TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Lust statt Last

HANDBALL: „Eulen“-Torjäger Weber genießt Höhenflug

LUDWIGSHAFEN. Die TSG Friesenheim kämpft um den Aufstieg, die SG Leutershausen gegen den Abstieg aus der Zweiten Bundesliga. Dies sind die ungleichen Voraussetzungen fürs Derby heute (19.30 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle.

2250 der 2350 Eintrittskarten sind verkauft, es gibt heute noch 100 Stehplatztickets, bestätigte Markus Endlich, der designierte Geschäftsführer der TSG gestern Abend.

Mit dem imposanten 34:28-Sieg beim VfL Bad Schwartau setzten die „Eulen“ ihren Höhenflug fort. „Das hat Substanz gekostet“, mutmaßt Trainer Ben Matschke, der die Gäste heute unter Druck sieht: „Für ,Leu’ ist es ein Muss-Spiel. Sie müssen gewinnen, damit sie nicht absteigen.“ Das Hinspiel hat die SGL 28:27 gewonnen. Für die Friesenheimer ist das längst abgehakt, versichert Patrick Weber: „Das ist bei keinem mehr im Kopf. Wir haben dort ganz schlecht gespielt, den Kampf nicht angenommen.“

Das liest sich heute ganz anders. Vor allem auch bei Weber selbst, der letzten Samstag in Lübeck gegen Bad Schwartau zwölf der 34 Tore warf. „Patrick ist irgendwie das Sinnbild der Mannschaft, seit Wochen in bestechender Form“, attestiert Trainer Matschke: „Ich kann aber auch David Schmidt nehmen oder Kai Dippe, der es zuletzt richtig gut gemacht hat.“

„Wir haben einen Lauf und sind jetzt ziemlich komplett. Wir sind körperlich da, haben eine gute Substanz und können da gut Feuer machen“, sagt Weber, der die Heimspiele mit der ganz eigenen Ebert-Hallen-Atmosphäre genießt. „Ich müsste lügen, würde ich sagen, dass ich mir die Tabelle nicht anschaue. Wir sind aber gut damit gefahren, nur auf unser Spiel zu schauen“, sagt Weber, der in 33 Spielen 142 Tore geworfen hat. „Es ist eine sehr angenehme Situation – ich empfinde es nicht als Druck. Es ist keine Last, es macht Spaß. Dafür arbeitet man. Die Mannschaft ist absolut intakt“, sagt Weber, der in Mainz Jura studiert, in diesen Tagen „aber total auf Handball fokussiert ist“.

Weber hat seinen Vertrag bei den „Eulen“ längst verlängert. Ein Autogramm mit Signalwirkung. Das alles trägt dazu bei, dass sich die Fans mit dieser erfolgshungrigen Mannschaft identifizieren können. Der Trainer hat seinen Jungs bei der letzten Ansprache für akribische Arbeit und Charakter gedankt: „Ich freue mich, dass wir uns jetzt selbst beschenken.“ |zkk