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In Dritter Liga überragend

Die neuen Eulen (2): Der torgefährliche Mittelmann Pascal Bührer kommt vom Handball-Drittligisten SG Köndringen-Teningen nach Ludwigshafen.

VON STEFAN NAUMER

LUDWIGSHAFEN. Mindestens einmal so hochklassig spielen wie Vater Peter. Das ist das Ziel von Pascal Bührer. Sein Vater hatte Mitte der 80er Jahre mit der SG Köndringen-Teningen in der Zweiten Handball-Bundesliga Süd gespielt. Dieses sportliche Ziel hatte Sohn Pascal stets vor Augen. Jetzt wird der 21-Jährige seinen Vater und früheren Trainer schneller als erwartet überflügeln können. Bührer gehört dem Bundesligakader von Ben Matschke an und hat einen Zweijahresvertrag bei den Eulen Ludwigshafen unterschrieben.

Mit der Empfehlung von 311 Toren in der Dritten Liga bei seinem in der Nähe von Heimatclub SG Köndringen-Teningen kommt der torgefährliche Mittelmann nach Ludwigshafen. „Zweite Bundesliga wollte ich hier spielen. Jetzt darf ich mich sogar mit den Besten in der stärksten Liga der Welt messen. Was kann es für einen jungen Spieler Schöneres geben?“, fragt der im südbadischen Emmendingen geborene junge Mann und freut sich auf möglichst viele Einsätze im neuen Dress. Bei den Eulen traut man dem Rechtshänder den Sprung zu. „Wenn wir von seinen Qualitäten nicht überzeugt wären, hätten wir Pascal nicht geholt. Er hat wie kein zweiter Spieler in seinem Alter die dritte Liga dominiert. Er wird sich bei uns durchbeißen“, glaubt Coach Ben Matschke an Bührers Durchbruch.

Vom „Hotel Mama“ ist der zukünftige Lehramtsstudent für Sport und Geschichte an der Universität Heidelberg erstmals in eine eigene Wohnung gezogen. Die teilt sich Pascal in einer Wohngemeinschaft mit seinen Mannschaftskollegen Denni Djozic und Jan Remmlinger. „Die beiden Jungs machen es mir wirklich sehr einfach und haben mich gleich toll aufgenommen. Außerdem ist die TSG-Geschäftsstelle direkt unter der Wohnung“, schätzt Bührer die familiäre Atmosphäre.

In der Mittelposition sieht sich der Fan von Rhein-Neckar-Löwen-Star Andy Schmidt mit Alexander Feld und Jan Remmlinger starker Konkurrenz ausgesetzt. Das weiß der 1,86 Meter große und in seiner Freizeit gerne Basketball spielende Neuzugang: „Das sind zwei erfahrene Spieler, von denen ich viel lernen kann. Ich glaube aber auch, dass ich von meinem neuen Trainer genug Chancen bekommen werde. Die will ich natürlich nutzen“, betont Bührer.

Bestimmt wird dann die Familie um Vater Peter auf der Tribüne in der Friedrich-Ebert-Halle sitzen. Es geht ja um das Versprechen, mindestens Zweite Liga oder höherklassig zu spielen. Das ausgelobte Essen für den ersten Pflichtspieleinsatz in der Bundesliga rückt für den Junior näher und näher. Der Torjäger aus Köndringen-Teningen wird bestimmt das eine oder andere Tor für die Eulen Ludwigshafen erzielen.