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HANDBALL: Eulen Ludwigshafen gewinnen 29:28 beim TuS N-Lübbecke – Erster Auswärtssieg für Matschke-Team – Valiullin überragend

VON MAREK NEPOMUCKý

Lübbecke. Die Eulen Ludwigshafen haben die Chance auf den Klassenverbleib in der Handball-Bundesliga gewahrt. Der Tabellenletzte gewann gestern Abend das Kellerduell beim TuS N-Lübbecke verdient mit 29:28 (13:12). Es war der erste Auswärtssieg für Ludwigshafen in dieser Saison. Damit verkürzten die Eulen den Abstand auf den Nicht-Abstiegsplatz auf einen Punkt.

Rolf Brack, Trainer von Frisch Auf Göppingen, hatte sich nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen die Eulen Ludwigshafen Ende März klar festgelegt. „Es gibt zwei Mannschaften in der Bundesliga, die schlechter sind als die Eulen. Das sind Nettelstedt und Hüttenberg“, sagte Brack.

Nun, gestern stimmte zumindest ein Teil von Bracks Aussage. Die Eulen waren in der Tat die bessere Mannschaft vor 1711 Zuschauern in Lübbecke. Sie waren ein Team, das mit mehr Leidenschaft agierte, das den größeren Siegeswillen hatte – und das über die gesamte Spielzeit hinweg konstanter und abgeklärter spielte. So ließ sich die Mannschaft nie aus der Ruhe bringen, steckte die eigenen Fehler gut weg, wurde nie nervös, als Lübbecke immer wieder ran kam. In Leipzig und in Minden hatte Ludwigshafen auch gut gespielt, brach aber in der entscheidenden Schlussphase ein. Die Partien wurden verloren.

Gestern aber beeindruckten die Eulen mit einem selbstbewussten Auftritt. „Das imponierte mir schon, wie souverän wir mit dem Druck klar gekommen sind“, sagte David Schmidt. Der Rückraumspieler traf sechs Sekunden vor Spielende zum entscheidenden und vielumjubelten 29:28. Die 50 Eulen-Fans flippten aus.

Zurecht. Denn auswärts gab es bislang kaum Grund zum Feiern. Nur in Erlangen holten die Eulen ein Remis. Gestern dann endlich der erste, so lange ersehnte, Sieg in der Fremde. „Es ist doch egal, ob wir das klar bessere oder nur das etwas bessere Team waren. Hauptsache ist doch, dass wir gewonnen haben“, sagte Azat Valiullin. Der Rückraum-Riese war mit acht Toren bester Spieler. „Meine Tore sind das Ergebnis vom uneingeschränkten Vertrauen unseres Trainers. Wenn man merkt, dass der Trainer voll hinter einem steht, dann ist man frei im Kopf“, sagte Valiullin. Er kam im Winter vom TBV Lemgo und hatte schon in vielen vorherigen Spielen oft getroffen. Doch standen die Eulen letztlich immer ohne Punkte da. „Nun hat es geklappt, weil wir sehr gut auf Lübbecke eingestellt waren und alle Spieler alles aus sich herausgeholt haben“, kommentierte Valiullin. Allerdings wollte er den Erfolg auch nicht überbewerten. „Wir brauchen jetzt weiter Siege“, betonte Valiullin. Die nächste Gelegenheit dazu haben die Eulen am Sonntag, 29. April, 12.30 Uhr zu Hause gegen den TV Hüttenberg. Mit einem Sieg können die Eulen dann Teil zwei von Rolf Bracks Aussage bestätigen.

So spielten Sie

TuS N-Lübbecke: Tatai (15.-30., ab 40. Birlehm) - Jaanimaa (1), Kaleb (8), Gierak (9/6) - Rakovic (1), Bechtloff (2) - Torbrügge (1) - Schade, Genz (5), Bagaric (1), Gruszka, Hövels

Die Eulen Ludwigshafen: Hanemann - Schmidt (5), Feld (2), Valiullin (8) - Falk (3), Scholz (1) - Haider - Dietrich (2), Dippe (4), Djozic (3/2), Durak (1)

Spielfilm: 1:0 (2.), 3:1 (5.), 6:4 (11.), 8:10 (23.), 12:13 (Hz.), 13:16 (35.), 19:22 (47.), 25:25 (54.), 28:29 (Ende) - Zeitstrafen: 3/4 - Siebenmeter: 6/6 - 2/2 - Beste Spieler: Gierak, Kaleb - Dietrich, Dippe, Valiullin, Hanemann - Zuschauer: 1711 - Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg).