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Linkshänder Durak so gut wie noch nie

Handball: Eulen heute in Flensburg Außenseiter

Von Stefan Naumer

LUDWIGSHAFEN. Das vierte Auswärtsspiel der Eulen Ludwigshafen in der Bundesliga hat es in sich. Beim Champions-League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt erwartet die Mannschaft von Trainer Ben Matschke heute (18.30 Uhr, Flens-Arena) eine ganz hohe Hürde.

Die über 700 Kilometer lange Strecke in den Norden absolviert der Aufsteiger in zwei Etappen. Schon gestern früh ging es in Richtung Hannover, wo die Truppe noch eine Trainingseinheit absolvierte.

Die zehntägige Spielpause nach der Begegnung in Stuttgart nutzten Matschke und sein Team für intensive Trainingseinheiten mit den Schwerpunkten taktisches Verhalten in Abwehr und Angriff. „Wir müssen weiter an den Baustellen in Abwehr und Angriff arbeiten. Flensburg ist ein Gegner mit besonders hoher individueller Qualität. Aber wir werden uns Stück für Stück anderen Teams annähern können“, erklärt Matschke die nächsten Entwicklungsschritte. Sein Plan sieht vor, die Anzahl der Gegentore im Schnitt unter 30 zu halten. Die Absteiger der vergangenen beiden Spielzeiten kassierten jeweils über 30. Das funktionierte bei den Eulen gegen Lemgo (20) und Stuttgart (25) mit der nötigen Aggressivität recht gut. Für Entlastung im rechten Rückraum hätte nach seiner Verletzung Oliver Heß sorgen sollen. Doch der Linkshänder meldete sich gestern mit einer Erkältung ab. Jetzt ist Robin Egelhof, der am Samstag 20 Jahre alt wird, erneut besonders gefordert.

Auf der rechten Außenposition will sich auch in der „Hölle Nord“, so wird die Flens-Arena in der Handballszene respektvoll bezeichnet, Pascal Durak erfolgreich in Szene setzen. Der 25-Jährige spielt seine bisher beste Saison im Dress der Eulen. Das bescheinigt ihm auch Ben Matschke: „ Pascal hat momentan einen Lauf. Er hat kaum Fehlwürfe und geht auch in der Abwehr entschlossen zur Sache.“

Das Spiel in Flensburg ist für den Studenten, der auf der Fahrt im Bus noch an seiner BWL-Hausarbeit schrieb, einer der Höhepunkte der Saison. „In Flensburg zu spielen ist genauso wie in Kiel immer etwas Besonderes. Ich gehe besonders motiviert in die Partie, ohne zu großen Respekt vor den vielen Stars zu haben“, betont der Linkshänder, der in den letzten beiden Begegnungen neunmal traf.

Abschießen lassen vom hohen Favoriten, der mit Holger Glandorf den derzeit erfolgreichsten Feldtorschützen der Liga besitzt, wollen sich Durak und Co. auf keinem Fall. Selbst eine knappe Niederlage kann im Zuge der sportlichen Weiterentwicklung als Erfolg eingestuft werden.

Am Sonntag (12.30 Uhr) kommt mit dem VfL Gummersbach ein von der Papierform her leichterer Gegner in die Friedrich-Ebert-Halle.