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Glaube – Wille – Mut

HANDBALL: Die Eulen kämpfen weiter – Letztes Spiel 2017 in Lemgo

VON HORST KONZOK & STEFAN NAUMER

Ludwigshafen. Die Eulen Ludwigshafen sind auf Platz 18 der Handball-Bundesliga angekommen. Und doch mochten sich Trainer, Spieler und Fans die Stimmung nach der großartigen Aufholjagd vom 23:26 (10:14) gegen den SC Magdeburg nicht eintrüben lassen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag (15 Uhr) gastieren die Eulen beim TBV Lemgo.

„Auf das Spiel in Lemgo habe ich noch mal richtig Bock“, verspricht Patrick Weber, der gegen Magdeburg nur einmal traf. „Ich bin einfach im Rückraum nicht ins Spiel gekommen. Da hat mir auch etwas das Glück gefehlt. Solche Tage gibt es. Dafür habe ich in der 5:1-Deckung mitgeholfen, dass Magdeburg nicht so viele Tore wirft. Mit einer konsequenteren Chancenauswertung und weniger technischen Fehlern gehen wir in Lemgo nicht leer aus. Das wäre ein schöner Jahresabschluss für uns“, sagt Weber.

26 Gegentore gegen eine Mannschaft, die im Schnitt 31 Tore wirft, nach der Pause eine Wurfquote von 70 Prozent, die zweite Halbzeit 13:12 gewonnen – Ben Matschke findet viele positive Ansatzpunkte, die dem Eulen-Coach Mut machen für die Dienstreise nach Lemgo, aber auch dafür, das Klassenziel zu erreichen. „Ich glaube dran“, versichert der Coach nach der Partie gegen Magdeburg beim Fan-Talk im Foyer der Eberthalle. Der 35-Jährige wurde gefeiert. „Meine Mannschaft kennt den Matchplan für Lemgo. Im Hinspiel beim 24:20 hat es ja sehr gut funktioniert. Die Jungs werden noch einmal alles geben“, sagt der Coach. Denni Djozic, Robin Egelhof, Jan Remmlinger und Pascal Durak fallen weiter aus. „ Da spielen andere eben mehr“, mag der Coach nicht klagen.

Für Durak spielt Alexander Falk Rechtsaußen. Und er spielte am Donnerstag sehr gut. „Mut, in Lemgo zu bestehen, macht mir unsere großartige kämpferische Einstellung im Spiel gegen Magdeburg. Wir liegen Anfang der zweiten Halbzeit mit acht Toren zurück und kämpfen uns wieder auf zwei heran. Diese Moral muss doch auch mal belohnt werden“, sagt Falk: „Ich bin zuversichtlich, dass es im neuen Jahr besser für uns läuft. Für mich als jüngstem Spieler im Kader ist die Bundesliga eine Riesensache. Die Krönung wäre der Klassenerhalt.“

Durch Djozic’ Ausfall ist Jonathan Scholz als Linksaußen gefordert. Er flog gegen Magdeburg nach 34 schwachen Minuten vom Platz. „Die Rote Karte bei der unglücklichen Abwehraktion kann man geben. Ich bin zu spät zum Gegner gekommen“, gesteht Scholz. Er schöpft aber auch neuen Mut: „Wir haben gegen die angriffstärkste Mannschaft der Liga nur 26 Gegentore bekommen. Das ist ein guter Wert für einen Aufsteiger. Man hat aber auch wieder gesehen, dass wir uns jedes Tor mühsam erarbeiten müssen. In Lemgo hoffe ich auf mehr Entschlossenheit im Angriff.“

Pascal Bührer, Drittliga-Torschützenkönig 2017, sprang nach Scholz’ Platzverweis als Linksaußen ein und bot eine gute Partie. „ Ich habe Gänsehaut angesichts der stimmungsvollen Kulisse bekommen. So laut habe ich die Eberthalle noch nicht erlebt“, sagt Bührer, der sich als Rückraumspieler sieht. „Ich nehme auch nach der Niederlage das Positive aus der Begegnung mit. Wir haben zwar einige Verletzte im Kader, werden uns aber in Lemgo zu wehren wissen. Wir geben längst noch nicht auf“, sagt der 22-Jährige. Heute, morgen und am ersten Weihnachtsfeiertag wird trainiert. Dann geht’s nach Lemgo!