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Diesmal geht’s gut

Handball: Bundesligist Eulen Ludwigshafen jubelt

Von Marek Nepomucky

Nürnberg. Am letzten Spieltag der Hinrunde in der Handball-Bundesliga hat es (endlich) geklappt. Die Eulen Ludwigshafen haben den ersten Auswärtspunkt in der laufenden Saison geholt. 22:22 (12:13) trennten sich der HC Erlangen und die Eulen am Samstag (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete).

Diesmal ging es gut. Ein Drama wie in Hüttenberg blieb den Eulen Ludwigshafen erspart. Patrick Weber stürmte am Samstag eine Minute vor Spielende alleine auf Nikolas Katsigiannis zu. 22:22 stand es. Es war die große Chance zum möglichen ersten Auswärtssieg. Doch der Torwart des HC Erlangen hielt den Ball. Der Abpraller landete im Aus. Die Eulen blieben also 40 Sekunden vor Spielende in Ballbesitz. „Wenn wir den Ball da verloren hätten, hätten wir das Spiel verloren“, sagte Eulen-Trainer Ben Matschke. Also so wie am 12. Oktober in Hüttenberg, als die Eulen 40 Sekunden vor Spielende in Ballbesitz waren, den Ball verloren und das Spiel unglücklich aus den Händen gaben.

Daher überwog am Samstag die Freude über den ersten Auswärtspunkt in dieser Saison. „Ich fange erst gar nicht an, mich zu ärgern“, sagte Patrick Weber. Zumal es nicht einmal sicher gewesen wäre, ob es beim 23:22 geblieben wäre. „Hätte ich getroffen, wären noch 40 Sekunden zu spielen gewesen“, spekulierte Weber.

Patrick Weber gehörte in Erlangen zu den spielentscheidenden Akteuren. Als Erlangen Mitte der zweiten Halbzeit schon 20:14 führte, war es Weber, der seine Mannschaft mit vier Toren wieder ins Spiel brachte. Dabei entschied sich der Einsatz des Rückraumspielers erst Minuten vor dem Anpfiff. Weber war verletzt. Noch am Donnerstag war nicht mit ihm zu rechnen. Am Freitag trainierte der 25 Jahre alte Jura-Student erstmals nach seiner Bauchmuskelverletzung wieder mit. Den Härtetest absolvierte Weber dann beim Aufwärmen in Erlangen. „Meine Gefühlswelt von Donnerstag bis Samstag war extrem“, sagte Weber. Trainer Matschke atmete auf, als ihm Weber vor der Partie signalisierte, dass er zur Verfügung stehe. „Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden mit ihm. Denn es geht noch besser“, sagte Matschke.

Es war einer der ganz wenigen Kritikpunkte, die der Coach an diesem Abend äußerte. Denn die Eulen bewiesen in Erlangen große Moral, Willenskraft, Leidenschaft und kämpften aufopferungsvoll für das Erfolgserlebnis. Mitte der ersten und Mitte der zweiten Halbzeit lag Ludwigshafen zeitweise mit sechs Toren zurück. Doch dann brach Erlangen ein. Die Eulen nutzten die Schwächephasen und kamen zurück. „Darüber müssen wir reden“, schimpfte HCE-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson.

Keinen Redebedarf gab es über die Leistung von Roko Peribonio. Der Torhüter der Eulen hielt stark. Das war bislang nicht immer der Fall. Peribonio und Kevin Klier standen nicht selten in der Kritik. Peribonio kam in Erlangen nach elf Minuten für den glücklosen Klier. „Nach dem Kampf und dem Spielverlauf kann man nur sagen: Hauptsache ein Punkt“, sagte Peribonio, der in guten Gesprächen vom Verein positive Signale in Sachen Vertragsverlängerung erhielt.