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Der Kapitän auf Abschiedstour

LUDWIGSHAFEN. Es ist und bleibt ein Seuchenjahr: Kaum hatte sich das Lazarett beim Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim gelichtet, gibt es neue Personalsorgen. Heute (19.30 Uhr) gastieren die „Eulen“ beim VfL Bad Schwartau.

„Zuhause ist das ein sehr starker Gegner“, urteilt TSG-Trainer Ben Matschke, der für den Rest der Saison ohne Linksaußen Denni Djozic planen muss, der wegen eines Haarrisses im Mittelfuß ausfällt. Bitter, denn Djozic war gut in Schuss, entlastete Philipp Grimm auch bei den Siebenmetern. Die Vorbereitung auf die heikle Auswärtsaufgabe litt unter dem Fehlen von Oliver Heß (Handgelenkverletzung), Jan Remmlinger (Knieblessur) und Martin Slaninka, der bei seiner Nationalmannschaft weilte. Max Haider, Leihgabe mit Zweitspielrecht für die TSG, wurde bei seinem Stammverein in Kronau gebraucht.

Auf das Mitwirken von Heß, Haider und Remmlinger hofft der Coach, der froh ist, dass Mathias Lenz nach seiner Augenverletzung zumindest als zweiter Torhüter zur Verfügung steht.

„Wir brauchen eine Top-Leistung in allen Bereichen, um da zu bestehen“, sagt Matschke, setzt aber auch in Bad Schwartau auf die tolle Einstellung von Grimm und Co.:„Die Jungs haben mich schon so oft überrascht und zeigen gerade in diesen schwierigen Phasen Charakter.“

Matschke sieht seine Mannschaft jetzt vor „vier intensiven Wochen“. „Es freut mich für den Verein, die Mannschaft und unsere Zuschauer, dass wir oben mitspielen, obwohl wir die ganze Saison die Scheiße am Schuh hatten“, sagt Matschke mit Blick auf die Tabelle, die die TSG noch im Rennen um den Bundesligaaufstieg sieht.

Am Mittwoch geht’s daheim mit dem Derby gegen die SG Leutershausen weiter. Die Spiele werden weniger. So verspürt auch Philipp Grimm beim Nachdenken angesichts seines nahen Abschieds vom Parkett langsam Wehmut. Grimm, seit 2007 für die TSG aktiv, schrieb in der Zeit märchenhafte Kapitel mit. „Ich freue mich auf jedes Spiel und genieße jede Minute“, sagt der Kapitän. |zkk