Die Eulen Ludwigshafen

Logo Die Eulen Ludwigshafen Gemeinsam alles geben DKB Handball Bundesliga
- Die Rheinpfalz

Die Eulen müssen ihre Torflaute besiegen

HANDBALL: Trainer Ben Matschke und die Lehren aus dem 21:27 gegen das Top-Team aus Hannover – Lob für Pascal Bührer

VON STEFAN NAUMER & HORST KONZOK

Ludwigshafen. Aus Fehlern schnell lernen: Pflicht und Notwendigkeit für die Eulen Ludwigshafen, wenn sie in der Bundesliga bleiben wollen. Die Mannschaft wirft zu wenig Tore. Vor allem deshalb war sie gegen TSV Hannover-Burgdorf chancenlos und verlor 21:27 (10:13).

Gunnar Dietrich war mit fünf Toren wohl erfolgreichster Torschütze der Eulen, hatte aber wie Patrick Weber auch fünf Fehlversuche. Auffällig: Jan Remmlinger (fünf Würfe, ein Tor) hatte keinen guten Tag.

David Schmidt (drei Versuche, ein Tor) kam selten zum Abschluss. Alexander Feld (vier Würfe, drei Tore) war ungewohnt fehlerhaft im Passspiel und wie Weber auch Auslöser von Tempogegenstößen, die der Gast clever und kaltschnäuzig nutzte.

„Man muss sehen, gegen wen wir gespielt haben. Die Mannschaft steht durch ihre Qualität zu Recht mit oben. Wir werden uns wieder aufrichten und uns nächste Woche gegen Wetzlar besser präsentieren. Das geht nur, wenn wir unsere Fehlerquote reduzieren“, verdeutlichte Trainer Ben Matschke. Gunnar Dietrich, der Kapitän, mochte sich auch nicht in irgendwelche Ausreden flüchten. Er präferierte Klartext: „Wir hatten die Chance auf ein besseres Ergebnis. Immer dann, wenn wir in der Nähe des Anschlusstreffers waren, passierten Dinge, die nicht passieren dürfen. Das ist das Ärgerliche. Jetzt müssen wir das Spiel aufarbeiten.“

Am Donnerstag (19 Uhr) bei der HSG Wetzlar geht es für die Eulen weiter. Denni Djozic, der Linksaußen, den „Johnny“ Scholz diesmal nicht gut zu ersetzen vermochte, soll dann wieder dabei sein. „Wir haben oft zu früh abgeschlossen. Martin Ziemer hat natürlich auch überragend gehalten. Trotzdem sehe ich uns noch absolut im Soll. Wir stehen auf einem Nichtabstiegsplatz. Jetzt kommen natürlich die Spiele, in denen wir krasser Außenseiter sind“, sagte Rechtsaußen Alexander Falk.

Dass am Donnerstag knapp 2000 Zuschauer in der Ebert-Halle waren, hat Geschäftsführer Marcus Endlich gefreut: „Sehr gut gefallen hat mir der junge Pascal Bührer, der sich auf Linksaußen erfolgreich in Szene gesetzt hat.“ Der 22-Jährige kam im Sommer von der SG Köndringen/Teningen. Er war Torschützenkönig der Dritten Liga. Gegen Hannover zeigte Bührer auch warum. Weil es bei Scholz nicht gut lief, übernahm Bührer, sonst im Rückraum daheim, die Linksaußenrolle und warf drei blitzsaubere Tore. „Für mich persönlich ein schöner Abend. Noch besser wäre es mit einem Punkt für uns gewesen. Ich habe mich für die guten Trainingsleistungen belohnt. Ich bin Mittelmann, da fühle ich mich am wohlsten. Nach der Verletzung von Denni war ich die zweite Option auf Linksaußen und auch darauf vorbereitet“, sagte Bührer. Seine Eltern reisen zu allen Heimspielen aus dem Schwarzwald an. „Ich fühle mich als Badener sehr wohl bei den Pfälzern“, verriet Bührer, der mit Denni Djozic und Jan Remmlinger in einer WG lebt.