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Dem Sieg so nah...

HANDBALL: Eulen kassieren 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 23:23

VON HORST KONZOK & STEFAN NAUMER

Ludwigshafen. Gefühlt ist’s wie eine Niederlage! Die Eulen Ludwigshafen kassierten gestern Abend 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Sie müssen sich nach dem 23:23 (11:11) gegen TuS N-Lübbecke mit einem Punkt trösten.

„Die letzte Aktion vom Kreis war bitter, aber wir haben uns vorher nach Rückständen zurückgekämpft“, sagte Kevin Klier, der mit elf Paraden seine Klasse demonstrierte. „Jeder Punkt als Aufsteiger ist wichtig. Wir haben drei Heimspiele in Folge nicht verloren und Nettelstedt auf Distanz gehalten“, bilanzierte Patrick Weber, mit sechs Treffern bester Eulen-Schütze. „Wir kämpfen weiter für den Klassenerhalt. Die Kulisse hat uns angetrieben“, sagte David Schmidt, der an seinem 24. Geburtstag fünfmal traf.

Es war zäh, es war kein Handball für Feinschmecker. Die Eulen, dank Schmidt gut gestartet, gerieten Mitte der ersten Halbzeit aus dem Takt. Nach Webers Aufsetzer-Geschoss zum 7:5 in der elften Minute blieben die Eulen neun Minuten ohne Tor, ehe Jonathan Scholz das 8:8 gelang. Zu viele technische Fehler, Missverständnisse im Aufbau-und Passspiel lähmten die Angriffsbemühungen der Mannschaft von Trainer Ben Matschke in dieser Phase. Nach zehn Minuten hatte Peter Tatai das Tor der Gäste geräumt. Zwei Minuten später parierte Joel Birlehm den Siebenmeter Pascal Duraks, der auch den Nachschuss nicht im Tor des TuS unterbrachte. Dazu kam das Pech: insgesamt sechs Aluminiumtreffer.

Zur Pause hieß es in dem Abnutzungskampf nach einem von Tim Remer verwandelten Siebenmeter 11:11. Denni Djozic, als erster Linksaußen in die Saison gestartet, fehlte auch gestern wegen seiner Wadenverletzung. Scholz aber vertrat ihn wie in Hüttenberg gut. Ein Linksaußen 1b! Allerdings versäumte der Rückraum der Eulen, Scholz und Durak öfter einzusetzen. Bezeichnend die 52. Minute: Alexander Feld, sechs Würfe, zwei Tore, jagte den Ball übermotiviert Richtung Birlehm, rechts und links boten sich Durak und Scholz beträchtliche Freiräume. Über ihre Außen warf TuS N-Lübbecke die meisten Tore: Remer machte sechs Feldtore, Luka Rakovic vier.

„Ich weiß nicht, ob ich uns beide gleichzeitig beglückwünschen soll“, sinnierte Aaron Ziercke, der Coach des TuS, haderte auch mit den Torhüterleistungen. „Dass wir nach zehn Spieltagen vier Punkte vor Nettelstedt stehen, hätte ich vor der Runde auf jeden Fall unterschrieben“, sagte Eulen-Coach Ben Matschke, lobte den jungen rechten Rückraumspieler Robin Egelhof, der kalt kam, das wichtige 22:21 schoss (54.). Beim Stand von 23:22 hatte Durak die Chance zum entscheidenden Treffer, scheiterte aber an Birlehm.

So spielten Sie

Die Eulen Ludwigshafen: Klier - Schmidt (5), Feld (2/1), Dietrich - Durak (1), Scholz (2) - Dippe (3) – Stüber, Remmlinger (2), Weber (6), Egelhof (1), Haider (1), Falk

TuS N-Lübbecke: Tatai (10. Birlehm/1, 58. Tatai) - Grabarczyk, Zettermann, Bagaric (3) - Rakovic (4), Remer (8/2) - Torbrügge (4) – Gierak (3), Schade, Genz, Kaleb

Spielfilm: 3:1, 6:4, 7:8 (20.), 11:11 (Halbzeit), 17:16, 19:17, 20:18, 21:21 (53.), 23:23 (Endstand) - Siebenmeter: 3/1 - 2/2 - Zeitstrafen: 5:6 - Rote Karte: Kaleb (56.) - Beste Spieler: Schmidt, Weber, Klier - Remer, Rakovic, Torbrügge - Zuschauer: 2035 - Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweiler).