Die Eulen Ludwigshafen

Logo Die Eulen Ludwigshafen Gemeinsam alles geben DKB Handball Bundesliga
- Die Rheinpfalz

Die Vorführung

HANDBALL: Eulen gehen gegen SC DHfK Leipzig unter

VON HORST KONZOK & STEFAN NAUMER

Ludwigshafen. Der Heimnimbus, auch bei Niederlagen gut zu spielen, ist dahin: Gestern Abend unterlagen die Eulen Ludwigshafen mit einer nicht bundesligatauglichen Leistung 21:35 (8:17) gegen den SC DHfK Leipzig. Das war blamabel!

„Das war ein Brett ...“ Eulen-Geschäftsführer Marcus Endlich war geschafft nach dem Debakel. „Ich möchte mich bei den 1856 Zuschauern für die nicht ausreichende kämpferische Leistung entschuldigen“, sagte Eulen-Coach Ben Matschke und prangerte die „fehlende Emotionalität“ an. „Die Art und Weise der Niederlage ist für uns alle enttäuschend. Dafür trage ich die Verantwortung“, sagte Matschke.

Dabei begann das Spiel aus Sicht der Eulen traumhaft: David Schmidt traf nach 45 Sekunden – 1:0. Nach sieben Minuten sorgte Gunnar Dietrich im dritten Anlauf für das 3:2. Es war die letzte Führung der Ludwigshafener, die nur noch einmal durch Kai Dippe ausglichen. Nach dem 4:4 in der 12. Minute zogen die Leipziger davon. Welten lagen zwischen der Leistung von Milos Putera im Gästetor, der 17 Paraden hatte, und Roko Peribonio, der anstelle des angeschlagenen Kevin Klier im Eulen-Gehäuse startete. Da ballerte Pascal Durak beim Stand von 3:2 einen Siebenmeter über das Tor, beim Stand von 4:5 scheiterte Denni Djozic vom Punkt an Putera. Dazu kamen schwere technische Fehler, die Niclas Pieczkowski und Co. das Handwerk erleichterten, zu Gegenstößen einluden. Es begann mit einem viel zu strammen Zuspiel Schmidts auf Jan Remmlinger, der den Ball nicht zu fangen vermochte, den Gegenstoß nutzte Yves Kunkel. Für den Linksaußen war’s der Auftakt zu einem privaten Schützenfest. Er schoss acht Tore! Das Pech kam dazu - Schmidt, Patrick Weber und Djozic scheiterten an der Torlatte. Passend zum verkorksten Abend: Peribonio warf den Ball am verwaisten Tor auf der Gegenseite vorbei (28.).

Nach der Pause löste Klier Peribonio ab, der nur vier Paraden hatte. Klier hielt acht Bälle, dabei einen Siebenmeter, ohne das Unheil abwenden zu können. Zu schwach waren die Eulen in der Abwehr und im Abschluss: Remmlinger hatte drei Fehlwürfe, Dietrich vier, Weber acht.

„Ich bin heute sehr glücklich über die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, in der ersten Halbzeit nahezu perfekt“, sagte Leipzig-Coach André Haber.

Die Eulen waren am Ende im Jammertal. „Wir haben keine Einstellung gefunden. So schlecht dürfen wir zu Hause nicht spielen“, sagte Kapitän Gunnar Dietrich. Torhüter Kevin Klier war tief enttäuscht: „Uns wurden klar die Grenzen aufgezeigt.“

So spielten sie

Die Eulen Ludwigshafen: Peribonio (31. Klier) - Schmidt (2), Remmlinger (5), Dietrich (4) - Durak, Scholz Dippe (1) - Stüber, Djozic (1), Feld (3), Weber (4) Haider (1), Falk

SC DHfK Leipzig: Putera (56. Simonsen) - Semper (4), Pieczkowski (4), Janke (4) - Krzikalla (2), Kunkel (9/2) - Meschke (3) - Roscheck, Jurdzs (1), Rojewski (5) Strohsack, Binder (1), Milosevic (2)

Spielfilm: 1:0, 3:2 (7.), 4:7 (17.), 5:9, 6:12 (23.), 8:17 (Halbzeit), 10:20, 11:24, 17:31, 21:35 (Ende)- Siebenmeter: 2/0 - 2/2 - Zeitstrafen: 4/3 - Beste Spieler: Klier - Kunkel, Putera, Pieczkowski, Rojewski - Zuschauer: 1856 - Schiedsrichter: Christian vom Dorff/Fabian vom Dorff (Neuss).