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Der Ballermann

HANDBALL: Patrick Weber wirft Eulen zum 28:24-Sieg

VON HORST KONZOK & STEFAN NAUMER

Ludwigshafen. Handball-Bundesliga-Neuling Die Eulen Ludwigshafen hat gestern im dritten Heimspiel mit 28:24 (15:10) gegen den VfL Gummersbach den zweiten Sieg gelandet. Mit neun Treffern war Patrick Weber der Mann des Tages.

„In der ersten Halbzeit haben wir eine unfassbar gute Abwehrleistung gezeigt. Mit Kampf, Leidenschaft und Emotionen gewinnen wir das Spiel“, schwärmte Weber. Ein Komet!

Die Vorzeichen waren eingetrübt: Rechtsaußen Pascal Durak musste passen – Grippe. Der Ausfall von Oliver Heß, ebenfalls grippekrank, erschwerte Robin Egelhof, am Samstag 20 Jahre alt geworden, das Handwerk.

Mit einer beeindruckenden Abwehrleistung aber erarbeiteten die Eulen einen Fünf-Tore-Vorsprung zur Pause. In der letzten Sekunde der ersten Halbzeit stellte Kai Dippe mit einer Energieleistung auf 15:10. Sechs Minuten zuvor hatte Nationaltorhüter Carsten Lichtlein resignierend vorübergehend sein Tor geräumt, Denni Djozic und Patrick Weber hatten ihn entnervt. „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt“, sagte Eulen-Trainer Ben Matschke, der im zweiten Abschnitt Probleme „mit der versetzen 5:1-Abwehr“ des VfL ausmachte. So opferte Matschke aus taktischen Gründen weitgehend den ausgezeichneten Linksaußen Denni Djozic, der insgesamt sechsmal traf, eine hundertprozentige Wurfausbeute hatte, ließ stattdessen mit einem weiteren Rückraumspieler agieren.

Nach dem Seitenwechsel zollten die Eulen überdies dem hohen Kraftaufwand und Tempo Tribut. Deutliches Zeichen dessen die zunehmenden technischen Fehler. Der VfL kam bis auf zwei Tore heran. Aber Matschkes Musterschüler sind Willensspieler. Sie kamen wieder. Seine herausragende Vorstellung krönte „Ballermann“ Weber mit dem 26:23. Alexander Feld, Antreiber und der personifizierte Siegeswille, trommelte den Ball zum 27:23 ins Netz – die Entscheidung eine Minute vor dem Ende.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns mit der offensiven Friesenheimer Deckung schwer getan“, erklärte VfL-Coach Dirk Beuchler den Rückstand zur Pause. Als das Spiel auf der Kippe stand, hatten die Gummersbacher Pech mit Pfostentreffern (zweimal Florian Baumgärtner sowie Maximilan Jäger und der Ex-Friesenheimer Alexander Becker). Und der gute Torhüter Kevin Klier vereitelte freie Chancen von Marvin Sommer (45.) und Becker (57., 58.). „Wir hatten in kritischen Phasen immer Antworten, alle Spieler haben sich zerrissen“, lobte Eulen-Kapitän Gunnar Dietrich, einsatzmäßig das große Vorbild.

So spielten Sie

Die Eulen Ludwigshafen: Klier - Egelhof (1), Feld (3), Dietrich (2) - Falk (2), Djozic (6/3) - Dippe (2) – Stüber (1), Remmlinger (1), Weber (9), Bührer (1)

VfL Gummersbach: Lichtlein (24. Hasenforther, 31. Lichtlein) - Matic (1), Pujol (1), Zhukov - von Gruchalla (7/3), Preuss (7) - Sommer (2) - Becker, Köpp (1), Timm (2), Baumgärtner (2), Jäger (1)

Spielfilm: 3:1, 7:3 (15. Minute), 8:4, 13:7, 15:10 (Halbzeit), 17:12, 17:15 (40.), 19:17, 21:17, 23:21 (54.), 24:22, 25:23, 27:23, 28:24 - Siebenmeter: 3/3 - 3/3 - Zeitstrafen: 8/5 - Rote Karten: Zhukov (10.), Sommer (48.) - Beste Spieler: Weber, Djozic, Feld, Klier - von Gruchalla, Preuss - Zuschauer: 1903 - Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen).