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Einbruch in Halbzeit zwei

HANDBALL: Eulen Ludwigshafen verlieren beim THW Kiel mit 21:28

Kiel. Eine Halbzeit lang haben die Eulen Ludwigshafen gestern Abend beim THW Kiel in der Handball-Bundesliga sehr gut mitgespielt, doch dann brach der Aufsteiger ein. 21:28 (12:13) verloren die Eulen beim deutschen Rekordmeister. Ein Torwartwechsel brachte den entscheidenden Impuls bei den Kielern. Andreas Wolff hielt stark.

Lange Zeit sah es gut aus. Der krasse Außenseiter, die Eulen Ludwigshafen, bereiteten dem großen THW Kiel doch einige Probleme. Probleme, mit denen die Kieler nicht gerechnet hatten. Denn THW-Trainer Alfred Gislason hatte mit einer 3:2:1-Abwehrformation begonnen. Er hatte insgeheim gehofft, damit die Ludwigshafener zu überraschen. Doch die waren gewappnet. So war der taktische Kniff von Gislason ein Rohrkrepierer. Die Eulen beeindruckten in der ersten Halbzeit. „Die haben das sehr gut gespielt gegen unsere 3:2:1-Deckung, weil sie schnelle und wendige Spieler haben“, anerkannte Kiels österreichischer Nationalspieler Nikola Bilyk.

Alfred Gislason schwor seiner Taktik ab und setzte nach der Pause auf eine 6:0-Deckung. Und die stand richtig gut. Ludwigshafen hatte nun große Probleme, eine Lücke in der Kieler Abwehrwand zu finden. Fast acht Minuten nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit blieben die Gäste ohne Tor. Kiel zog davon. Wenig später wiederholte sich die Torflaute. Wieder erzielten die Eulen acht Minuten lang kein Tor. Der Rekordmeister zog auf 23:15 davon – die Entscheidung.

„Die Deckung der Kieler stand in der zweiten Halbzeit sehr gut. Es war schwer, gegen die Zwei-Meter-Männer durchzukommen“, sagte David Schmidt. Der Rückraumspieler der Eulen war mit sechs Toren der erfolgreichste Werfer der Eulen. Schmidt, stellvertretender Kapitän, haderte mit dem Leistungsabfall in Halbzeit zwei. „Da ist es uns nicht gelungen, unser gutes Spiel fortzusetzen.“ Letztlich fand Schmidt aber doch noch versöhnliche Worte. „Wir haben uns nicht aufgegeben“, sagte der 24 Jahre alte Schmidt. Die Einstellung stimmte in der Tat. Auch wenn es zwischenzeitlich nach einer Klatsche aussah, ließen die Eulen die Köpfe nicht hängen.

„Die erste Halbzeit hat gut funktioniert. Da hatten wir noch gute Lösungen gefunden“, sagte Eulen-Trainer Ben Matschke: „Das war auch bis zur 40. Minute so. Doch dann sind wir das Tempo von Kiel mitgegangen und haben zu früh abgeschlossen und auf einmal keine Lösungen mehr parat gehabt.“ Das sei ein Lernprozess für seine junge Mannschaft. Denn viele Spieler standen gestern erstmals in der ehrwürdigen Kieler Halle auf dem Feld.

So spielten Sie

THW Kiel: Landin (ab 42. Wolff/1) - Vujin (2), Bilyk (4), Dissinger (1) - Ekberg (8/3), Dahmke (4) - Hansen - Weinhold (2), Wiencek (1), Nilsson (1), Fried-Öfors (2), Firnhaber, Zarabec, Rahmel (2)

Eulen Ludwigshafen: Klier (ab 53. Peribonio) - Schmidt (6), Feld (3/2), Dietrich (1) - Durak (1), Scholz (2) - Dippe (1) - Weber (2), Stüber, Bührer, Egelhof, Haider (3), Falk (2)

Spielfilm: 0:2 (2.), 2:4 (6.), 6:8 (13.), 10:9 (22.), 11:11 (28, 13:12 (Halbzeit), 23:15 (47.), 26:17 (52.), 28:21 (Ende) - Siebenmeter: 4/3 – 4/2 - Zeitstrafen: 3:5 - Beste Spieler: Wolff, Ekberg - Schmidt - Zuschauer: 10.285 - Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Bochum). |mne