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Der Stabilisator, der andere besser macht

HANDBALL: Gunnar Dietrich spielt bei den „Eulen“ eine Schlüsselrolle – TSG Friesenheim heute gegen ThSV Eisenach

LUDWIGSHAFEN. Zweitligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim beginnt mit der Begradigung der Tabelle: Heute (19.30 Uhr) ist der ThSV Eisenach in der Friedrich-Ebert-Halle Gast der „Eulen“.

Die nisten augenblicklich mit 30:20 Punkten auf Platz sechs, mit 30:22 Zählern folgt Eisenach auf Platz sieben der Tabelle. Rang drei, den letzten der drei Aufstiegsplätze, besetzt die SG BBM Bietigheim mit 38:16 Punkten. Sie hat zwei Spiele mehr als die TSG Friesenheim ausgetragen.

„Ein schweres Kaliber, ein guter Gegner. Ohne das Verletzungspech wäre Eisenach ganz sicher unter den Top 3 der Liga“, urteilt TSG-Trainer Ben Matschke. Er sieht bei seiner Mannschaft eine leicht entspannte Personallage, muss aber weiter ohne das Torhüter-Duo Klier/Peribonio, ohne Kreisläufer Martin Slaninka und auch ohne die junge Rückraumalternative Robin Egelhof disponieren.

„Klar, wir sind jetzt nicht im Spielrhythmus, aber insgesamt tat uns der März mit wenig Spielen gut“, sagt Matschke, erleichtert, dass sich das Lazarett in der spielfreien Zeit lichtete, so ganz allmählich auch wieder vernünftig trainiert werden kann und ein respektables 31:31 im Schlagerspiel in Bietigheim erarbeitet wurde.

„Wir haben noch 13 Spiele – acht daheim. Wir wollen schon sehen, was noch geht ...“, sinniert Ben Matschke, der wohl schon seinen Kader der Zukunft so gut wie komplett weiß, aber diese Saison längst noch nicht abhaken möchte. Eine große Rolle spielen auch die Fans – der achte Mann. Gerade in schwerer Zeit kommt dem Anhang eine besondere Rolle zu, betont auch Routinier Gunnar Dietrich. „Der positive Push tut uns gut, wäre schön, wenn wir den wieder haben. Die Jungs sind schon heiß“, glaubt Matschke. Er sieht in Dietrich einen Schlüsselspieler, wichtig in Abwehr und Angriff: „Gunnar bringt Impulse, er ist einfach ein Stabilisator. Er ist gerade für die Jungen sehr wichtig. Er macht jeden, der in der Abwehr neben ihm steht besser. Jeder fühlt sich wohler, wenn Gunnar spielt.“

2013 ist Dietrich vom TBV Lemgo zur TSG zurückgekehrt. Bis 2018 läuft der Kontrakt des 31-Jährigen. Mit der TSG zurück in die Bundesliga? Einen letzten großer Karrieretraum erfüllen? „Es bringt nichts, jetzt darüber zu reden. Wir denken von Spiel zu Spiel und müssen dann weiter sehen“, rät Dietrich.

Er mochte auch nicht lange ob des leidigen Verletzungspechs lamentieren. „Dann müssen eben andere ran“, sagt der „Lange“, der durch seine oft zentimetergenauen Anspiele ein wichtiger Zulieferer speziell für Kai Dippe, die Wucht am Kreis, ist. Angetan ist der Rückraumspieler vom Reifeprozess der jüngeren Spieler – allen voran David Schmidt. „David hat einen großen Schritt nach vorne gemacht“, lobt Dietrich. „Ich selbst bin nicht unzufrieden. Klar, man kann sich immer verbessern, seine Leistung optimieren.“ Dass er im Abschluss oft zu selbstlos ist, moniert auch sein Coach, mit Dietrich seit gemeinsamen Spielertagen freundschaftlich verbunden. „Wir wissen, was wir voneinander zu erwarten haben. Er weiß, was ich will. Ich weiß, was er will “, sagt Dietrich. zkk