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Die allerletzte Chance

Handball: Nur ein Sieg hilft Eulen Ludwigshafen

Von Marek Nepomucký

Mannheim. Es wird das große, das ganz große „Finale“. Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle) müssen die Eulen Ludwigshafen gegen den HC Erlangen gewinnen, um möglicherweise auch nächste Saison in der Handball-Bundesliga zu spielen. Nur: Ein Sieg könnte nicht reichen.

Die kürzeste Anreise zu einem Auswärtsspiel endete ernüchternd für die Eulen Ludwigshafen. Bei den Rhein-Neckar-Löwen (26:34) gab es nichts zu holen, auch wenn die Eulen insgeheim doch auf einen neuerlichen Ausrutscher des aktuellen Pokalsiegers gehofft hatten. Denn nach der überraschenden 23:24-Niederlage am Donnerstag gegen Melsungen haben die Löwen wohl die Meisterschaft verspielt.

Diesen psychischen Tiefschlag wollten die Eulen ausnutzen. Zumindest eine Halbzeit lang gelang ihnen das. Doch danach setzte sich die Qualität des zweimaligen deutschen Meisters durch.

Solche individuelle Klasse haben die Eulen nicht, können sie sich nicht leisten. So steht der Aufsteiger da, wo er derzeit steht: auf einem Abstiegsplatz. Doch die Chance, in der Liga zu bleiben, ist da. Ein Punkt trennt Ludwigshafen (13:53) vom rettenden Ufer. Da steht momentan N-Lübbecke (14:52). „Die Freude, auf die Aussicht in der Liga zu bleiben, muss größer sein, als die Angst, zu scheitern“, sagt Eulen-Trainer Ben Matschke. Die Friedrich-Ebert-Halle wird gegen Erlangen zum achten Mal in dieser Saison mit 2350 Zuschauern ausverkauft sein.

„Das wird eine Höllenstimmung. Wir sind mental stark und in der Lage, jede Mannschaft aus dem Konzept zu bringen“, sagt Linksaußen Denni Djozic und ergänzt: „Es geht um die Zukunft von vielen Spielern. Wenn das Team weiß, um was es geht, dann kann es über sich hinauswachsen.“

Das wird der Fall sein müssen. Erlangen trotzte zuletzt den Rhein-Neckar-Löwen einen Punkt (24:24) ab und gewann 31:29 gegen Magdeburg. „Wir hatten schon einmal so ein Spiel gegen Erlangen in der Zweiten Bundesliga“, sagt David Schmidt. Der Rückraumspieler ist daher zuversichtlich, dass die Eulen die klare Niederlage bei den Löwen rasch abhaken und gegen Erlangen gewinnen werden. „Die Chancen stehen 50:50“, sagt Spielmacher Alexander Feld, mit sieben Toren bester Eulen-Werfer gestern in Mannheim. Feld: „Wir brauchen uns vor Erlangen zu Hause nicht zu verstecken.“ Nur: Selbst bei einem Sieg gegen Erlangen könnten die Eulen absteigen – nämlich, wenn Konkurrent N-Lübbecke in Lemgo punktet.