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Der achte Mann spielt mit

Handball: Eulen morgen im Schlüsselspiel gegen den TV Hüttenberg

VON STEFAN NAUMER & HORST KONZOK

LUDWIGSHAFEN. Mehr Abstiegskampf geht nicht: Morgen (12.30 Uhr) trifft der Bundesliga-Tabellenletzte Eulen Ludwigshafen auf den Tabellenvorletzten TV Hüttenberg. Die Eulen haben 11:47 Punkte (Tordifferenz minus 103), der TVH hat 12:46 Punkte (Tordifferenz minus 127). TuS N-Lübbecke auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz weiß 12:46 Zähler auf dem Konto (Tordifferenz minus 119). Die Friedrich-Ebert-Halle ist ausverkauft.

„Wenn wir drin bleiben wollen, dann müssen wir gewinnen“, sagt Ben Matschke. Der Trainer der Eulen weiß mit Ausnahme der verletzten Jan Remmlinger und Kevin Klier alle Mann an Bord.

Der Respekt vor dem Gast ist groß. Mit dem Überraschungssieg gegen MT Melsungen holte Hüttenberg zwei Bonuspunkte, verlor aber vor Wochenfrist das Heimspiel gegen HC Erlangen mit 24:27.

Einen Sieg hat der TV Hüttenberg aber doch noch errungen – am Donnerstag vor der zweiten Kammer des Bundesportgerichts des Deutschen Handball-Bundes in Frankfurt am Main: Ragnar Johannsson, der im Heimspiel gegen den HC Erlangen die Blaue Karte sah, wird nicht gesperrt. Nach Ansicht der Fernsehbilder wurde der Feldverweis als Fehlentscheidung gewertet, der Isländer freigesprochen. Er darf morgen in der Ebert-Halle gegen die Eulen spielen.

„Eine Mannschaft, die alles reinwirft, eine Mannschaft mit Charakter“, sieht Eulen-Coach Ben Matschke in den Gästen. Er setzt wie seine Jungs „auf die Ebert-Halle“: „Wir brauchen die bedingungslose Unterstützung unabhängig vom Spielstand.“

„Die Freude ist groß, dass wir es fünf Spieltage vor Schluss noch in der eigenen Hand haben, den Klassenerhalt zu schaffen. Das hat doch keiner geglaubt. Ich freue mich maximal für die Mannschaft“, betont der Coach.

Beim TV Hüttenberg spielt einer morgen gegen seine eigene Zukunft: Jannik Hofmann, der 22 Jahre alte Linksaußen , wechselt zur neuen Saison so oder so zu den Eulen nach Ludwigshafen. Pikant…

Bei den Eulen bleibt Pascal Durak, der Rechtsaußen, der neben Denni Djozic auch eine Bank vom Siebenmeterpunkt geworden ist. „Wir hatten in dieser Saison des Öfteren solche Spiele und haben es verpasst. So ist es das wichtigste Spiel der Saison“, urteilt der 25-Jährige. 2015 kam er von der SG Leutershausen nach Ludwigshafen, bereichert die Mannschaft spielerisch und menschlich.

„Es wird extrem auf unsere Fans ankommen. Die Halle ist ausverkauft, wir haben alle an Bord. Es geht darum, dass man zeigt, was man will“, sagt Durak. Er erwartet alles andere als einen spielerischen Leckerbissen: „Hüttenberg hat einen anderen Charakter als Nettelstedt. Die werden kämpfen bis zum Umfallen. Wie wir! Und wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, da hätten wir einen Punkt holen oder gewinnen müssen. Wir haben verloren...“

Durak, der Matschke schon seit Schülertagen kennt, will mit Leidenschaft für das große Ziel, den Klassenverbleib kämpfen. „Wichtig wird, wie der Trainer immer sagt, die Plantreue sein“, sagt der Rechtsaußen. Und schmunzelt: „Wenn man Ben so lange kennt, nimmt man nach und nach auch seine Sprache an...“