Partie zu finden. „Am Anfang, denke ich, war es ein Stück weit eine Einstellungssache“, erklärte der 23-Jährige. „Da haben wir es vielleicht ein bisschen zu leichtgenommen. Aber der Drei-Tore-Rückstand hat für einen Hallo-wach-Effekt gesorgt.“

Dass die Effizienz besser wurde, lag auch daran, dass Matschke sein Team veränderte – allerdings auch mit einer Überraschung. Nachdem Kai Dippe die ersten drei TSG-Treffer erzielt hatte, musste er raus. Nach nicht einmal zehn Minuten. Es gab jedoch eine Begründung. „Da habe ich schon gepumpt“, sagte der Kreisläufer. „Ich habe eine Mandelentzündung. Es war klar, dass ich nicht ganz so viel spiele.“

Der 24-Jährige konnte es sich auf der Bank aber auch recht gemütlich machen, weil er sah, dass seine Teamkollegen „das Spiel kontrollierten“, wie Trainer Ben Matschke sagte. Vor allem in der Deckung, aber eben auch im Angriff. „Entscheidend war, dass wir vorne ganz lange gespielt haben, geduldig und konzentriert, und dass wir unsere 100-prozentigen Chancen genutzt haben“, erklärte Dippe. Und wer weiß, was noch möglich ist, wenn die Eulen weiter so effizient auftreten? „Wir hoffen in den nächsten Spielen auf eine volle Halle und wollen oben dranbleiben“, sagte Trainer Matschke. Und dann mal schauen, wo es hingeht.